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Stammzellforschung der Spitzenklasse

Leipziger Biochemiker gibt Protokoll-Handbuch heraus

Human embryonic stem cell colony. © Foto: Ryddragyn at en.wikipedia - Originally from en.wikipedia; description page is/was here.. Licensed under Public domain via Wikimedia Commons
Human embryonic stem cell colony. © Foto: Ryddragyn at en.wikipedia - Originally from en.wikipedia; description page is/was here.. Licensed under Public domain via Wikimedia Commons

Stammzellen versprechen in vielen Anwendungsbereichen die Medizin der Zukunft zu prägen. Doch bevor diese Zellen für therapeutische Zwecke bei Patienten eingesetzt werden können, müssen ausführliche präklinische Untersuchungen durchgeführt werden. Ein neu erschienenes Handbuch stellt Forschenden nun zahlreiche beispielhafte Protokolle und Methoden von international führenden Wissenschaftlern zur Verfügung. Damit können Experimente mit Stammzellen vereinheitlicht und verbessert werden.

Prof. Dr. Bruno Christ, Inhaber der Forschungsprofessur für Angewandte Molekulare Hepatologie am Universitätsklinikum Leipzig sowie Forscher am Translationszentrum für Regenerative Medizin (TRM) der Universität Leipzig, ist einer der Herausgeber eines Sammelbandes, der zahlreiche Methoden und Protokolle für Tiermodelle zur therapeutischen Nutzung von Stammzellen vorstellt. „Das Buch soll dazu beitragen, möglichst einheitliche und qualitativ hochwertige Modelle für bestimmte Krankheitsbilder und deren Behandlung mit Stammzellen zu entwickeln“, fasst der Biochemiker die Zielstellung des Buches zusammen.

Die im Buch gesammelten Aufsätze beschreiben stammzellbasierte Behandlungsansätze für hepatologische, neurologische und kardiovaskuläre Krankheiten sowie für Muskel- und Bindegewebsdefekte. Sie machen die Forschungsansätze nachvollziehbar und wiederholbar. Auch auf besondere Tücken in den Experimentreihen wird hingewiesen. „Für die Entwicklung von stammzellbasierten Therapien sind diese reproduzierbaren Studienanordnungen unverzichtbar, denn Forschende, die Zelltherapien entwickeln und klinische Studien planen, müssen die Sicherheit und die Wirksamkeit des therapeutischen Ansatzes belegen“, beschreibt Bruno Christ die Zielrichtung. Die von ihm zusammengetragenen Protokolle und Methoden stellen dafür eine fundierte Arbeitsgrundlage dar.

Namhafte internationale Wissenschaftler haben ihre Laborprotokolle beigetragen. Unter ihnen sind z.B. Helene Strick-Marchand, französische Hepatologin, Thomas Braun, deutscher Biochemiker und Kardiologe , Federica Casiraghi, italienische Immunologin, Christine Mummery, niederländische Embryologin sowie Bruce A. Bunnell, US-amerikanischer Neurologe. Auch Leipziger Wissenschaftler sind beteiligt. So stellt z.B. Bruno Christ seine Methode zum Einsatz von mesenchymalen Stammzellen zur Behandlung von chronischer Leberentzündung vor.

Literaturhinweis:
Bruno Christ, Jana Oerlecke, Peggy Stock (Herausgeber): Animal Models for Stem Cell Therapy. Erschienen bei Springer Science+Business Media, Reihe: Methods in Molecular Biology, September 2014

Weitere Informationen:
http://www.springer.com/life+sciences/cell+biology/book/978-1-4939-1452-4
http://www.trm.uni-leipzig.de

Maria Garz, Presse- und Öffentlichkeitsarbeit, Translational Centre for Regenerative Medicine (TRM) Leipzig
Bruno Christ, Jana Oerlecke, Peggy Stock (Herausgeber): Animal Models for Stem Cell Therapy.
Maria Garz, Referentin für Presse- und Öffentlichkeitsarbeit, Tel.: 0341 / 9739633, Fax: 0341 / 9739609, eMail: maria.garz@trm.uni-leipzig.de
09.10.2014
22.06.2017, 11:21 | tsc
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