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Universität Leipzig

Spät- und Langzeitfolgen nach hämatologischen Krebserkrankungen

Im Fokus: Psychische, körperliche und soziale Spät- und Langzeitfolgen einer hämatologischen Krebserkrankung und deren Behandlung. © Foto: SuBea / pixelio.de
Im Fokus: Psychische, körperliche und soziale Spät- und Langzeitfolgen einer hämatologischen Krebserkrankung und deren Behandlung. © Foto: SuBea / pixelio.de

Eine Studie an der Universität Leipzig untersucht die Spät- und Langzeitfolgen von Leukämie und verwandten Blutkrankheiten. Dabei sollen Einflüsse auf die psychische und körperliche Gesundheit sowie die Lebensqualität der Patienten bis zu 15 Jahre nach der Erkrankung identifiziert werden. Die José Carreras Leukämie-Stiftung e.V. fördert das auf drei Jahre angelegte Forschungsprojekt mit über 190.000 Euro.

Das Wissenschaftlerteam um Dr. Heide Götze und Prof. Dr. Anja Mehnert im Department für Psychische Gesundheit des Universitätsklinikums Leipzig betont, dass Patienten mit einer hämatologischen Krebserkrankung einer hohen Symptombelastung durch besonders invasive und toxische Behandlungen ausgesetzt sind. Deshalb ist die Untersuchung von Langzeit- und Spätfolgen besonders wertvoll.

Erfreulicherweise können Krebserkrankungen heute immer besser behandelt werden. Zusammen mit der gestiegenen Lebenserwartung gibt es daher immer mehr Menschen, die nach einer Krebserkrankung noch lange leben. Diese Entwicklung führt aber auch zu neuen Herausforderungen in Gesundheitsversorgung und Rehabilitation sowie zu wachsenden Unterstützungsbedürfnissen bei den Patienten. "Bislang wissen wir noch zu wenig über die körperlichen und psychosozialen Langzeit- und Spätfolgen der Erkrankung und in welchem Ausmaß sie den Alltag der Patienten beeinträchtigen", so Anja Mehnert, Leiterin der Abteilung Medizinische Psychologie und Medizinische Soziologie. Forschungsarbeiten in diese Richtung sind bisher rar.

Vor diesem Hintergrund will die Studie auch klären, welcher Einfluss auf die seelische Gesundheit, Erschöpfung und Lebensqualität besteht. Dazu sollen 1.000 Menschen schriftlich befragt werden, die innerhalb der vergangenen 15 Jahre an Blutkrebs erkrankten. Die Wissenschaftler interessiert weiterhin, welche medizinischen und psychosozialen Versorgungsangebote die Patienten in Anspruch nehmen und wie zufrieden sie mit der erhaltenen Unterstützung sind. Ziel ist es, eine möglichst optimale, bedarfsgerechte Behandlung und Betreuung herauszuarbeiten. "Wir wollen herausfinden, wodurch die Gesundheit nach solch einer Krebserkrankung gestärkt werden kann und damit einen Beitrag zur Verbesserung von Lebensqualität und -zufriedenheit leisten. Es ist großartig, dass die José Carreras Leukämie-Stiftung unser Vorhaben unterstützt", sagt Projektleiterin Götze.

Weitere Informationen/Kontakt für interessierte Studienteilnehmer:
Katharina Kuba (Katharina.Kuba@medizin.uni-leipzig.de) und Peter Esser (Peter.Esser@medizin.uni-leipzig.de)
Telefon: 0341 - 9718816
Link zum Forschungsprojekt

Diana Smikalla, Pressestelle, Universität Leipzig
Diana Smikalla, Presse- und Öffentlichkeitsarbeit, Medizinische Fakultät, Tel.: 0341/ 97 15798, eMail: diana.smikalla@medizin.uni-leipzig.de
27.02.2015
22.06.2017, 11:21 | tsc
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