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  • Thomas Schönemann

Viszeralmedizin 2014

Der Patient im Mittelpunkt

Congress Center Leipzig. Außenansicht. © Foto: CCL
Congress Center Leipzig. Außenansicht. © Foto: CCL

Viszeralmedizin umfasst sämtliche Erkrankungen des Bauchraums und Verdauungstrakts – von Sodbrennen und Colitis ulcerosa bis hin zu Hepatitis, Darm- und Bauspeicheldrüsenkrebs. Über aktuelle Erkenntnisse und Fortschritte in Diagnostik und Behandlung dieser Krankheiten tauschen sich Gastroenterologen, Endoskopie-Experten und Viszeralchirurgen im September auf der Viszeralmedizin 2014 aus. Die Tagung findet vom 17. bis 20. September 2014 im Congress Center Leipzig statt.

Sie wird von der Deutschen Gesellschaft für Gastroenterologie, Verdauungs- und Stoffwechselkrankheiten (DGVS) und ihrer Sektion Endoskopie gemeinsam mir der Deutschen Gesellschaft für Allgemein- und Viszeralchirurgie (DGAV) veranstaltet. Mit rund 4500 erwarteten Teilnehmern gehört sie zu den größten medizinischen Kongressen in Deutschland. Die Tagung steht in diesem Jahr unter dem Motto „Der Patient im Mittelpunkt“. „Diesen Leitsatz verstehen wir bewusst mehrdeutig“, erläutert Professor Dr. med. Peter Galle, Kongresspräsident der DGVS aus Mainz. „Wir werden uns einerseits damit beschäftigen, wie wir in Zeiten ökonomischen Drucks dennoch den Patienten und seine Bedürfnisse ins Zentrum unseres Handelns stellen können. Andererseits beleuchten wir die aktuellen Fortschritte und Möglichkeiten der personalisierten Medizin.“ Letztere meint Therapiekonzepte, die auf den einzelnen Patienten individuell zugeschnitten werden. Erste Ansätze dazu gebe es bereits für Hepatitis, Tumorleiden oder chronisch-entzündliche Darmerkrankungen wie Morbus Crohn, so der Experte: „Sie ermöglichen eine gezieltere und wirksamere Behandlung, indem sie individuelle Merkmale, etwa genetische Anlagen des Patienten, miteinbeziehen und auch unterschiedliche Krankheitsverläufe berücksichtigen.“ Außer den Chancen der personalisierten Medizin müssten aber auch ihre Grenzen, etwa die Frage nach der Finanzierbarkeit, diskutiert werden.

Neben neuesten medizinisch-wissenschaftlichen Erkenntnissen diskutieren die Experten im Rahmen von Viszeralmedizin 2014 auch über Qualitätssicherung und neue Formen der Vergütung im Gesundheitswesen. „Hier nehmen wir die politisch gewollte Qualitätssteuerung in den Fokus“, so Professor Dr. med. Claus-Dieter Heidecke, Kongresspräsident der DGAV. Unterschiedliche Methoden der Qualitätsbeurteilung medizinischer Leistungen seien denkbar. „Wir müssen uns mit diesen Qualitätsindikatoren beschäftigen, weil möglicherweise zukünftig eine hochwertigere Versorgung besser honoriert werden wird als eine minderwertige“, argumentiert der Experte. „Entsprechende Konzepte werden wir auf unserem Kongress diskutieren.“

Das wissenschaftliche Programm berücksichtigt nicht nur das gesamte Spektrum der Viszeralmedizin. „Wie schon in den vergangenen Jahren suchen wir auch gezielt Schnittstellen zu angrenzenden Fachgebieten – etwa zur Ernährungsmedizin, Radiologie und Pädiatrie – und beziehen diese aktiv ein, um möglichst viele Erkenntnisse zum Wohle der Patienten zusammenzuführen“, so Professor Dr. med. Ralf Kiesslich, Vorsitzender der Sektion Endoskopie der DGVS.

Viszeralmedizin 2014 hält auch für Patienten Angebote bereit: In kostenlosen Arzt-Patienten-Seminaren, die am Samstag, den 20. September 2014 im Congress Center Leipzig stattfinden, informieren Experten und Selbsthilfegruppen über aktuelle Möglichkeiten der Darmkrebsvorsorge, über die Behandlung von chronisch-entzündlichen Darmerkrankungen und neue Erkenntnisse zu Bauchspeicheldrüsen- und Leberleiden.

Anmeldeformulare und das Vorprogramm zum Kongress finden Interessierte im Internet unter http://www.viszeralmedizin.com

Terminhinweis:
Viszeralmedizin 2014
17. bis 20. September 2014, CCL Leipzig

Medizin - Kommunikation, Medizinkommunikation, Arbeitsgemeinschaft der Wissenschaftlichen Medizinischen Fachgesellschaften
Pressestelle Viszeralmedizin 2014, Juliane Pfeiffer / Ina Lorenz-Meyer, Postfach 30 11 20, 70451 Stuttgart, Tel: 0711 / 8931-693, Fax: 0711 / 8931-167, eMail: pfeiffer@medizinkommunikation.org
13.08.2014
22.06.2017, 11:21 | tsc
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