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Pharmacology and Molecular Mechanisms

Aktuelles aus der Krebsforschung

Bedürfnisse älterer Patienten bei der Krebsbehandlung bisher nicht ausreichend berücksichtigt. © Foto: Rainer Sturm / pixelio.de
Bedürfnisse älterer Patienten bei der Krebsbehandlung bisher nicht ausreichend berücksichtigt. © Foto: Rainer Sturm / pixelio.de

Um aktuelle Arzneimittelentwicklungen und Forschungsergebnisse zum Thema Krebstherapie zu diskutieren, kommen rund 80 Wissenschaftler aus zehn Nationen vom 12. bis zum 15. Februar auf dem "PharmaCampus" der Universität Münster zusammen. Die Tagung "Pharmacology and Molecular Mechanisms" (PAMM) wird von der Deutschen Pharmazeutischen Gesellschaft und der European Organisation for Cancer Research durchgeführt.

Das Thema Krebs ist aktueller den je. So hat die Zahl der Krebs-Neuerkrankungen in Deutschland zwischen 2000 und 2010 bei Männern um 21 und bei Frauen um 14 Prozent zugenommen, wie das Robert-Koch-Institut vor Kurzem bekannt gab. Für das Jahr 2014 sei damit zu rechnen, dass etwa eine halbe Million Menschen an Krebs erkranken werde.

Zu den Themenschwerpunkten der Tagung zählen deshalb Krebserkrankungen bei Senioren. "Obwohl Krebs eine Erkrankung des Alters ist, wurden die besonderen Bedürfnisse älterer Patienten bei der Krebsbehandlung in der Vergangenheit nicht ausreichend berücksichtigt", betont Georg Hempel. Beispielsweise seien ältere Krebspatienten anfälliger für Infektionen, die ebenso wie der Krebs selbst lebensbedrohlich sein könnten.

Ein weiterer Schwerpunkt der Tagung ist die Rolle der Pharmakogenetik, also genetischer Tests, die für die Krebstherapie durchgeführt werden. "Zurzeit wird sehr kontrovers diskutiert, ob die Krebstherapie durch Gentests wesentlich verbessert werden kann oder ob die Tests lediglich dazu dienen, die Chancen für einen Therapieerfolg bei einem Patienten besser abschätzen zu können", erklärt Georg Hempel. Auf dem Programm steht auch das Thema "Krebs bei Kindern" und der Einsatz sogenannter Biomarker.

Die PAMM-Tagung findet jährlich an wechselnden Orten in Europa statt. Neben Medizinern, Chemikern und Biologen sind besonders auch Pharmazeuten zur Teilnahme eingeladen. Gastgeber ist Prof. Dr. Georg Hempel mit seiner Arbeitsgruppe am Institut für Pharmazeutische und Medizinische Chemie.

Weitere Informationen und die Möglichkeit zur Anmeldung.

Pressemitteilung upm / Westfälische Wilhelms-Universität Münster
Norbert Robers, Leiter und Pressereferent, Schlossplatz 2, 48149 Münster, Tel.: 0251 / 83-22232/33, Fax: 0251 / 83-21445, eMail: pressestelle@uni-muenster.de
03.02.2014
22.06.2017, 11:21 | tsc
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