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  • Thomas Schönemann

Apfelbeeren

Beeren verbessern Ergebnisse der Chemotherapie

Die Apfelbeere (Aronia). © Foto: Kati Siegel / pixelio.de
Die Apfelbeere (Aronia). © Foto: Kati Siegel / pixelio.de

Wildwachsende Beeren aus Nordamerika könnten laut einer Studie der University of Southampton und des King's College Hospital eine Rolle bei der Behandlung von Krebs spielen. Apfelbeeren tragen laut den Experten in Kombination mit den bereits eingesetzten Medikamenten dazu bei, dass mehr Krebszellen absterben.

Bis jetzt wurden jedoch erst im Labor Tests an Krebszellen durchgeführt. Experten wie Henry Scowcroft von Cancer Research UK http://www.cancerresearchuk.org betonen jedoch, dass die Wirksamkeit dieser Beeren erst näher erforscht werden muss. Das gelte vor allem für Studien mit Patienten. Die Forscher testeten den Beerenextrakt an Proben von Bauchspeicheldrüsenkrebs.

Absterben von mehr Krebszellen

Diese Krebsart ist schwer zu behandeln. Nach der Diagnose leben die Patienten durchschnittlich noch sechs Monate. Es zeigte sich, dass der Extrakt der Apfelbeeren in Kombination mit dem Medikament Gemcitabin dazu führte, dass mehr Krebszellen abstarben, als wenn nur das bei der Chemotherapie eingesetzte Medikament verwendet wurde. Bei normalen Körperzellen hatten die Apfelbeeren keine derartige Wirkung.

Weitere Erhebungen erforderlich

Die Wissenschaftler gehen im Journal of Clinical Pathology http://jcp.bmj.com davon aus, dass die in den Beeren enthaltenen Polyphenole die Anzahl der Krebszellen verringern. Das Team führte in der Vergangenheit bereits eine ähnliche Studie mit Gehirnkrebszellen durch. Apfelbeeren wachsen im Osten Nordamerikas in Feuchtgebieten und Sümpfen.

Laut dem leitenden Wissenschaftler Bashar Al Waleed muss in weiteren Untersuchungen jedoch noch genauer erforscht werden, wie Chemotherapie und Beeren gemeinsam wirken. "Derzeit können wir nicht dazu raten, sich Präparate aus diesen Beeren zu kaufen. Wir stehen noch ganz am Anfang unserer Arbeit."

Pressetext.Redaktion / pte20140918016
Michaela Monschein, Tel.: +43-1-81140-300, eMail: monschein@pressetext.com
18.09.2014
22.06.2017, 11:21 | tsc
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