| Universitätmedizin Mainz

Leben nach Krebserkrankungen – den Spätfolgen der Krebstherapie auf der Spur

Warum erkranken manche Menschen nach einer erfolgreich therapierten Krebserkrankung im Kindesalter später als Jugendliche oder Erwachsene erneut an Krebs und andere hingegen nicht? Das ist die zentrale Frage eines Forschungsprojekts, das mit insgesamt rund 3,8 Millionen Euro vom Bundesministerium für Bildung und Forschung (BMBF) und Bundesministerium für Umwelt, Naturschutz, Bau und Reaktorsicherheit (BMUB) im Rahmen der „Grundlagenforschung Energie 2020+“ gefördert wird. Weiterlesen

| Martin-Luther-Uni Halle-Wittenberg

Deutschlandweite Leukämie-Studie unter Leitung des Uniklinikums Halle (Saale) gestartet

Ärztinnen und Ärzte an 25 deutschen Kliniken untersuchen im Rahmen der sogenannten "BLAST"-Studie ein neues Medikament, das gezielt die Leukämiezellen und Leukämie-Stammzellen angreift. Die Leitung der Studie hat Professor Dr. Carsten Müller-Tidow, Direktor der Klinik für Innere Medizin IV und Leiter des Landeszentrums für Zell- und Gentherapie am Universitätsklinikum Halle (Saale), inne. Weiterlesen

| dkfz Heidelberg

Tolerantes Immunsystem steigert Krebsrisiko

Bremsen so genannte regulatorische T-Zellen die Aktivität der tumorbekämpfenden Abwehrzellen, spricht man von Immuntoleranz. Bei ausgeprägter Immuntoleranz verdoppelt sich das Risiko für Lungenkrebs, das für Dickdarmkrebs steigt um etwa 60 Prozent. Das veröffentlichten Wissenschaftler im Deutschen Krebsforschungszentrum nun gemeinsam mit Kollegen der Berliner Epiontis GmbH. Die Forscher belegen damit erstmals, dass die individuellen Unterschiede in der Immuntoleranz das Entstehen bestimmter Krebsarten beeinflussen – und zwar bereits lange vor Ausbruch der Erkrankung. Weiterlesen

| Universität Basel

50 Jahre altes Rätsel gelöst: Warum sich bestimmte Zellen abstossen

Wenn Zellen aus dem Bindegewebe aufeinanderprallen, stossen sie sich ab – dieses Phänomen wurde bereits vor über 50 Jahren entdeckt. Erst jetzt haben Forscher an der Universität Basel die molekularen Grundlagen dieses Prozesses aufgedeckt, wie sie in der Fachzeitschrift «Developmental Cell» berichten. Ihre Erkenntnisse könnten für die Krebsforschung wichtig werden. Weiterlesen

| AWMF

Neue Therapieoptionen bei Krebs in Lunge und Dünndarm: neuroendokrine Tumore besser behandelbar

Neue Medikamente und eine verbesserte Therapie mit radioaktiv markierten Substanzen zur „internen Bestrahlung“ verbessern die Behandlung von neuroendokrinen Tumoren (NET) im Magen-Darm-Trakt und der Lunge und zögern wirksam das Tumorwachstum hinaus. Dies zeigen zwei aktuelle Studien, die Wissenschaftler auf dem europäischen Krebskongress ESMO in Wien vorstellten. Damit schließe sich eine wichtige therapeutische Lücke, erklärt die Deutsche Gesellschaft für Endokrinologie (DGE). Weiterlesen

| Europäisches Ausbildungsnetzwerk gefördert

Mit vereinten Kräften für innovative Krebstherapien

Prof. Dr. Justus Duyster, Ärztlicher Direktor der Klinik für Innere Medizin I (Schwerpunkt Hämatologie, Onkologie und Stammzelltransplantation) des Universitätsklinikums Freiburg, und Dr. Lena Illert, Funktionsoberärztin in der Klinik für Innere Medizin I, haben sich mit ihren Kooperationspartnern erfolgreich um die Förderung eines "Innovativen Marie Curie Ausbildungsnetzes für Forschende" der Europäischen Union beworben. Weiterlesen

| TU Darmstadt / GSI

Wissenschaftlerteam bestimmt Effekt von Ionenstrahlen im Experiment

Das genaue Verständnis der biologischen Wirkung von Ionenstrahlen ist von großer Bedeutung sowohl für Anwendungen in der Strahlentherapie als auch zur Risikoabschätzung im Strahlenschutz, etwa für Astronauten bei Langzeitmissionen im Weltall. Arbeitsgruppen der Strahlenbiologie um Professor Markus Löbrich (TU Darmstadt) und der Biophysik um Professor Marco Durante (GSI Helmholtzzentrum für Schwerionenforschung) haben erstmals experimentell mit hoher Auflösung die räumliche Schadensverteilung hochenergetischer Ionenstrahlen an biologischem Gewebe untersucht und diese mit theoretischen Modellvorhersagen verglichen. Weiterlesen

| Brustkrebsmonat Oktober

Bild statt Biopsie bei Brustkrebsverdacht?

Wissenschaftler des Deutschen Krebsforschungszentrums (DKFZ) in Heidelberg haben in Zusammenarbeit mit den Mammographie-Einheiten in Heidelberg und Mannheim erste Daten veröffentlicht, die darauf hindeuten, dass eine moderne diffusionsgewichtete Magnetresonanz-Tomographie betroffenen Frauen eventuell viele Kontrollbiopsien ersparen könnte. Weiterlesen

| Brustkrebs

Gene liefern Hinweise auf Rückfallrisiko

Wissenschaftler des Wellcome Trust Sanger Institute haben einen genetischen Hinweis darauf entdeckt, warum es bei manchen Brustkrebserkrankungen zu einem Rückfall kommt. Diese Ergebnisse sollten in Zukunft auch bessere Therapien bringen. Laut dem Team um Lucy Yates führen bestimmte Kombinationen von Genen in Tumoren eher dazu, dass der Krebs wieder auftritt. Weiterlesen

| Pankreasarzinom

TUM Forscher entwickeln neues Therapiekonzept

Das Pankreaskarzinom ist eine der aggressivsten und am schwierigsten zu behandelnden Tumorarten. Vor allem bei fortgeschrittenen Tumoren ist die hohe Therapieresistenz ein großes Problem. Forscher am Klinikum rechts der Isar der Technischen Universität München (TUM) haben hierzu in Zusammenarbeit mit einem Team der Stanford Universität einen konzeptionell neuen Therapieansatz untersucht, der vor allem epigenetische Mechanismen einbezieht. Er zeigte Wirkung gegen Pankreas- sowie Lungenkarzinome im tierexperimentellen Ansatz. Ihre Ergebnisse wurden jetzt in Nature Medicine veröffentlicht. Weiterlesen

| IMP Wien

Dem Krebs immer einen Schritt voraus

Resistenzbildungen gegen Medikamente gehören zu den größten Herausforderungen bei der Behandlung von Krebs. Ein Team von Wissenschaftlern am Forschungsinstitut für Molekulare Pathologie (IMP) und bei Boehringer Ingelheim in Wien konnte Mechanismen aufklären, die Krebszellen immun gegen eine neue vielversprechende Art von Krebsmedikamenten machen. Ihre Erkenntnisse, die heute in NATURE veröffentlicht wurden, zeigen Wege für effiziente, zeitlich präzise abgestimmte Kombinationstherapien auf. Weiterlesen

| Deutsches Krebsforschungszentrum

Je mehr Mutationen im Tumor, desto wirksamer die Immuntherapie

Dank moderner Immuntherapien können selbst fortgeschrittene Tumoren gelegentlich erfolgreich behandelt werden. Doch warum wirken diese Medikamente bei einzelnen Patienten und bei anderen nicht? Dieser Frage ging ein internationales Forscherteam der Universitäten Duisburg-Essen und Harvard (USA) nach. Die Federführung lag beim DKTK-Standort Westdeutsches Tumorzentrum am Universitätsklinikum Essen. Im Mittelpunkt stand der Wirkstoff Ipilimumab, der bereits erfolgreich beim schwarzen Hautkrebs eingesetzt wird. Die Wissenschaftler veröffentlichen ihre Ergebnisse in der aktuellen Ausgabe des Wissenschaftsmagazins Science. Weiterlesen

| Blutkrebs

Spende für Leukämie-Forschung an Universität Leipzig übergeben

Der Verein "Zusammen gegen den Krebs" e.V. unterstützt die Universität Leipzig bei ihren Forschungen für eine gezieltere Diagnostik und Therapie von Leukämieerkrankungen: Der Vorsitzende des Vereins, Alexander Prinz von Sachsen, übergab eine Spende in Höhe von 187.000 Euro für zwei Forschungsprojekte an die Rektorin der Universität, Prof. Dr. Beate Schücking. Weiterlesen

| Universitätsklinikum Freiburg

5,7 Millionen Euro Förderung für Leberkrebs-Forschung

Das hepatozelluläre Karzinom (HCC), auch Leberkrebs genannt, ist eine häufige Tumorerkrankung, gegen die dringend neue Therapien benötigt werden, da bisher nur jedem fünften Betroffenen geholfen werden kann. Für die Entwicklung effektiver Therapieansätze ist ein tiefergehendes Verständnis der molekularen und immunologischen Mechanismen, die zum Tumorwachstum führen, von entscheidender Bedeutung. Weiterlesen

| Universität Leipzig

Biophysiker gehen neue Wege in der Tumorforschung

Wissenschaftler der Universität Leipzig haben neue Wege in der Tumorforschung beschritten und dabei richtungsweisende Erkenntnisse für das Verständnis von Tumorentwicklung und -ausbreitung gewonnen. Die Arbeitsgruppe für Physik weicher Materie um Prof. Dr. Josef Käs hat ihre Forschungsergebnisse kürzlich im renommierten "New Journal of Physics" veröffentlicht. Weiterlesen

| dkfz Heidelberg

Momentaufnahme des Immunsystems

Das Immunsystem jedes einzelnen Menschen kann bis zu mehrere hunderttausend verschiedene T-Zellen umfassen, die sich anhand ihrer Rezeptoren voneinander unterscheiden. Diese enorme Diversität ist die Basis einer schlagkräftigen Immunabwehr. Wissenschaftler aus dem Deutschen Krebsforschungszentrum und dem Nationalen Centrum für Tumorerkrankungen (NCT) Heidelberg entwickelten eine Sequenzierungsmethode, mit der sie das Repertoire an T-Zell-Rezeptoren eines Menschen genau analysieren können. So lässt sich mitverfolgen, wie das Abwehrsystem auf Krankheiten reagiert. Weiterlesen

| Neues Verfahren

Individuelle Dosimetrie in der Strahlentherapie

Ein neues Verfahren zur Überwachung der individuellen Strahlendosis in der Krebstherapie entwickelt die TH Mittelhessen. Leiter des Forschungsprojekts am Gießener Institut für Medizinische Physik und Strahlenschutz ist Prof. Dr. Klemens Zink. Kooperationspartner sind Prof. Dr. Rita Engenhart-Cabillic, Direktorin der Klinik für Strahlentherapie und Radioonkologie an der Philipps-Universität Marburg, und die MedCom Gesellschaft für medizinische Bildverarbeitung in Darmstadt. Weiterlesen

| Schloss ohne Schlüssel

Die Balance der Rezeptoren steuert Blutgefäß-Entwicklung

Als Waisenrezeptoren („orphan receptors“) bezeichnen Wissenschaftler Rezeptor-Proteine auf der Oberfläche von Zellen, für die bisher kein passender Bindungspartner gefunden wurde. Der Waisenrezeptor Tie1 ist dabei ein interessantes therapeutisches Angriffsziel. Die Forscher um Hellmut Augustin sind dabei, die Bedeutung von Tie1 bei der Metastasierung zu entschlüsseln und zu prüfen, ob die Blockade von Tie1 verhindern kann, dass sich Tumoren ausbreiten. Weiterlesen

| Philipps-Universität Marburg

Wie das Down-Syndrom vor Krebs schützt

Zu zerfasert für Krebs: Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler um Dr. Matthias Lauth von der Philipps-Universität Marburg haben einen molekularen Mechanismus aufgeklärt, der dazu beiträgt, dass Menschen mit Down-Syndrom seltener an Krebs erkranken als andere. Weiterlesen

| Medizinische Hochschule Hannover

Nur 160 Plätze für T-Vorläuferzellen im Thymus frei

Patienten – insbesondere ältere Patienten – sind nach einer Blutstammzelltransplantation zum Beispiel zur Behandlung einer Leukämie (Blutkrebs) besonders anfällig für Infektionen. Ein Grund für die erhöhte Anfälligkeit ist die verzögerte Neubildung von T-Lymphozyten (T-Zellen), die eine Schlüsselposition im Kampf gegen Infektionen einnehmen. Weiterlesen