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  • Thomas Schönemann

GIVE e.V.

Statement zum Editorial in den Annals of Internal Medicine vom 16.11.2013

Vitamine für die kalte Jahreszeit. © Foto: Dieter Schütz / pixelio.de
Vitamine für die kalte Jahreszeit. © Foto: Dieter Schütz / pixelio.de

Im Editorial der o. g. Fachpublikation bewerten Ärzte der John Hopkins School of Public Health, der Warwick Medical School sowie die Chefredakteurin des Journals den Nutzen von Nahrungsergänzungsmitteln auf Basis von insgesamt drei in den USA durchgeführten Studien. Diese untersuchten die Wirksamkeit von Multivitaminpräparaten bezüglich Prävention bzw. Verlauf von Herz-Kreislauf-Erkrankungen, Krebs und dem Abbau kognitiver Fähigkeiten. Diese pauschale Bewertung spiegelt sich nach Ansicht von GIVE e.V. nicht in den in diesem Journal präsentierten Studienergebnissen.

Im Editorial der o. g. Fachpublikation bewerten Ärzte der John Hopkins School of Public Health, der Warwick Medical School sowie die Chefredakteurin des Journals den Nutzen von Nahrungsergänzungsmitteln auf Basis von insgesamt drei in den USA durchgeführten Studien. Diese untersuchten die Wirksamkeit von Multivitaminpräparaten bezüglich Prävention bzw. Verlauf von Herz-Kreislauf-Erkrankungen, Krebs und dem Abbau kognitiver Fähigkeiten. Die Autoren des Editorials kommen zu dem Schluss, dass eine Supplementierung bei mit Mikronährstoffen ausreichend versorgten Erwachsenen keinen Nutzen zur Prävention chronischer Erkrankungen bringe oder sich positiv auf das Fortschreiten einer bereits vorhandenen Erkrankung auswirke. In bestimmten Fällen seien sie sogar potenziell schädlich. Ausgaben für Nahrungsergänzungsmittel seien daher, so das Fazit, Geldverschwendung.

Diese pauschale Bewertung spiegelt sich nach Ansicht von GIVE e.V. - die Gesellschaft zur Information über Vitalstoffe und Ernährung - nicht in den in diesem Journal präsentierten Studienergebnissen. So kommen die drei zitierten Arbeiten zwar zu dem Schluss, dass keine hinreichenden Beweise für einen gesundheitlichen Nutzen der Nahrungsergänzungsmittel vorlägen. Doch stellen die Studien auch fest, dass weitere Untersuchungen notwendig seien, um abzuklären, ob eine Nahrungsergänzung mit Multivitaminpräparaten bei Personen mit suboptimalem Versorgungsstatus oder Vitaminmangel zu positiven Effekten führt. Es entspricht daher nicht der wissenschaftlichen Sorgfaltspflicht, wenn im Editorial lediglich von einer Nutzlosigkeit von Nahrungsergänzungsmitteln bei ausreichend versorgten Personen, nicht aber auf die weiter vorhandene Möglichkeit eines positiven Effekts entsprechender Präparate bei Risikogruppen gesprochen wird. Auch der Hinweis, dass eine Supplementierung schädlich sein kann, steht nicht in Einklang mit den drei veröffentlichten Studien: Sie erbringen keine Belege für negative Auswirkungen von Multivitaminpräparaten.

Tatsache ist, dass Nahrungsergänzungsmittel lediglich einen Beitrag zu einer gesunden Lebensführung und zu einer ausgewogenen Ernährung leisten können: Wer gesund ist und sich ausgewogen ernährt, benötigt keine zusätzliche Zufuhr von Mikronährstoffen - diese Meinung teilt GIVE. Experten weisen darauf hin, dass die Wirk-samkeit einer Nahrungsergänzung mit Multivitamin- bzw. Multimineralstoffpräparaten von vielerlei Faktoren (u. a. der individuellen Ernährungsqualität, dem Gesundheitsstatus, dem Lebensstil oder genetischen Faktoren) abhängt. So ersetzen Nahrungsergänzungsmittel zwar keinesfalls eine ausgewogene, gesunde Ernährung, können aber für Menschen durchaus hilfreich sein, wenn diese nicht genügend Nährstoffe zu sich nehmen. Wichtig ist es für GIVE e.V. auch, dass Mikronährstoffpräparate nicht mit Medikamenten verwechselt werden. Medikamente werden eingesetzt, um Krankheiten zu behandeln und zu lindern. Mikronährstoffe hingegen sind essentiell für einen gesunden Zellstoffwechsels des Körpers.

Pressemeldung GIVE e.V.
GIVE e.V., Frau Sepideh Roozbiany, Geschäftsführerin, Tel.: 06172 / 2872890, Fax: 06172 / 2872892, eMail: info@giveev.de, V.i.S.d.P.: Dr. Henry Werner, 1. Vorsitzender, Pfizer Consumer Healthcare GmbH
19.12.2013
22.06.2017, 11:21 | tsc
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