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  • Denise Reimbold

Experimentelle Medizin

Neues Studienprogramm "Experimentelle Medizin" an der Universität Münster

Schon jetzt spielen die Naturwissenschaften eine wichtige Rolle im Medizinstudium - hier eine Aufnahme aus dem Chemie-Praktikum. © Foto: Chr. Albiker
Schon jetzt spielen die Naturwissenschaften eine wichtige Rolle im Medizinstudium - hier eine Aufnahme aus dem Chemie-Praktikum. © Foto: Chr. Albiker

Mit einem neuen Studienprogramm zur experimentellen Medizin können Studierende der Humanmedizin an der Universität Münster nun zusätzlich grundlagenwissenschaftliche und laborexperimentelle Kompetenzen erwerben. Das Programm richtet sich an angehende Mediziner, die in die Forschung gehen wollen.

Medizinische Forschung ist schon lange nicht mehr denkbar ohne enge Kooperation mit den Naturwissenschaften. Jetzt beginnt die Verzahnung schon im Studium: Die Medizinische Fakultät der Universität Münster führt ein neues Studienprogramm zur experimentellen Medizin ein. Mit dem Angebot, das in dieser Form bundesweit einzigartig ist, können Studierende der Humanmedizin zusätzlich - und parallel zu ihrem „Hauptfach“ - grundlagenwissenschaftliche und insbesondere laborexperimentelle Kompetenzen erwerben. Adressaten sind angehende Mediziner, die später in die Forschung gehen wollen. Mit dem neuen Studiengang reagiert die Fakultät zugleich auf die Empfehlungen des Wissenschaftsrats und der Deutschen Forschungsgemeinschaft, Medizinstudierende stärker für die eigenständige Forschung zu qualifizieren und sie als „clinician scientists“ (klinische Forschende) zu gewinnen.

Den Einstieg in das Programm bildet eine „Junior Class Experimentelle Medizin“, in der die Studierenden Einblicke in die theoretischen Grundlagen und aktuellen Projekte der biomedizinischen Forschung erhalten. Außerdem erwerben sie solide Kenntnisse der praktischen zell- und molekularbiologischen Laborarbeit. Die Junior Class ist gedacht für Studierende der Humanmedizin in den ersten Fachsemestern und umfasst 15 Plätze pro Semester, womit sie etwa ein Zehntel der Semesterstärke bei den münsterschen Medizinstudenten aufnehmen könnte. Die Junior Class startet noch in diesem Sommersemester.

Der Masterstudiengang „Experimentelle Medizin“ baut dann auf sie auf und vertieft Kenntnisse und Fähigkeiten in der laborexperimentellen Forschung. Sein Auftakt ist geplant für das Wintersemester 2016/17, danach soll pro Semester eine 15-köpfige Kohorte folgen. Für den erfolgreichen Abschluss erhalten Absolventen den Titel Master of Science (M.Sc.), mit dem sie sich um Promotionsplätze in naturwissenschaftlichen Graduiertenschulen bewerben können. „Mit dem Angebot wenden wir uns an eine bestimmte, prozentual eher kleine, aber an Forschung hochgradig interessierte Gruppe von Studierenden, für die der ohnehin schon stark nachgefragte Studienort Münster nun noch interessanter werden wird“, sagt Prof. Wilhelm Schmitz, Dekan der Medizinischen Fakultät. Er verweist darauf, dass der Masterstudiengang eng mit dem Exzellenzcluster „Cells in Motion“ verknüpft sei: „Unsere Erwartung ist, über den Studiengang hoch qualifizierten Nachwuchs für Studienort sowie Cluster gewinnen und mit anschließenden Karriereplänen dauerhaft halten zu können“, so Schmitz.

Weitere Informationen erhalten Interessenten bei einer Informationsveranstaltung am 21. Mai 2015 (18.00 Uhr, Hörsaal im Institutsgebäude Waldeyerstraße 15) sowie auf der Website des Studienprogramms (http://www.expmed.uni-muenster.de).

Dr. Christina Heimken, Presse- und Informationsstelle, Westfälische Wilhelms-Universität Münster
Dr. Thomas Bauer, Dekanat der Medizinischen Fakultät der Westfälischen Wilhelms-Universität Münster, Ressort Presse & Public Relations, Tel.: 0251 - 83 58 93 7, eMail: thbauer@uni-muenster.de
21.04.2015
22.06.2017, 11:21 | dre
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