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Universitätsklinikum Ulm

Aktionstag gegen den Schmerz

Zehn Prozent der Gesamtbevölkerung in Deutschland leiden unter chronischen Rückenschmerzen. © Foto: Universitätsklinikum Ulm
Zehn Prozent der Gesamtbevölkerung in Deutschland leiden unter chronischen Rückenschmerzen. © Foto: Universitätsklinikum Ulm

Ca. 13 Mio. Menschen in Deutschland leiden an chronischen Schmerzen, ihre Lebensqualität und Leistungskraft sind oft stark eingeschränkt. Bei vielen Patienten dauert es Jahre, bis sie Zugang zu einer geeigneten Schmerztherapie erhalten. Mit dem bundesweiten 3. Aktionstag gegen den Schmerz machen die Deutsche Schmerzgesellschaft e.V. und Partnerorganisationen am 3. Juni auf die lückenhafte Versorgung aufmerksam.

Vorträge zur aktuellen Schmerztherapie im Ulmer Stadthaus
am 4. Juni 2014 ab 13 Uhr
Stadthaus Ulm, Münsterplatz 50, 89073 Ulm

Bundesweite kostenlose Hotline für Schmerzpatienten
am 3. Juni von 9:00 bis 18:00 Uhr
Tel: 0800 – 18 18 120

Schmerztherapeuten aus ganz Deutschland, auch aus Ulm, beantworten an einer kostenlosen Hotline Fragen von Schmerzpatienten. Am 4. Juni lädt das Überregionale Schmerzzentrum Ulm zu Vorträgen ins Ulmer Stadthaus.

„Viel hilft viel“ – diese Weisheit gilt bei der Schmerztherapie nicht. „Im Gegenteil“, warnt Dr. Hannes Hofbauer, Oberarzt der Sektion Schmerztherapie an der Ulmer Universitätsklinik für Anästhesiologie. „Bestimmte Schmerzen wie Kopfschmerzen können von den Medikamenten ausgelöst werden, die eigentlich Linderung bringen sollen. Viele Menschen gehen zudem sehr sorglos z.B. mit entzündungshemmenden Schmerzmitteln um. Bei einer Überdosierung sind die Nieren gefährdet, auch Herzprobleme bis zum Herzinfarkt können verursacht werden“, so Hofbauer, der die Informationsveranstaltung im Stadthaus organisiert und auch an der kostenlosen Telefonhotline zur Verfügung stehen wird. Welchen Schaden Schmerzmittel anrichten können, ist eines der Themen am 4. Juni im Ulmer Stadthaus.

Älterwerden geht für viele Menschen mit Schmerzen z.B. an Gelenken und Muskulatur einher. „Viele ältere Menschen ertragen ihre Schmerzen einfach. Oft bedeutet dies aber, dass sie weniger mobil sind und ihre sozialen Kontakte nicht mehr pflegen können. Das aber verschlechtert ihren generellen Gesundheitszustand. Deshalb müssen wir älteren Menschen den Zugang zu geeigneten Schmerztherapien ermöglichen“, betont PD Dr. Peter Steffen, Leiter der Sektion Schmerztherapie an der Ulmer Universitätsklinik für Anästhesiologie.

Weitere Themen beim Ulmer Schmerztag sind neue Möglichkeiten der Behandlung von postoperativen Schmerzen und die Therapie von Gesichts- und Kopfschmerzen, die mit den Zähnen zusammenhängen. Schmerzspezialisten aus Kliniken und Praxen der Region geben am 4. Juni ihr Wissen und ihre Erfahrungen an die Besucher weiter und beantworten Fragen. Die Ulmer Veranstaltung wird vom Überregionalen Schmerzzentrum Ulm organisiert, in dem Kliniken und niedergelassene Ärzte gemeinsam die Versorgung von Schmerzpatienten koordinieren.

Das Programm des Ulmer Infotags finden Sie hier.

Petra Schultze, Presse- und Öffentlichkeitsarbeit, Universitätsklinikum Ulm
Petra Schultze, Presse- und Öffentlichkeitsarbeit (SII), Tel.: 0731 / 500.43.025, Fax: 0731 / 500.43.026, eMail: petra.schultze@uniklinik-ulm.de
28.05.2014
22.06.2017, 11:21 | tsc
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