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  • Thomas Schönemann

Hirntumore

Weihrauch und Hyperthermie können helfen

Weihrauch. © Foto: Florentine / pixelio.de
Weihrauch. © Foto: Florentine / pixelio.de

Bösartige Hirntumore gelten als schwer behandelbar. Die Therapien der Wahl sind Operation und/oder Bestrahlung. Die Behandlung der Tumoren im Gehirn verläuft dabei oft unbefriedigend. Biologische Methoden wie Hyperthermie und Weihrauch können die Behandlung von Hirntumoren wirksam ergänzen.

Vor allem Tumore wie Glioblastome haben eine schlechte Heilungschance. Die Astrozytome wachsen langsamer und sind weniger bösartig. Bei beiden Tumorarten kommt es jedoch oft schnell zu neuen Geschwulsten. Tumore im Gehirn – auch gutartige – sind für die betroffenen Menschen häufig mit starken Beschwerden wie Kopfschmerzen, Lähmungen oder Sprachstörungen verbunden und mindern die Lebensqualität.

„Komplementäre Therapien bieten die Möglichkeit, besser mit der Krankheit zu leben, das Befinden und die Lebensqualität zu verbessern und die Heilungschancen zu erhöhen", sagt Dr. Nicole Weis, ärztliche Beraterin der Gesellschaft für Biologische Krebsabwehr anlässlich des Welthirntumortages am 8. Juni.

Ein Beispiel ist die Therapie mit Weihrauchextrakten. Patienten, die sich wegen ihres Hirntumors einer Radiotherapie unterziehen müssen, leiden häufig unter Hirnödemen. Rund um den Tumor schwillt das Gewebe stark an. Die Ödeme verdrängen – oft mehr als der Tumor selbst – gesundes Nervengewebe. Kopfschmerzen, Lähmungen oder Sprachstörungen sind die Folge. Die Standardtherapie mit Kortison ist mit Nebenwirkungen wie Osteoporose, Diabetesneigung und erhöhtem Blutdruck, aber auch einer Immunschwäche verbunden. Ferner können Glukokortikoide Zellen von soliden Tumoren resistent gegenüber der Chemo- oder Strahlentherapie machen.

Aus der indischen Ayurveda-Medizin ist bekannt, dass Weihrauch hilft, Ödeme und entzündliche Gewebeschwellungen abzubauen und zu verhindern. „Mittlerweile haben Mediziner an mehreren Universitätskliniken Weihrauch bei Patienten mit Hirntumoren erfolgreich eingesetzt", sagt Dr. Nicole Weis. Die Beschwerden lassen sich so oft schon nach kurzer Zeit mindern oder beseitigen.

In einer Freiburger Studie aus dem Jahr 2011 zum Beispiel erhielten Hirntumorpatienten eine Woche lang neben der Radiotherapie einen Weihrauchextrakt. Bei 60 Prozent der Patienten verringerte sich das Hirnödem um mehr als 75 Prozent. Gleichzeitig sprach der Tumor besser auf die Radiotherapie an. Medizinisch wirksam sind dabei die im Weihrauch enthaltenen Boswelliasäuren.

Damit die Boswelliasäuren entzündungshemmend wirken und die Ödembildung vermindern, müssen die Weihrauchextrakte in hoher Dosierung angewendet werden. Präparate gibt es von indischem und afrikanischem Weihrauch. Im afrikanischen Weihrauch ist Untersuchungen zufolge mehr von der medizinisch wirksamen Boswelliasäure enthalten. Weihrauch verträgt sich mit allen anderen Arzneimitteln, kann also auch während einer Bestrahlung oder zusammen mit anderen Präparaten genommen werden.

Hyperthermie: Mit Wärme Krebszellen zerstören

Einige Kliniken können über sehr günstige Behandlungsergebnisse bei der regionalen Tiefenhyperthermie berichten. Dabei wird mit Radiowellen das bösartige Geschwulst gezielt von außen auf ca. 42° C erwärmt und die Krebszellen zerstört. Es lassen sich Rückbildungen des Tumors erreichen, teilweise auch vollständige Remissionen. Durch Wiederholung der Behandlung kann der Krankheitsverlauf für Monate und manchmal für Jahre gebremst werden (Hager/ASCO 2008 und Sahinbas/Cancer Therapy 2012). Hager und Sahinbas behandelten 179 Hirntumorpatienten mit der loko-regionaler Tiefenhyperthermie. Bei den Erkrankten war der Tumor zuvor nach Operationen sowie Chemo- und Strahlentherapie wieder gewachsen. Bei der Behandlung konnte bei einem hohen Anteil der Patienten die Krankheitsverläufe lang anhaltend stabilisiert werden, bei vielen bildete sich der Tumor teilweise oder auch komplett zurück.

Pressemitteilung Gesellschaft für Biologische Krebsabwehr e.V.
Rainer Lange, Gesellschaft für Biologische Krebsabwehr e.V., Tel.: 06221 / 4332108, eMail: presse@biokrebs.de
06.06.2014
22.06.2017, 11:21 | tsc
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