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Universitätsspital Bern

Radioaktiver Marker macht Nanopartikel im Körper sichtbar

Fahne der Schweiz. © Foto: Andrea Damm / pixelio.de
Fahne der Schweiz. © Foto: Andrea Damm / pixelio.de

Immer häufiger werden in der Medizin Nanopartikel eingesetzt, beispielsweise in der Therapie von Tumoren. Im Körper eines Patienten sind diese aber nur schwer nachzuverfolgen. Ein neuer Marker macht die Partikel nun über einen längeren Zeitraum sichtbar, was in Zukunft zu einer verbesserten Patientenversorgung führen soll.

Ärzte profitieren immer mehr von der Möglichkeit, Nanopartikel als Wirkstoffträger einzusetzen; dies beispielsweise in der Therapie von Tumoren, Entzündungen und degenerativen Erkrankungen. Dabei werden winzige Teilchen in den Blutkreislauf des Patienten eingebracht. Diese sind so klein, dass man sie unter einem normalen Mikroskop nicht sieht. Das Blut transportiert die Nanopartikel zum kranken Gewebe, wo sie zur besseren Heilung beitragen. Das Problem: Sind die Teilchen einmal im Körper eines Patienten, sind sie kaum nachzuverfolgen. Dies erschwert eine gezielte Behandlung des kranken Gewebes.

Unter der Leitung von Dr. Martin A. Walter hat eine Gruppe von Berner Forschern nun einen radioaktiven Marker entwickelt, der Nanopartikel im Körper über einen längeren Zeitraum sichtbar macht. Damit sind Ärzte in Zukunft in der Lage, Nanopartikel im Körper eines Patienten nachzuverfolgen, ihre Anzahl zu messen und mit Hilfe bildgebender Verfahren darzustellen.

Martina Leser, Bereich Kommunikation und Marketing, Universitätsspital Bern
Markus Hächler, Stv. Leiter Kommunikation und Marketing, Tel.: 0041 31 632 41 59, eMail: markus.haechler@insel.ch
25.08.2014
22.06.2017, 11:21 | tsc
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