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St. Josefs Krankenhaus Hilden

Expertenrunde Krebs im Kplus Forum Hilden

Ein wichtiges Thema für alle: die Krebsvorsorge. © Foto: AOK-Mediendienst
Ein wichtiges Thema für alle: die Krebsvorsorge. © Foto: AOK-Mediendienst

Die Experten des Tumorzentrums Kplus laden das letzte Mal für dieses Jahr nach Hilden zum Gespräch. Betroffene, Angehörige und Interessierte können ihre Fragen rund um Krebserkrankungen am 12. November, um 18.00 Uhr im Kplus Forum Hilden besprechen. Ein wichtiges Thema für die Experten: die Vorsorge. Während zum Beispiel der jährliche Zahnarztbesuch fest etabliert ist, scheuen die meisten immer noch die kostenlosen Vorsorgeuntersuchungen, wenn es um das Thema Krebs geht.

Zum Ende des Jahres noch schnell zum Zahnarzt. Während die Praxen der Zahnmediziner im Herbst und Winter überlaufen sind, fühlen sich nur die Wenigsten aufgerufen, etwas für die Krebsvorsorge zu tun. Vor allem Männer sind Vorsorgemuffel. Nur 14 Prozent der Männer nehmen die Gelegenheit der vielen, durch Krankenkassen bezahlten Untersuchungen wahr. „Bei Frauen sind es auch nur 49 Prozent, aber immerhin“, bedauert Prof. Dr. Ulrich Mahlknecht, Chefarzt des onkologischen Schwerpunktes an der St. Lukas Klinik und Vorsitzender des Vereins Tumorzentrum Kplus. Doch gerade in der Krebstherapie ist es wichtig, in einem möglichst frühen Stadium der Erkrankung mit der Therapie zu beginnen. Denn: Krebs ist tückisch. Krebs wächst langsam. Krebs verursacht im Anfangsstadium keine Schmerzen. Dr. Peter Pohl, Chefarzt der Allgemein- und Viszeralchirurgie am St. Josefs Krankenhaus Hilden bestätigt: „Wer keine Schmerzen hat, geht meistens nicht zur Vorsorge beim Arzt.“ Dabei gibt der Operateur dringend weiter, dass Darmkrebs vergleichsweise gute Heilungschancen aufweist, „wenn er denn früh genug erkannt wird.“ Und Darmkrebs spürt man nicht. Außerdem seien die Vorsorgeuntersuchungen längst nicht mehr so unangenehm wie ihr Ruf.

Den Unterschied zwischen Mann und Frau erklärt sich der Chefarzt der Gynäkologie und Geburtshilfe am St. Josefs Krankenhaus Hilden, Krystian Kuboth, so: „Frauen werden mit dem jährlichen Besuch beim Frauenarzt erwachsen, da ist die Hemmschwelle niedriger.“ Oftmals ist es aber auch die Unkenntnis, was tatsächlich von Krankenkassen bezahlt wird, die beide Geschlechter vereint. „Von der Hautkrebs-, über Brustkrebs- bis zur Darmkrebsvorsorge gibt es eine Reihe von bezahlten Tests“, so Prof. Dr. Ulrich Mahlknecht. Die nächste Gelegenheit sich über die verschiedenen Möglichkeiten zu informieren und eigene Fragen zur Krebsdiagnose, Therapie und Behandlung zu stellen, gibt es am 12. November, um 18.00 Uhr im Kplus Forum Hilden. Bei der Expertenrunde Krebs steht wieder ein kompetentes Team aus Ärzten verschiedener Fachrichtungen zum persönlichen Gespräch bereit. Die Teilnahme ist kostenfrei.


Krebs. Sie fragen – Experten antworten.
Mittwoch, 12. November 2014 um 18.00 Uhr
Kplus Forum Hilden, Raum 2
Am St. Josefs Krankenhaus Hilden
Walder Straße 34-38
40724 Hilden

Früherkennung von Krebs

Möglichkeiten für Frauen
Jährliche Genitaluntersuchung zur Früherkennung von Gebärmutterhalskrebs.
Ab einem Alter von 20 Jahren.

Jährliche Brustuntersuchung zur Früherkennung von Brustkrebs.
Ab einem Alter von 30 Jahren.

Alle zwei Jahre Mammographie-Screening zur Früherkennung von Brustkrebs.
Im Alter von 50 bis 69 Jahren.

Möglichkeiten für Männer
Jährliche Prostata- und Genitaluntersuchung zur Früherkennung von Prostatakrebs. Ab dem Alter von 45 Jahren.

Möglichkeiten für Frauen und Männer
Alle zwei Jahre Hautkrebsscreening zur Früherkennung von Hautkrebs.
Ab dem Alter von 35 Jahren.

Jährliche Dickdarm- und Rektumuntersuchung zur Früherkennung von Darmkrebs. Im Alter von 50 bis 54 Jahren.

Zwei Darmspiegelungen im Abstand von zehn Jahren zur Früherkennung von Darmkrebs.
Ab dem Alter von 55 Jahren

Pressemitteilung Plus Gruppe
St. Josefs Krankenhaus Hilden, Tel.: 02103 / 8 99-0
06.11.2014
22.06.2017, 11:21 | tsc
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