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  • Thomas Schönemann

Universitätsklinikum Essen

Mit Sport und Bewegung den Krebs bekämpfen

Kostenfreie Sportaktion für krebskranke Patienten in Essen. © Foto: AOK-Mediendienst
Kostenfreie Sportaktion für krebskranke Patienten in Essen. © Foto: AOK-Mediendienst

Sport tut gut und spendet Lebensmut – auch krebskranken Menschen. Deshalb gibt es am Universitätsklinikum Essen (UK Essen) mehrere Angebote, um Patienten zur Bewegung zu motivieren. Wer sich bisher noch nicht sportlich betätigt hat, kann sich am 19.09.2014 von 15.00 bis 18.00 Uhr im Gymnastikraum der Universitäts-Frauenklinik kostenfrei von der positiven Wirkung des Sports überzeugen lassen.

Unter der Leitung von Sporttherapeutin Sibylle Marcin können Betroffene bei einem „Schnupperkurs“ Bewegungsangebote ausprobieren und erfahren, wie bereichernd Bewegung auch bei einer Krebserkrankung sein kann. Vor Ort stehen Übungen zur Muskelkräftigung, Ausdauersteigerung und Verbesserung der Koordination im Mittelpunkt.

„Eine Krebserkrankung und die sich oft anschließende Chemotherapie bzw. Bestrahlung sind beträchtliche Belastungen für den Körper. Das kann dazu führen, dass Belastbarkeit und Koordination sich spürbar verschlechtern. Deshalb ist es besonders wichtig, sich sportlich zu betätigen. Mit unserem kostenlosen ‚Schnupperkurs‘ möchten wir Menschen motivieren, sich mehr zu bewegen und ihren Körper so im Kampf gegen den Krebs zu unterstützen – auch während der Nachsorge. Denn so können Patienten die Verträglichkeit eingenommener Medikamente verbessern und gleichzeitig das Rückfallrisiko senken“, erläutert Dr. Oliver Hoffmann, Leiter des Schwerpunkts Plastisch-Rekonstruktive Chirurgie sowie des Brustzentrums, die Hintergründe des Angebots.

Während des dreistündigen Kurses können Interessierte an mehreren Stationen verschiedene Übungen ausprobieren: „Ob mit Thera-Bändern, Hanteln oder anderen Sportgeräten – ich bin mir sicher, dass für jeden etwas dabei ist und wir den einen oder anderen begeistern können, nach dem Training dabei zu bleiben“, ist sich Sibylle Marcin sicher. Eine Möglichkeit ist z. B. der Rehasport-Kurs für Tumorpatienten, den das Brustzentrum der Universitäts-Frauenklinik in Kooperation mit dem Essener Polizeisportverein (PSV) montagnachmittags um 16.30 und 17.30 Uhr anbietet. Die Krankenkassen unterstützen solche Maßnahmen: Sie übernehmen für Krebspatienten innerhalb von anderthalb Jahren die Kosten von bis zu 50 Rehasport-Stunden.

Hintergrundinformationen

Die gynäkologische Onkologie (Krebsbehandlung) an der Universitäts-Frauenklinik ist als „Behandlungsprogramm 4“ Teil des Westdeutschen Tumorzentrums Essen (WTZ). Das WTZ ist Deutschlands größtes Tumorzentrum, nahezu alle Kliniken und Institute des UK Essen sind hier beteiligt. Es umfasst 14 spezialisierte Therapieprogramme für Krebserkrankungen unterschiedlicher Organsysteme. Die Bedeutung der Onkologie als einer der drei Schwerpunkte des UK Essen zeigt auch die 2009 verliehene Auszeichnung des WTZ als „Onkologisches Spitzenzentrum", die die Deutsche Krebshilfe im vergangenen Jahr erneuert hat.

Nähere Informationen:
Dr. Oliver Hoffmann
Leiter Schwerpunkt Plastisch-Rekonstruktive Chirurgie; Brustzentrum
Universitäts-Frauenklinik Essen
Tel.. 0201/723-2742
oliver.hoffmann@uk-essen.de
www.uk-essen.de

Pressemitteilung Universitätsklinikum Essen
Kristina Gronwald, Stellvertretende Pressesprecherin, Stabsstelle Marketing und Kommunikation, Tel.: 0201 / 723-3683, eMail: kristina.gronwald@uk-essen.de
05.09.2014
22.06.2017, 11:21 | tsc
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