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2,5 Millionen Euro für neuen Forschungsverbund

Mit mathematischen Modellen gegen Lymphknotenkrebs

Mit mathematischen Modellen gegen Lymphknotenkrebs. © Foto: Karl-Heinz Laube / pixelio.de
Mit mathematischen Modellen gegen Lymphknotenkrebs. © Foto: Karl-Heinz Laube / pixelio.de

Das Bundesministerium für Bildung und Forschung (BMBF) fördert einen Forschungsverbund unter Leitung von Prof. Dr. Rainer Spang vom Institut für Funktionelle Genomik der Universität Regensburg in den nächsten drei Jahren mit 2,5 Millionen Euro. Ziel des Verbundes ist es, aus mathematischen Modellen neue Diagnose- und Therapieverfahren zur Behandlung von Lymphknotenkrebs zu entwickeln.

Die Regensburger Projektgruppe wird mit 760.000 Euro gefördert. Kooperationspartner sind das Universitätsklinikum Göttingen, die Universität Leipzig, das Universitätsklinikum Schleswig-Holstein, die Robert Bosch Gesellschaft für medizinische Forschung mbH, die Charité Berlin und das Helmholtz Zentrum München.

Seit mehr als zehn Jahren arbeiten Forscher aus ganz Deutschland daran, die komplexen biologischen Mechanismen der Entstehung und Entwicklung von bösartigen Lymphomen (Lymphknotenkrebs) zu verstehen und mit mathematischen Modellen zu erklären. Das BMBF finanziert nun im Rahmen seiner e:Med-Initiative den neuen Forschungsverbund, der die Nutzung der gewonnenen theoretischen Einblicke in die inneren Mechanismen eines Tumors vorantreiben wird, um so die medizinische Versorgung von Patienten mit Lymphknotenkrebs zu verbessern. Dazu werden Projektteams aus Mathematikern und Medizinern intensiv zusammenarbeiten.

„Unsere neuen mathematischen Einsichten in die inneren Mechanismen eines Lymphoms lassen diese Krankheit in einem völlig anderen Licht erscheinen. Heute wissen wir, dass jedes Lymphom so individuell ist, wie der Patient, der daran erkrankt ist. Wir können im Computer modellieren, was in den biochemischen und genetischen Prozessen der Krebszellen defekt ist. So wollen wir Ärzte dabei unterstützen, gezielt therapeutisch in diese Prozesse einzugreifen und eine auf den Tumor eines Patienten maßgeschneiderte Therapie auszuwählen“, erklärt Prof. Spang, der Koordinator des Verbundprojektes.

Weitere Informationen zu den Forschungsaktivitäten der Arbeitsgruppe von Prof. Spang unter:
http://genomics.uni-regensburg.de/site/spang-group

Ansprechpartner:
Prof. Dr. Rainer Spang
Universität Regensburg
Institut für Funktionelle Genomik
Lehrstuhl für Statistische Bioinformatik
Tel.: 0941 / 943-5053
eMail: Rainer.Spang@ur.de

Alexander Schlaak Referat II/2, Kommunikation, Universität Regensburg
Prof. Dr. Rainer Spang, Universität Regensburg, Institut für Funktionelle Genomik, Lehrstuhl für Statistische Bioinformatik, Tel.: 0941 943-5053, eMail: Rainer.Spang@ur.de
11.03.2015
22.06.2017, 11:21 | dre
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