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Universität Würzburg

Weltweit häufig zitierte Forscher

Frank Würthner. © Foto: Foto privat
Frank Würthner. © Foto: Foto privat

Andreas Rosenwald erforscht die Ursachen von Blut- und Lymphknotenkrebs. Dies sind relativ häufig auftretende, bösartige Erkrankungen, die von Zellen des Knochenmarks (Leukämien) oder des lymphatischen Systems (Lymphome) ausgehen. Durch umfangreiche Analysen des Erbguts der Tumorzellen (genomische Analysen) ist es in den vergangenen zehn Jahren gelungen, die Vielzahl der unterschiedlichen Lymphomtypen präziser zu definieren.

Zwei Würzburger Professoren sind neu mit dem Prädikat „häufig zitierter Forscher“ ausgezeichnet worden. Das bedeutet, dass ihre Arbeiten in der weltweiten Wissenschaftsszene sehr stark beachtet werden.

Andreas Rosenwald, Leiter des Instituts für Pathologie, und Frank Würthner, Inhaber des Lehrstuhls für Organische Chemie II, gehören neu zu den „Highly Cited Researchers“. Ihre Forschungsergebnisse wurden in den vergangenen zehn Jahren weltweit besonders oft von anderen Wissenschaftlern zitiert. Die Zitationshäufigkeit gilt als Messgröße für die wissenschaftliche Qualität einer Arbeit. Ermittelt wurden die Werte vom US-Unternehmen Thomson Reuters, das dafür auf wissenschaftliche Datenbanken zurückgriff.

Andreas Rosenwald erforscht die Ursachen von Blut- und Lymphknotenkrebs. Dies sind relativ häufig auftretende, bösartige Erkrankungen, die von Zellen des Knochenmarks (Leukämien) oder des lymphatischen Systems (Lymphome) ausgehen. Durch umfangreiche Analysen des Erbguts der Tumorzellen (genomische Analysen) ist es in den vergangenen zehn Jahren gelungen, die Vielzahl der unterschiedlichen Lymphomtypen präziser zu definieren, so dass Leukämie- und Lymphompatienten heute von einer tumorspezifischen, zielgerichteten Therapie profitieren können. Zusammen mit vielen anderen Wissenschaftlern und klinischen Kollegen arbeitet er daran, diese modernen genetischen Methoden noch mehr als bisher in die Diagnostik und die Therapieentscheidung von Patienten mit Blut- oder Lymphknotenkrebs einfließen zu lassen.

Frank Würthner ist einer der Begründer des Gebiets der supramolekularen Farbstoffchemie und entwickelt Funktionsfarbstoffe für Anwendungen in der organischen Elektronik und Photovoltaik. Würthner will auch Farbstoff-basierte Materialien entwickeln, die mit Hilfe von Sonnenlicht Brennstoffe erzeugen können. Hierzu setzt er auf biomimetische Konzepte und entwickelt synthetische Nanoreaktoren, in denen Farbstoffe ähnlich wie in den natürlichen Photosyntheseapparaten die Energie des Sonnenlichts einsammeln und anschließend zur photokatalytischen Wasserspaltung nutzen können. Dieses Ziel verfolgt er als Mitglied im bayerischen Forschungsnetzwerks „Solar Technologies go Hybrid“, das vom bayerischen Wissenschaftsministerium mit 50 Millionen Euro gefördert wird.

Gunnar Bartsch, Presse- und Öffentlichkeitsarbeit, Julius-Maximilians-Universität Würzburg
Robert Emmerich, Redakteur, Tel.: 0931/31 82750, Fax: 0931/31-2610, eMail-Adresse: presse@zv.uni-wuerzburg.deSanderring 2, 97070 Würzburg, Deutschland, Bayern
24.06.2014
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