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  • Thomas Schönemann

Lebererkrankungen

Erfolgreiche Forschung: DFG fördert SFB 841 „Leberentzündung“ für weitere vier Jahre

Hepatocellular carcinoma histopathology (2) at higher magn. © Foto: KGH (Own work) [GFDL (http://www.gnu.org/copyleft/fdl.html) or CC-BY-SA-3.0 (http://creativecommons.org/licenses/by-sa/3.0/)], via Wikimedia Commons
Hepatocellular carcinoma histopathology (2) at higher magn. © Foto: KGH (Own work) [GFDL (http://www.gnu.org/copyleft/fdl.html) or CC-BY-SA-3.0 (http://creativecommons.org/licenses/by-sa/3.0/)], via Wikimedia Commons

„Wir freuen uns sehr, die erfolgreiche Arbeit der vergangenen vier Jahre fortzusetzen. Insbesondere bei der Etablierung und Charakterisierung experimenteller Modelle von Entzündungsprozessen in der Leber und bei der Analyse autoimmuner Lebererkrankungen konnten die Arbeitsgruppen des SFB wichtige Befunde erzielen und eine weltweit führende Rolle einnehmen. Außerdem beginnen wir zu verstehen, wie sich aus einer chronischen Entzündung Tumore entwickeln können“, sagt Prof. Dr. Ansgar W. Lohse, Direktor der I. Medizinischen Klinik des UKE und Sprecher des SFB 841.

Die Deutsche Forschungsgemeinschaft (DFG) hat am 21. November 2013 die zweite Förderperiode für den Sonderforschungsbereich (SFB) 841 „Leberentzündung – Infektion, Immunregulation und Konsequenzen“ bewilligt. Mit der Verlängerung erhält der SFB 841 im Zeitraum 2014 bis 2017 Fördermittel von insgesamt mehr als 14 Millionen Euro. Etwa 100 Wissenschaftler in 22 Teilprojekten werden so die auslösenden Ursachen und Mechanismen entzündlicher Lebererkrankungen weiter erforschen und Grundlagen für neue Therapieansätze legen können.

In der neuen Förderperiode sind 12 universitäre und außeruniversitäre Forschungseinrichtungen im SFB 841 vertreten, mit einem Schwerpunkt der Projekte am Universitätsklinikum Hamburg-Eppendorf (UKE). Neben dem UKE und der Universität Hamburg beteiligen sich das Bernhard-Nocht-Institut für Tropenmedizin sowie das Heinrich Pette-Institut (Leibniz-Institut für Experimentelle Virologie), beide in Hamburg, das Biochemische Institut der Christian-Albrechts-Universität zu Kiel und das Goldyne Savad Institute of Gene Therapy der Hebrew University of Jerusalem, Israel, an der Forschungsinitiative.

„Die positive Begutachtung durch die Deutsche Forschungsgemeinschaft ist ein deutliches Zeichen der Wertschätzung unserer Forschungsleistungen. Wir sind glücklich, dass die bislang geleistete Arbeit fortgeführt werden kann. Durch den Sonderforschungsbereich Leberentzündung und seine Kooperationen konnte die Infektionsforschung am UKE und am gesamten Wissenschaftsstandort Hamburg entscheidend ausgebaut werden“, sagt Prof. Dr. Dr. Uwe Koch-Gromus, Dekan der Medizinischen Fakultät des UKE und Mitglied des UKE-Vorstands.

Seit Beginn ist die Förderung des wissenschaftlichen Nachwuchses ein Schwerpunkt des SFB 841. Die Forschungsstipendien und das intensive Betreuungskonzept des Graduiertenkollegs haben sich dabei besonders bewährt. „Wir sind erfreut, dass unser Modell der Doktorandenausbildung am UKE beispielgebend ist und auch von anderen Sonderforschungsbereichen in Deutschland aufgegriffen wird“, sagt Prof. Dr. Gisa Tiegs, Institut für Experimentelle Immunologie und Hepatologie des UKE, Leiterin des Graduiertenkollegs sowie stellvertretende Sprecherin des SFB 841.

Entzündliche Lebererkrankungen gehören sowohl in Deutschland als auch weltweit zu den Erkrankungen mit der höchsten Prävalenz. Seit der Gründung des SFB 841 im Jahr 2010 untersuchen die beteiligten Wissenschaftler, wie Infektabwehr, Entzündungsprozesse, Regeneration, aber auch malignes Wachstum in der Leber reguliert werden und miteinander agieren. Ziel ist es, neue Strategien und Ansatzpunkte für die Diagnostik und Therapie von Lebererkrankungen zu entwickeln. Insgesamt ist eine zwölfjährige Förderung von Sonderforschungsbereichen durch die DFG möglich.

Weitere Informationen zu den Inhalten und Aktivitäten des SFB 841 unter www.sfb841.de

Christine Trowitzsch, Unternehmenskommunikation, Universitätsklinikum Hamburg-Eppendorf
Christine Jähn, Tel.: 040 / 7410 575 53, eMail: jaehn@uke.de
22.11.2013
22.06.2017, 11:21 | tsc
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