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  • Thomas Schönemann

Ernährungsunsinn September 2014

Lebensverlängernde Ernährung: Nächste Studie, nächste Schlappe!

Obst und Gemüse. © Foto: Lupo / pixelio.de
Obst und Gemüse. © Foto: Lupo / pixelio.de

Mitten ins Sommerloch kolportierte eine Pressemeldung des DKFZ bekannte Ernährungsmythen: Wer viel Obst und Gemüse isst und wenig rotes Fleisch und Wurst verzehrt, der lebt angeblich länger[1]. Doch es fehlen die nötigen Details, um die „lebensverlängernde“ Wirkung von Obst und Gemüse bestätigen zu können.

Ebenfalls verzichtet wurde auf den Hinweis, dass es sich bei dieser EPIC-Analyse - wie fast immer in der Ernährungsforschung - um eine Beobachtungsstudie handelt, die keine Ursache-Wirkungs-Beziehung erlaubt. „Schaut man sich die Originalstudie en detail an, dann sieht man, dass auch dieses Paper erneut nur blutleeren, willkürlich konstruierten Ernährungsunsinn liefert“, erklärt Ernährungswissenschaftler Uwe Knop.

Obst & Gemüse „verlängert“ nur das Gesicht des Lesers!

Es ist wohl kein Zufall, dass Obst und Gemüse nicht im Abstract erwähnt werden: In der Studie wurden die Obst- und Gemüse-Esser nur in zwei Gruppen eingeteilt - hoher Verzehr (mehr als 200 Gramm am Tag) und niedriger Verzehr (unter 200 Gramm am Tag)[2]. Diese Einteilung erlaubt jedoch keine differenzierte Aussage. „Offenbar passten die Korrelationen irgendwie nicht“, vermutet Udo Pollmer, wissenschaftlicher Leiter des Europäischen Instituts für Lebensmittel- und Ernährungswissenschaften (EU.L.E. e.V.), „denn die beiden „Gruppen“ sind nicht nachvollziehbar: Schließlich sind 200 Gramm aus der Sicht der Ernährungsfunktionäre alles andere als ein hoher Konsum: sie fordern einen Mindestverzehr von 400 Gramm (DGE) oder gar 650 Gramm (WHO).“ ...

Den vollständigen Text und zusätzliches kostenloses Material finden Sie auf www.euleev.de/477-ernaehrungsunsinn-des-monats-september-2014-lebensverlaengernde-ernaehrung

Hinweis: Der „Ernährungsunsinn des Monats“ erscheint regelmäßig – und zwar immer anlässlich grob fahrlässiger Ernährungs-PR von Universitäten, Instituten & Co., die via bewusste Lancierung von Fehlinformationen den Medien und damit den Bürgern Ernährungsideologie unterjubeln wollen. Wenn Sie den „Ernährungsunsinn des Monats“ auch in Zukunft erhalten möchten, melden Sie sich einfach auf der Website des EU.L.E. e.V. für den NEWSLETTER an (rechts oben, kostenlos und unverbindlich). Die jüngsten „Ernährungsunsinne“ finden Sie im Archiv.

Kontakt:
Europäisches Institut für Lebensmittel- und Ernährungswissenschaften (EU.L.E. e.V.) / 80339 München

Wissenschaftliche Leitung: Udo Pollmer, Lebensmittelchemiker
eMail: UPollmer@aol.com
Tel.: +49 (0) 7267 911180

Pressemitteilung Europäisches Institut für Lebensmittel- und Ernährungswissenschaften (EU.L.E. e.V.)
Uwe Knop, Ernährungswissenschaftler, eMail: presse@echte-esser.de Fon: +49 (0) 69 17071735
19.09.2014
22.06.2017, 11:21 | tsc
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