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Dagmar Wujastyk

Yoga, Ayurveda und indische Alchemie in der heutigen Medizin

Die Indologin Dagmar Wujastyk kommt mit einem ERC Starting Grant im Frühjahr 2015 von der Universität Zürich an die Universität Wien. © Foto: Privat
Die Indologin Dagmar Wujastyk kommt mit einem ERC Starting Grant im Frühjahr 2015 von der Universität Zürich an die Universität Wien. © Foto: Privat

Dagmar Wujastyk ist Indologin und Expertin für Geschichte der südasiatischen Medizin und erhält einen mit 1,4 Millionen Euro dotierten ERC Starting Grant für ihr Forschungsprojekt. Neben der Mikrobiellen Ökologin Dagmar Woebken und der Evolutionsbiologin Angela Hancock ist sie die dritte Wissenschafterin der Universität Wien, die aktuell eine derart hohe Auszeichnung erhält. Damit werben die drei jungen Forscherinnen insgesamt über 4,4 Millionen Euro Drittmittel erfolgreich für die Universität Wien ein. Die Universität Wien setzt ihren Erfolgskurs fort. Seit 2007 wurden 28 ERC-Grants eingeworben.

Die Indologin und Expertin für Geschichte der südasiatischen Medizin Dagmar Wujastyk erhält den ERC Starting Grant für ihr Projekt "Medicine, Immortality, Moksha: Entangled Histories of Yoga, Ayurveda and Alchemy in South Asia". Im Rahmen des Projekts erforscht Wujastyk die historischen Hintergründe der Verbindungen zwischen den drei südasiatischen Disziplinen des Yoga, Ayurveda und der indischen Alchemie und Iatrochemie. Sie untersucht, inwiefern der gegenseitige Austausch zwischen diesen Disziplinen in der mittelalterlichen und frühmodernen Periode zur heutigen medizinischen Ausrichtung des modernen Yoga geführt hat. Yoga, Ayurveda und die traditionelle indische iatrochemische Pharmakologie gelten heute in Indien als alternative therapeutische Systeme zur Biomedizin und werden vom Staat gefördert. Das wachsende Interesse am therapeutischen Nutzen dieser Disziplinen ist u.a. daran ersichtlich, dass Premierminister Narendra Modi jüngst ein Ministerium für Yoga, Ayurveda und andere indische Medizinsysteme einrichten ließ.

Dagmar Wujastyk, geb. 1975 in Bergisch-Gladbach in Deutschland, studierte an der Friedrich-Wilhelms-Universität Bonn Indologie und absolvierte 2010 ihr Doktorat "Medical ethics in the Sanskrit medical classics" ebendort. Anschließend hat sie an der Cambridge University und der Universität Zürich geforscht und gelehrt. "Ich komme im Frühjahr 2015 mit meinem ERC Starting Grant Projekt an die Universität Wien, da das Institut für Südasien-, Tibet- und Buddhismuskunde der philologisch-kulturwissenschaftlichen Fakultät international renommiert ist. Es bietet ideale Voraussetzungen für das Studium der klassischen indischen Medizintraditionen", so die Indologin Wujastyk.

Insgesamt bereits 28 ERC Grants für die Universität Wien

Seit 2007 wurden bisher zwölf ForscherInnen mit einem ERC Advanced Grant ausgezeichnet: Walter Pohl (Geschichte), Gerhard J. Herndl (Meeresbiologie), Herlinde Pauer-Studer und Martin Kusch (Philosophie), Tecumseh Fitch (Kognitionsbiologie), Michael Wagner (Mikrobielle Ökologie), Anton Zeilinger und Markus Arndt (Physik), Monika Henzinger (Informatik) sowie Adrian Constantin, Walter Schachermayer und Ludmil Katzarkov (alle Mathematik). Dank nunmehr 14 ERC Starting Grants und je einem ERC Proof of Concept und einem ERC Consolidator Grant liegt die Universität Wien nunmehr bei 28 ERC-Förderungen.

Weitere Informationen: http://erc.europa.eu

Wissenschaftlicher Kontakt
Dr. Dagmar Wujastyk
derzeit noch an der
Universität Zürich
dagmar.wujastyk@uzh.ch

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1365 gegründet, feiert die Alma Mater Rudolphina Vindobonensis im Jahr 2015 ihr 650-jähriges Gründungsjubiläum mit einem vielfältigen Jahresprogramm – unterstützt von zahlreichen Sponsoren und Kooperationspartnern. Die Universität Wien bedankt sich dafür bei ihren KooperationspartnerInnen, insbesondere bei: Österreichische Post AG, Raiffeisen NÖ-Wien, Bundesministerium für Wissenschaft, Forschung und Wirtschaft, Stadt Wien, Industriellenvereinigung, Erste Bank, Vienna Insurance Group, voestalpine, ÖBB Holding AG, Bundesimmobiliengesellschaft, Mondi. Medienpartner sind: ORF, Die Presse, Der Standard.

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Stephan Brodicky Öffentlichkeitsarbeit, Universität Wien
Mag. Veronika Schallhart, Pressebüro der Universität Wien, Forschung und Lehre, 1010 Wien, Universitätsring 1, Tel.: +43-1-4277-175 30, Mobil: +43-664-602 77-175 30, eMail: veronika.schallhart@univie.ac.at
18.12.2014
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