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  • Thomas Schönemann

Nachlese

9. Sächsischer Krebskongress: Personalisierte Therapie im Fokus der Experten

Impressionen vom 9. Sächsischen Krebskongress (4). © Foto: SKG
Impressionen vom 9. Sächsischen Krebskongress (4). © Foto: SKG

Unter dem Motto „Personalisierte Therapie häufiger und seltener Tumoren“ haben vor einer Woche - am 17. und 18. April 2015 - anlässlich des 9. Sächsischen Krebskongresses in Chemnitz 450 Experten aus der Onkologie - darunter Ärzte sowie medizinisches Fach- und Assistenzpersonal - zusammengefunden und den aktuellen Stand des Wissens und der Forschung miteinander diskutiert.

Der Vortag des Kongresses stand im Zeichen von vier häufigen Tumorerkrankungen. Im Vortagssymposium im Hotel Mercure fanden dazu vier Sessions statt. Renommierte Experten diskutierten hier mit den anwesenden Ärzten aktuelle Optionen beim Mamma-, Prostata- und Lungenkarzinom sowie im Bereich der Hämatologie. Diese Veranstaltung wurde von den Ärzten sehr gut angenommen, was sich in einer regen Teilnahme äußerte.

Am Folgetag fand der 9. Sächsische Krebskongress im Luxor Veranstaltungszentrum statt. Eröffnet wurde die Veranstaltung durch die Kongresspräsidentin und Vorsitzende der Sächsischen Krebsgesellschaft, Frau Univ.-Prof. Dr. Ursula Froster. Nach Grußworten der Schirmherrin der Veranstaltung, Frau Staatsministerin Barbara Klepsch und des Vertreters der Stadt Chemnitz berichtete der Generalsekretär der Deutschen Krebsgesellschaft, Dr. Johannes Bruns, über aktuelle Entwicklungen in der Gesundheitspolitik.

Nachdem am Vortag häufige Tumorerkrankungen im Mittelpunkt der Diskussionen standen, gab es für die anwesenden Ärzte im Rahmen des Kongresses nun die Möglichkeit, sich eingehend mit der personalisierten Therapie seltener Tumoren zu beschäftigen und gemeinsam den aktuellen Stand und die Entwicklungsperspektiven zu diskutieren. Hierbei ging es zum Beispiel um Tumoren des Gastrointestinal- und Urogenitaltraktes, das CUP-Syndrom und Tumoren der Haut.

Neue Erkenntnisse aus Genetik und Molekularbiologie fordern dabei immer individuellere Therapieansätze für die Krebserkrankungen. Diese individuelle, gezielte und maßgeschneiderte Vorgehensweise verspricht eine deutliche Verbesserung der Ergebnisse bei der Behandlung von Krebs.

Parallel zum Ärztekongress fanden sich im Großen Saal des Chemnitzer Luxor Kongress- und Veranstaltungszentrums die Vertreter aus dem Bereich der Pflege und Betreuung von Krebspatienten zusammen. Im Rahmen ihres Pflegekongresses ging es um die Weiterbildung in den Bereichen der Integrativen Onkologie, dem Komplikationsmanagement sowie der Palliativmedizinische Betreuung von betroffenen Krebspatienten.

Der Sächsische Krebskongress hat sich im Freistaat Sachsen als impulsgebendes Forum zum interdisziplinären Austausch von Ärzten sowie medizinischem Fach- und Assistenzpersonal zu den Herausforderungen und Chancen der Onkologie etabliert und wird dieser Verantwortung auch bei seiner Jubiläumsveranstaltung, dem 10. Sächsischen Krebskongress, der für 2017geplant ist, wieder gerecht werden.

Presseinformation der Sächsischen Krebsgesellschaft e.V.
Daniel Westphal, Öffentlichkeitsarbeit, eMail: d.westphal@skg-ev.de
28.04.2015
22.06.2017, 11:21 | tsc
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