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Hirntumorhilfe

Infotag „Fortschritte in der Therapie von Hirntumoren“

Schnittbilder I. © Foto: Rike / pixelio.de
Schnittbilder I. © Foto: Rike / pixelio.de

Am Samstag, den 4. Mai 2013, findet zum 32. Mal der bundesweite Informationstag zum Thema „Fortschritte in der Therapie von Hirntumoren“ statt. Die ganztägige Veranstaltung richtet sich an Ärzte, Patienten sowie Angehörige und wird von der Deutschen Hirntumorhilfe in Kooperation mit der Klinik und Poliklinik für Neurochirurgie des Universitätsklinikums Frankfurt veranstaltet.

Von 9:30 bis 18:30 Uhr erwartet die Besucher des Hirntumor-Informationstags im Hörsaal H V (Hörsaalgebäude, Campus Bockenheim) der Goethe-Universität Frankfurt/Main, Mertonstraße 17-21, ein vielfältiges Vortragsprogramm. Erstellt wurde es in Zusammenarbeit mit der Klinik und Poliklinik für Neurochirurgie des Universitätsklinikums Frankfurt und unter der wissenschaftlichen Leitung von Klinikdirektor Professor Volker Seifert.

Jeder Hirntumorpatient kennt die Fragen nach der bestmöglichen Therapie seiner Erkrankung, nach dem erfahrensten Spezialisten und möglichen Komplementärverfahren. Die Suche nach Antworten bleibt dabei häufig erfolglos, allzu oft widersprechen sich Empfehlungen und im Internet findet sich eine Flut an zweifelhaften Vorschlägen. Eine Orientierung gibt hierbei der Hirntumor-Informationstag, der einzigartig in Deutschland ist.

Einen ganzen Tag lang vermitteln erfahrene Spezialisten auf dem Gebiet der Neuroonkologie in patientenverständlichen Vorträgen wichtige Themen der Hirntumorbehandlung. In Podiumsdiskussionen und persönlichen Gesprächen mit den Referenten haben die Teilnehmer der Veranstaltung zudem die seltene Möglichkeit, ihre individuellen Fragen zu stellen und hilfreiche Antworten zu erhalten.

Hauptredner des Hirntumor-Informationstags

Einer dieser Experten wird Professor Dr. Joachim Steinbach sein, Klinikleiter am Frankfurter Dr. Senckenbergischen Institut für Neuroonkologie und Experte der medikamentösen Behandlung von Hirntumoren. In seinem Vortrag wird er sich der Antiangiogenese, der Hemmung der Blutgefäßneubildung am Tumor, widmen – einer Therapieoption, die in der letzten Zeit insbesondere durch neue Studiendaten immer wieder in die Diskussion geriet.

Weitere Redner sind unter anderem Professor Dr. Frederik Wenz (Mannheim), Fachmann für moderne Präzisionstechniken in der Strahlentherapie, Professor Dr. Felix Rosenow (Marburg), Neurologe und Spezialist für die Therapie epileptischer Anfälle, sowie PD Dr. Oliver Heese (Schwerin), Experte für komplementäre Behandlungsmöglichkeiten bei Hirntumoren.

Erfahrungsaustausch für Patienten und Fortbildungsveranstaltung für Ärzte

Im Anschluss an die fachlichen Vorträge ist der zweite Teil des Informationstags dem Erfahrungsaustausch gewidmet. Patienten und Angehörigen wird hier eine Plattform geboten, um mit anderen Betroffenen ins Gespräch zu kommen, Tipps zur besseren Bewältigung der Erkrankung auszutauschen und die eigenen Erfahrungen zu vermitteln.

Teilnehmende Ärzte können den Informationstag als kompakte Weiterbildung nutzen. Die Veranstaltung wurde bei der Landesärztekammer Hessen als Fortbildung angemeldet und mit 8 CME-Punkten zertifiziert.

Über die Deutsche Hirntumorhilfe

Die Deutsche Hirntumorhilfe hat sich seit fast 15 Jahren als zentrale Anlauf- und Kontaktstelle für Betroffene etabliert. Mit dem Hirntumor-Informationstag bietet die gemeinnützige Organisation zweimal im Jahr ein gemeinsames Forum zum Austausch für Betroffene, Angehörige und Experten. Alle Projekte und Aktivitäten des Vereins werden ausschließlich durch private Spenden und Zuwendungen finanziert.

Hintergrundinformationen zu Hirntumoren

Deutschlandweit erkranken jährlich etwa 7.000 Menschen neu an einem primären bösartigen Hirntumor. Die Zahl der Patienten mit Hirnmetastasen infolge von Lungenkrebs, Brustkrebs oder anderen Krebsleiden ist ungleich höher.

Tumoren des Gehirns und des Rückenmarks stellen sowohl Mediziner als auch Betroffene vor besondere Herausforderungen. Vor allem die aggressiven, bösartigen Formen gehören zu den am schwersten zu therapierenden Krebserkrankungen und gelten bis heute als unheilbar.

Operationen und Strahlen- oder Chemotherapie bergen immer die Gefahr, wichtige Funktionen des Gehirns zu beeinträchtigen. Sie erfordern eine auf den einzelnen Patienten individuell abgestimmte Therapie. In den vergangenen Jahren konnten dank neuer Medikamente, genaueren Bestrahlungstechniken und exakteren Operationsmethoden bereits Fortschritte in der Behandlung von Hirntumoren erreicht werden. Alle Verbesserungen der Therapie hängen entscheidend von einer engen interdisziplinären Zusammenarbeit der beteiligten Fachgebiete und der Entwicklung innovativer Konzepte für die Behandlung ab.

Termin:
04.05.2013 09:30 - 18:30

Veranstaltungsort:
Goethe-Universität Frankfurt/Main
Campus Bockenheim
Hörsaalgebäude, Hörsaal H V
Mertonstraße 17-21
60325 Frankfurt/Main

Presse- und Öffentlichkeitsarbeit, Klinikum der Johann Wolfgang Goethe-Universität, Frankfurt a. M.
Melanie Thomas, Deutsche Hirntumorhilfe e.V., Karl-Heine-Str. 27, 04229 Leipzig, Tel.: 0341 / 590 93 96, Fax: 0341 / 590 93 97, eMail: presse@hirntumorhilfe.de
26.04.2013
22.06.2017, 11:21 | tsc
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