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DKH finanziert Projekt der Unimedizin Mainz

Mechanismen der Entstehung des Leberzellkarzinoms im Fokus

Mainzer Dom #2. © Foto: Thomas Max Müller / pixelio.de
Mainzer Dom #2. © Foto: Thomas Max Müller / pixelio.de

Welche molekularen Faktoren tragen zur Entstehung eines Tumors in der Leber bei? Das ist die zentrale Fragestellung eines Forschungsprojekts an der Universitätsmedizin Mainz, welches die Deutsche Krebshilfe mit rund 260.000 Euro über 3 Jahre ab Oktober 2013 fördert.

Ziel ist es, aus dieser Erkenntnis einen neuen therapeutischen Ansatz abzuleiten. Im Idealfall leisten die zu erwartenden Forschungsergebnisse zudem einen wichtigen Beitrag, um den Einfluss von körperlichem Übergewicht und Insulinresistenz bei Typ-2-Diabetes auf die Tumorentstehung besser zu verstehen.

„Konkret untersuchen wir die Mechanismen und Risikofaktoren, die zur Entstehung eines Tumors in der Leber beitragen“, so Privatdozent (PD) Dr. Jörn M. Schattenberg, Oberarzt im Bereich Gastroenterologie und Hepatologie an der I. Medizinischen Klinik und Poliklinik der Universitätsmedizin. Er leitet das von der Deutschen Krebshilfe bewilligte Forschungsprojekt mit dem Titel „Bedeutung des Protoonkogen bcl-3 bei der Initiation und Progression des hepatozellulären Karzinoms (HCC)“.

Im Kern geht es in dem Projekt darum, die molekularen Faktoren zu erforschen, die die Entwicklung und das Wachstum von Krebszellen begünstigen. „Darüber hinaus interessieren uns auch die Risikofaktoren, die zur Tumorentstehung beitragen, insbesondere körperliches Übergewicht und Insulinresistenz bei Diabetes“, erklärt PD Dr. Marcus Wörns aus der I. Medizinischen Klinik und Poliklinik, der neben PD Dr. Schattenberg das Forschungsprojekt mitverantwortet. Durch die Identifikation dieser Mechanismen, sollen neue und dringend benötigte Therapieansätze für Patienten mit Lebertumoren entwickelt werden. Auch in Bezug auf präventive Maßnahmen erwarten die beiden Mediziner neue Erkenntnisse, die helfen sollen, die Häufigkeit dieser Tumorerkrankung zu reduzieren.

„Wir brauchen eine starke Grundlagenforschung im Kampf gegen den Krebs, daher sind wir als Universitätsmedizin Mainz hoch erfreut, dass solch ein richtungweisendes Forschungsprojekt von der Deutschen Krebshilfe so umfänglich gefördert wird“, sagt der Wissenschaftliche Vorstand Univ.-Prof. Dr. Ulrich Förstermann.

Über die Universitätsmedizin der Johannes Gutenberg-Universität Mainz
Die Universitätsmedizin der Johannes Gutenberg-Universität Mainz ist die einzige Einrichtung dieser Art in Rheinland-Pfalz. Mehr als 60 Kliniken, Institute und Abteilungen gehören zur Universitätsmedizin Mainz. Mit der Krankenversorgung untrennbar verbunden sind Forschung und Lehre. Rund 3.500 Studierende der Medizin und Zahnmedizin werden in Mainz kontinuierlich ausgebildet.

Weitere Informationen im Internet unter www.unimedizin-mainz.de

Pressemitteilung Universitätmedizin der Johannes-Gutenberg-Universität Mainz
Priv. Doz. Dr. Jörn. M. Schattenberg, I. Medizinische Klinik und Poliklinik, Universitätsmedizin Mainz, Tel.: 06131 / 17 6074, eMail: schatten@uni-mainz.de
04.10.2013
22.06.2017, 11:21 | tsc
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