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  • Thomas Schönemann

Komplementäre Pflegekonzepte

Pflege mit kaltem Guss und aromatischen Ölen

Wir. © Foto: Margit Becker / pixelio.de
Wir. © Foto: Margit Becker / pixelio.de

Was verbirgt sich hinter komplementären Pflegekonzepten? Eine Datenbank der Stiftung Zentrum für Qualität in der Pflege (ZQP) verschafft Interessierten jetzt einen kompakten Überblick.

Ob Basale Stimulation, Bobath-Therapie oder naturheilkundliche Verfahren – komplementäre Pflegekonzepte gewinnen in der Pflege zunehmend an Bedeutung. Die Nachfrage nach ergänzenden Behandlungsmethoden insgesamt steigt. Allerdings ist über die tatsächliche Verbreitung und Wirksamkeit komplementärer Angebote in der Pflegepraxis noch wenig bekannt. Das Zentrum für Qualität in der Pflege hat daher eine Online-Übersicht entwickelt, die erstmalig systematisch über die in Deutschland relevanten Konzepte Auskunft gibt. Die frei zugängliche Datenbank verschafft beispielsweise professionell Pflegenden aber auch Verbraucherinnen und Verbrauchern einen schnellen Überblick zu Zielen, Anwendungspraxis, Kontakt- und Literaturhinweisen der Angebote.

„Zwar gibt es noch wenig Forschung zur Wirksamkeit von komplementären Verfahren in der Pflege, es finden sich aber Hinweise auf positive Effekte“, erklärt Dr. Ralf Suhr, Vorstandsvorsitzender des ZQP. Anwendungen wie spezielle Wickel und Auflagen oder die Umsetzung von komplexen Konzepten wie die anthroposophische Pflege böten die Chance, individuelle Bedürfnisse der pflegebedürftigen Menschen besser zu berücksichtigen und ihnen zugewandter zu begegnen, so Suhr.

Das ZQP will die Forschung in diesem Themenfeld weiter vorantreiben, um die Praxisrelevanz und Wirkungsweise von komplementären Pflegekonzepten künftig besser einschätzbar zu machen. Eine erste wissenschaftliche Pilotstudie, die die Stiftung gemeinsam mit anderen Partnern zu Kneipp-Verfahren durchführte, verdeutlicht die Potenziale. Demnach ließen sich Kneipp-Anwendungen gut in den Pflegealltag integrieren und böten die Möglichkeit, die Lebensqualität von Bewohnerinnen und Bewohnern sowie die Arbeitszufriedenheit der Pflegekräfte zu steigern. „Eine Gesellschaft des langen Lebens braucht Innovation – Versorgungskonzepte, die ein Ziel verfolgen: Prävention vor Pflege“, so Suhr.
Komplementäre Pflegeangebote orientieren sich an einem Menschenbild, das Körper, Seele und Geist ganzheitlich betrachtet. Sie haben das Ziel, die Selbstheilungskräfte des Menschen zu aktivieren. Eine Sichtweise, die viele Pflegende und Gepflegte gleichermaßen anspricht.

Mehr Hintergrundinformationen zu komplementären Pflegekonzepten und zur Datenbank finden Sie auf www.zqp.de

Pressemitteilung Zentrum für Qualität in der Pflege
Torben Lenz, Tel: 030 / 275 93 95 15, eMail: torben.lenz@zqp.de
14.10.2013
22.06.2017, 11:21 | tsc
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