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  • Thomas Schönemann

Tagung

Auf Leben und Sterben. Was wir vom Sterben (nicht) wissen

Deutsches Hygienemuseum in Dresden. © Foto: Krebs-Nachrichten
Deutsches Hygienemuseum in Dresden. © Foto: Krebs-Nachrichten

Die Tagung beleuchtet das Wissen wie das Nichtwissen über Tod und Sterben aus biologisch-medizinischer Sicht, aus der Perspektive der Sterbenden, Angehörigen, Ärzte und Pflegenden und aus dem Aspekt der Grenzüberschreitung.

Tagung als Kooperationsveranstaltung zwischen dem Deutschen Hygiene-Museum, der Akademie für Palliativmedizin und Hospizarbeit Dresden, der Katholischen Akademie des Bistums Dresden-Meißen und der Evangelischen Akademie Meißen.

28. Februar ab 13 Uhr bis 1. März 13:30 Uhr
Deutsches Hygiene-Museum, Dresden

Die Tagung beleuchtet das Wissen wie das Nichtwissen über Tod und Sterben aus biologisch-medizinischer Sicht, aus der Perspektive der Sterbenden, Angehörigen, Ärzte und Pflegenden und aus dem Aspekt der Grenzüberschreitung. Referenten u.a.: Ulrike Reuner, Petra Gehring, Erhard Weiher, Godehard Brüntrup SJ, Matthias Reményi...

Das Sterben ist heute kein Ereignis mehr, das man einfach geschehen lassen, das man erleiden oder aushalten müsste. Es wird vielmehr immer häufiger als ein gestaltbarer Prozess dargestellt und sogar gefordert. Dabei stellen sich viele Fragen neu, und viele Fragen bleiben unbeantwortet: Was geschieht, wenn wir sterben? Und ab wann beginnt das Ster-ben? Ändern die vielen möglichen Interventionen den Sterbeprozess und wird das Sterben heute „normiert“ und „qualitätsgesichert“? Werden wir in Zukunft noch individuell sterben?

Gleichzeitig wird beim Sterben eine Grenze überschritten, die diesseits nur bis zu einem gewissen Grade erkennbar und nachvollziehbar ist. Das Dahinter bleibt grundsätzlich ver-hüllt. Dieses Nichtwissen-Können begleitet uns beim Betrachten des Sterbens. Wird beim Sterben deswegen etwas über das deutlich, was das Leben ausmacht? Wenn Sterben eine Grenzüberschreitung ist, welche Grenze überschreiten wir und was von uns überschreitet diese Grenze?

Tagungsleitung

Dr. phil. Ingrid-Ulrike Grom
Akademie für Palliativmedizin und Hospizarbeit Dresden

Dorothea van Loyen
Deutsches Hygiene-Museum Dresden

Pater Clemens Maaß SJ
Kataholische Akademie des Bistums Dresden-Meißen

Dr. rer. nat. Jörg Michel
Evangelische Akademie Meißen

Programm

Freitag, 28. Februar 2014
13:00 Uhr
Anmeldung

14:00 Uhr
Panel 1
Moderation: Dr. rer. nat. Jörg Michel
ÜBER DEN TOD

Wann ist der Mensch tot?
Biologisch-medizinische Fragen
Dr. med. Ulrike Reuner, Fachärztin für Neurologie/Psychiatrie/Psychotherapie, Klinik und Poliklinik für Neurologie, Universitätsklinikum Carl Gustav Carus an der Technischen Universität Dresden

Was ist der Tod?
Philosophische und historische Überlegungen
Prof. Dr. phil. Petra Gehring, Geschäftsführende Direktorin, Institut für Philosophie, Technische Universität Darmstadt

Wie gehen wir mit den Unsicherheiten um?
Diskussion
Moderation: Dr. rer. nat. Jörg Michel

16:00 Uhr
Pause und Gesprächsmöglichkeit der Teilnehmer

16:45 Uhr
Panel 2
Moderation: Dr. phil. Ingrid-Ulrike Grom
ÜBER DAS STERBEN

Blickrichtung: Der Sterbende
Ärztliche Sterbebegleitung
Dr. med. Alexander Horn, Chefarzt der Klinik für Innere Medizin I, HELIOS Vogtland-Klinikum Plauen

Was wissen wir über Ängste und Nöte Sterbender?
Dr. phil. Daniel Berthold, Dipl.-Psychologe, Frankfurt a. M.

Die spirituelle Dimension am Lebensende
Dr. h.c. Erhard Weiher, Pfarrer, Seelsorger am Klinikum Mainz

Was heißt das für den Umgang mit Sterbewünschen und Patientenverfügungen?
Diskussion

Moderation: Dr. phil. Ingrid-Ulrike Grom

19:00 Uhr
Tagesausklang mit Abendessen
(Anmeldung erforderlich)

Samstag, 1. März 2014

09:00 Uhr
Fortsetzung Panel 2
Moderation: Dorothea van Loyen

ÜBER DAS STERBEN

Blickrichtung: Die Anderen
Angehörige und Pflegende am Sterbebett
Thomas Ruhl, Dipl.-Theologe und Dipl.-Krankenpfleger am Hospiz St. Katharinen in Frankfurt a.M.

Und ICH?
Vom Wissen des Sterbens und der Kunst des Lebens
Prof. Dr. phil. Ralf T. Vogel, Honorarprofessur im Aufbaustudiengang KunstTherapie an der Hochschule für Bildende Künste Dresden, Praxis für Psychotherapie und Supervision, Autor, Ingolstadt

Fördern die eigenen Erwartungen ein normiertes Sterben der anderen?
Diskussion
Moderation: Dorothea van Loyen

10:45 Uhr
Pause mit Imbiss und Gesprächsmöglichkeit

11.30 Uhr
Panel 3
Moderation: Pater Clemens Maaß SJ
ÜBER DIE GRENZE

Nahtoderfahrung
Eine philosophische Interpretation
Prof. Dr. phil. Godehard Brüntrup SJ, Professur für Metaphysik, Philosophie der Sprache und des Geistes, Hochschule für Philosophie München

Der Tod als Grenze des Lebens und des Denkens
Prof. Dr. theol. Matthias Reményi, Juniorprofessor für Systematische Theologie am Seminar für Katholische Theologie (FB Geschichts- und Kulturwissenschaften) der Freien Universität Berlin

Was bedeuten diese Grenzerfahrungen für unsere Wirklichkeitssicht und unser Leben?
Diskussion
Moderation: Pater Clemens Maaß SJ

13:00 Uhr
Abschlussreflektion

13:30 Uhr
Ende der Veranstaltung

Anmeldung

veranstaltungen@dhmd.de
Tel.: 0351 4846 311

Tagungsbeitrag

25,00 € | ermäßigt 17,00 €

Christoph Wingender, Presse- und Öffentlichkeitsarbeit, Stiftung Deutsches Hygiene-Museum
Christoph Wingender, Tel.: 0351 / 4846-120, Fax: 0351 / 4846-122, eMail: info@dhmd.de
30.01.2014
22.06.2017, 11:21 | tsc
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