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Hörsaal City

Kinderchirurgie – Zukunft mit Lebensqualität ermöglichen

Kinderchirurgie – Zukunft mit Lebensqualität ermöglichen. © Foto: AOK-Mediendienst
Kinderchirurgie – Zukunft mit Lebensqualität ermöglichen. © Foto: AOK-Mediendienst

Die klinische Forschung führte zur Umsetzung vieler bahnbrechender Erkenntnisse in die Praxis. Unter diesen Hintergründen entwickelte sich die Kinderchirurgie zu einem faszinierenden Gebiet der Medizin. Hier richtet sich die klinische Forschung auf die Behandlung angeborener Organanomalien, erworbener Erkrankungen des Früh- und Neugeborenen sowie auf die Behandlung von Tumoren und Verletzungen des Kindes.

Die Kinderchirurgie ermöglicht Neugeborenen mit Fehlbildungen oder extrem frühgeborenen Kindern eine Zukunft mit Lebensqualität. In einem öffentlichen Vorträg beschreibt Prof. Dr. med. Ralf-Bodo Tröbs, Direktor der Klinik für Kinderchirurgie in Bochum, was die Medizin heute alles leisten kann. Der Vortrag ist Teil der Veranstaltungsreihe „Hörsaal City: Was Kindern gut tut“, die vom 14. April bis 19. Mai in der Bochumer Innenstadt läuft.

Kinder sind keine verkleinerten Erwachsenen. Molekularbiologie, Embryologie und Entwicklungsphysiologie eröffneten in den letzten Jahrzehnten einen völlig neuen Erkenntnisraum im Verständnis des heranwachsenden Kindes. Revolutionierend neue und plastische Einblicke erlaubt die Untersuchung des noch ungeborenen Kindes mit dem Ultraschall. Die klinische Forschung führte zur Umsetzung vieler bahnbrechender Erkenntnisse in die Praxis.

Unter diesen Hintergründen entwickelte sich die Kinderchirurgie zu einem faszinierenden Gebiet der Medizin. Hier richtet sich die klinische Forschung auf die Behandlung angeborener Organanomalien, erworbener Erkrankungen des Früh- und Neugeborenen sowie auf die Behandlung von Tumoren und Verletzungen des Kindes.

Gemeinsam mit Pränatal- und Neugeborenen-Medizinern sowie Kinderanästhesisten wird im Bedarfsfall die Geburt eines Kindes mit vorgeburtlich festgestellter Fehlbildung geplant. Muss immer ein Kaiserschnitt erfolgen? Und wie geht es weiter? Bei Anomalien der Nieren und des Harnsystems wird man in vielen Fällen nach der Geburt abwarten können. Bei Fehlbildungen, z.B. der Speiseröhre, des Zwerchfells oder bei Bauchwandspalten, kann durch eine frühzeitige Operation dauerhaft geholfen werden.

Zudem steigt die Anzahl von Frühgeburten, die vor der 32. Schwangerschaftswoche zur Welt kommen. Häufig wiegen diese Frühgeborenen weniger als 1000g. Eine exzellente Neugeborenen-Medizin eröffnet auch für diese Kinder ausgezeichnete Perspektiven. Trotzdem unterliegen besonders unreife Frühgeborene der Gefahr, von speziellen Erkrankungen des Darmes betroffen zu werden, die der Operation bedürfen. Auch hier ist eine wirksame und nachhaltige chirurgische Hilfe möglich. Der Vortrag gibt Einblick in spezielle Aspekte der Chirurgie des Kindes: Wo liegen die Ursachen? Wie kann man gegensteuern? Wie behandeln?

Veranstaltungsreihe „Was Kindern gut tut“

Viel zu oft online, falsch ernährt, von Armut bedroht, von der Schule gestresst, vernachlässigt oder von „Helikopter-Eltern“ überbehütet: Kinder scheinen es heute schwer zu haben. Was ist dran an den vielen Negativ-Berichten, und vor allem: Was können Eltern und andere Bezugspersonen tun, damit es Kindern gut geht? Darum dreht sich im Sommersemester 2015 die Reihe „Hörsaal City“.

Über „Hörsaal City“

„Hörsaal City“ ist die zentrale Vorlesungsreihe der Ruhr-Universität Bochum. Sie präsentiert aktuelle Themen und Forschungsergebnisse für die Bochumer Bürgerinnen und Bürger und die Region – auf eine verständliche Art und Weise. Ziel ist es, ins Gespräch zu kommen und zu diskutieren.

Hinweise zur Teilnahme:
Die Veranstaltung ist kostenfrei; eine Anmeldung ist nicht erforderlich.

Weitere Informationen:
http://www.ruhr-uni-bochum.de/wissenstransfer/dialog/hoersaal-city/

Termin:
12.05.2015 20:00 - 21:30

Veranstaltungsort:

Blue Square
Kortumstr. 90
44787 Bochum
Nordrhein-Westfalen
Deutschland

 

Dr. Julia Weiler, Dezernat Hochschulkommunikation, Ruhr-Universität Bochum
Dr. Julia Weiler, Dezernat Hochschulkommunikation, Ruhr-Universität Bochum, eMail: pr@rub.de
05.03.2015
22.06.2017, 11:21 | tsc
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