• KAM [+]
  • Thomas Schönemann

Ernährungsunsinn des Monats Juni 2014

Fast-Food-Restaurants & Übergewicht: Kein Zusammenhang

Currywurst & Pommes. © Foto: kai Stachowiak / pixelio.de
Currywurst & Pommes. © Foto: kai Stachowiak / pixelio.de

Wer in der Nähe von Fast-Food-Restaurants lebt und arbeitet, der wird dick, so die Titel zahlreicher Medienberichte. Basis dieser Zeitgeist-Meldungen war wie so oft eine Beobachtungsstudie. „Grundsätzlich kann eine Beobachtungsstudie keine Kausalität, also keine Ursache-Wirkungs-Beziehung belegen“, erklärt Ernährungswissenschaftler Uwe Knop.

„.... aber was hier an Daten geboten wird, das taugt nicht einmal als Korrelation, sondern nur für herzhafte Lacher: umgerechnet drei Pommes am Tag können das Risiko für Fettleibigkeit verdoppeln, so das Fazit der Autoren im renommierten British Medical Journal BMJ.“ Noch Fragen? Sicher nicht…

Doch! Für Udo Pollmer, Wissenschaftlicher Leiter des Europäischen Instituts für Lebensmittel- und Ernährungswissenschaften (EU.L.E. e.V.) stellen sich zwei Fragen: „Wie kommt ein derartiger Nonsens ins BMJ? Und was geht eigentlich in Redaktionen vor, die diesen Quatsch verbreiten? Darf man denen überhaupt noch etwas glauben?“

Schaut man sich Studie genauer an, wird die „Anti-Fast-Food-Propaganda“ noch absurder: Denn hier wurde nicht der Besuch und Verzehr in diesen Gaststätten analysiert - sondern es ging ausschließlich darum, wie viel der Schnell-Restaurants ("takeaway food outlet" – was in England oft genug auch indische und besonders chinesische Küche ist) sich in der Nähe des Wohnorts, des Arbeitsplatzes und auf dem Arbeitsweg der Studienteilnehmer befanden. Der tatsächliche Verzehr von Pommes, Pizza, Burgern & Co. hingegen wurde willkürlich geschätzt: Probanden mit den meisten Fastfood-Restaurants in der Nähe konsumierten diesen Schätzungen zufolge 5,7 Gramm – das entspricht etwa 3 (!) Pommes frites – mehr Fastfood pro Tag als die Gruppe mit den wenigsten Gaststätten in der Umgebung ....

Den vollständigen Text und zusätzliches kostenloses Material finden Sie auf www.euleev.de/lebensmittel-und-ernaehrung/ernaehrungsunsinn-des-monats

Der „Ernährungsunsinn des Monats“ erscheint regelmäßig – und zwar immer anlässlich grob fahrlässiger Ernährungs-PR von Universitäten, Instituten & Co., die via bewusste Lancierung von Fehlinformationen den Medien und damit den Bürgern Ernährungsideologie unterjubeln wollen. Wenn Sie den „Ernährungsunsinn des Monats“ auch in Zukunft erhalten möchten, melden Sie sich einfach auf der Website des EU.L.E. e.V. für den NEWSLETTER an (rechts oben, kostenlos und unverbindlich). Die jüngsten „Ernährungsunsinne“ finden Sie im Archiv.

Pressemitteilung EU.L.E. e.V.
Europäisches Institut für Lebensmittel- und Ernährungswissenschaften (EU.L.E. e.V.), Uwe Knop, Ernährungswissenschaftler, Tel.: 069 / 17071735, eMail: presse@echte-esser.de
03.06.2014
22.06.2017, 11:21 | tsc
Zurück