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  • Thomas Schönemann

Biologische Krebsabwehr

Krebskongress: Heilung ist immer möglich

Über 900 Patientinnen und Patienten, Mediziner und Therapeuten informierten sich zwei Tage lang intensiv in Vorträgen und Seminaren über ganzheitliche Krebstherapie. © Foto: Gabriele Schilgen/GfBK
Über 900 Patientinnen und Patienten, Mediziner und Therapeuten informierten sich zwei Tage lang intensiv in Vorträgen und Seminaren über ganzheitliche Krebstherapie. © Foto: Gabriele Schilgen/GfBK

Kompetente Krebskranke, die selbstbestimmt und in Würde ihrer Krankheit begegnen. Mit diesem Bild eröffnete Kongressleiter Dr. med. György Irmey am Samstag den 17. Patienten-Arzt-Kongress der Gesellschaft für Biologische Krebsabwehr e. V. (GfBK). Über 900 Patientinnen und Patienten, Mediziner und Therapeuten informierten sich zwei Tage lang intensiv in Vorträgen und Seminaren über ganzheitliche Krebstherapie.

Patientenkompetenz hatte die GfBK zum Motto des diesjährigen Kongresses gemacht, das große Potential an eigenen Kräften, die Patienten für ihre Gesundung nutzen können. „Zur ärztlichen Aufgabe gehört nicht nur die ‘Bekämpfung des Krebses‘, sondern die Förderung der Selbstwirksamkeit”, heißt es in einer Stellungnahme der Gesellschaft anlässlich des Kongresses. „Da haben wir in der noch Medizin viel Entwicklungspotenzial”, kommentierte Dr. Irmey. „Die Medizin von innen wird an den Hochschulen nicht gelehrt”, kritisierte auch der bekannte Onkologe Dr. med. Walter Weber im Eröffnungsvortrag über Spontanremissionen bei Krebs.

Spontane Verläufe
„Krebs verläuft in Schüben und kann auch rückläufig sein″, sagte Dr. Weber. Er habe viele Spontanremissionen in seiner Praxis erlebt, etwa bei jedem 20. Patienten. Warum bildet sich ein Krebs zurück? Dr. Weber zitierte dazu wissenschaftliche Studien. Demnach übernehmen Patienten mit Spontanremissionen die Verantwortung für sich, sie ändern Muster in ihrem eigenen Leben, die sich als ungünstig für die Gesundheit herausgestellt haben. Sie entwickeln wieder Kreativität. Sie sind gläubig oder spirituell und erkennen an, dass es etwa Größeres gibt als sie selbst.

„Wichtig ist, anzuerkennen, dass die Erkrankung etwas mit dem eigenen Leben zu tun hat”, so Dr Weber weiter. „Was ist in meinem Leben geschehen? Welchen Einfluss kann ich selbst auf das Krankheitsgeschehen nehmen?” Es gehe nicht um Selbstvorwürfe und Schuldgefühle, denn die lähmen.

„Hinschauen und für sich Verantwortung übernehmen”, war der Rat von Barbara Kunze, die 2010 an Brustkrebs erkrankte. Barbara Kunze war eine der ehemaligen Patientinnen und Patienten, die auf dem Kongress eindrucksvoll über ihre Heilungsverläufe berichteten. „Ich habe Wohlergehen, Energie und Gesundheit zurückgewonnen”, sagt sie heute. Alle Patienten betonten, wie wichtig es sei, aus der Angst und der Opferhaltung zu kommen. Sie sind selbst aktiv geworden, habe neue Ressourcen entdeckt und für sich selbst ge-sorgt.

Abwehr stärken
Mit welchen biologischen Mitteln Menschen gezielt ihre Abwehrkräfte stärken können, war Thema verschiedener Fachvorträge. So hemmen z. B. Schwermetalle wie Cadmium, Quecksilber, Eisen oder Kupfer die Aktivität von Abwehrzellen und sind ein Co-Faktor bei Krebserkrankungen. Deshalb sei Entgiftung, Entsäuerung und Entschlackung eine wichtige Voraussetzung der Heilung, so Dr. med. Ralf Oettmeier. Wie ein guter Vitamin-D-Spiegel das Risiko einer Krebserkrankung senkt, zeigte Prof. Dr. med. Jörg Spitz an aktuellen Studien.

Ein Seminar am Sonntag widmete sich ganzheitlichen Ansätzen bei Prostatakrebs. An Prostata-Ca. erkranken jährlich 70.000 Männer in Deutschland. Dr. med. Herbert Blie-meister berichtete, wie sich mit Hilfe der DNA-Diagnostik genauer die Bösartigkeit von Tumoren einschätzen lässt. Dr. med. Thomas Dill aus Heidelberg stellte moderne, schonende, organerhaltende Therapien vor wie die Irreversible Elektroporation (IRE). Bei dieser minimal-invasiven Behandlungsmethode werden Tumorzellen durch örtlich begrenzte elektrische Felder zerstört.

Die Gesellschaft für Biologische Krebsabwehr e. V. (GfBK) ist ein unabhängiger, gemeinnütziger Verein, der seit 33 Jahren Krebspatienten, Angehörige und Therapeuten unterstützt. Mit über 20.000 Mitgliedern und Förderern ist sie die größte Beratungsorganisation für ganzheitliche Medizin gegen Krebs im deutschsprachigen Raum.

Die GfBK setzt sich ein für eine individuelle, menschliche Krebstherapie, in der naturheilkundliche Methoden besonders berücksichtigt werden. Die Gesellschaft berät kostenfrei und unabhängig über bewährte biologische Therapieverfahren. Die Arbeit wird ausschließlich durch Mitgliedsbeiträge und private Spenden finanziert. Das Deutsche Zentralinstitut für soziale Fragen (DZI) hat der GfBK das Spendensiegel zuerkannt.

Pressemitteilung GfBK
Rainer Lange, Gesellschaft für Biologische Krebsabwehr e.V. (GfBK), Tel.: 06221 / 4332108, eMail: presse@biokrebs.de
10.05.2015
22.06.2017, 11:21 | tsc
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