• Kongresse [+]
  • Thomas Schönemann

ACSM-Kongress in Orlando

Körperliche Aktivität und Krebs war ein wichtiges Thema beim ACSM

Flott unterwegs. © Foto: knipseline / pixelio.de
Flott unterwegs. © Foto: knipseline / pixelio.de

„Körperliche Aktivität und Krebs“ ist ein wachsendes Forschungsfeld, wie der Kongress der größten sportwissenschaftlichen Fachgesellschaft, des American College of Sports Medicine (ACSM), Ende Mai in Orlando (Florida, USA) zeigte. Auch die Deutsche Hochschule für Prävention und Gesundheitsmanagement war auf dem Kongress vertreten.

Der Kongress der größten sportwissenschaftlichen Fachgesellschaft, des American College of Sports Medicine (ACSM), hat sich unter anderem mit dem Thema „Körperliche Aktivität und Krebs“ befasst. Prof. Dr. Friederike Scharhag-Rosenberger, Mitarbeiterin der Deutschen Hochschule für Prävention und Gesundheitsmanagement DHfPG Saarbrücken und des Nationalen Centrums für Tumorerkrankungen (NCT) Heidelberg war hier vor Ort vertreten. Gemeinsam mit ihrer Forschungsgruppe vom NCT stellte sie dort Forschungsergebnisse vor.

Die Untersuchung der Forscher um Scharhag-Rosenberger hatte die Belastungseinstufung beim Training mit ehemaligen Brustkrebspatientinnen zum Thema. Die Gruppe untersuchte, inwieweit die gängigen Intensitätsklassifikationen für gesunde Erwachsene auch für das Training nach überstandener Brustkrebserkrankung gelten. Die Auswertung von Leistungstests zeigte, dass Vorgaben in Prozent der maximalen Herzfrequenz für Gesunde auch für Krebspatientinnen genutzt werden können. Trainingsvorgaben in Prozent der Herzfrequenzreserve und der maximale Sauerstoffaufnahme dagegen führen nicht zu der gewünschten Belastungsintensität, hier besteht weiterer Forschungsbedarf.

Neben dieser Studie wurden im Rahmen des umfangreichen Kongressprogramms viele weitere Studien mit dem Fokus „körperliche Aktivität und Krebs“ behandelt. Mindestens 42 Beiträge behandelten Themen wie die Wirkung von Sport in der Tertiärprävention, die Wirkung von körperlicher Aktivität auf Nebenwirkungen von Krebstherapien, psychosoziale Wirkungen von körperlicher Aktivität bei Krebs und vieles mehr. Ein weiterer Beitrag des NCT Heidelberg wurde mit dem „International Student Award“ ausgezeichnet.

Die Erkenntnisse bezüglich körperlicher Aktivität als Schutzfaktor in Krebsprävention, -behandlung sowie -nachsorge werden von der DHfPG in neuen Angeboten aufgegriffen. Körperliche Aktivität bildet neben Ernährung und Entspannung den zentralen Baustein in den neuen Angeboten „Aktiv leben nach Krebs“ und „Lebensstilintervention und Krebs“. „Aktiv leben nach Krebs“ ist ein Kursprogramm für ehemalige Krebsbetroffene zur Umsetzung in qualifizierte Gesundheits- und Fitnesseinrichtungen. „Lebensstilintervention und Krebs“ ist ein neuer Studienschwerpunkt im Master-Studiengang „Prävention und Gesundheitsmanagement“.

Weitere Informationen

Eine Übersicht über das Kursprogramm „Aktiv leben nach Krebs“ inklusive aller Bestellunterlagen, ist unter www.alnk.de zu finden. Informationen über den Master-Studienschwerpunkt „Lebensstilintervention und Krebs“ erhalten Sie ebenfalls unter www.alnk.de oder unter www.dhfpg.de

Quellen

  1. Scharhag-Rosenberger, F., Kühl, R., Schommer, K., Klassen, O., Ulrich, C. M., Wiskemann, J. et al. (2014) Is the ACSM’s classification of exercise intensities valid for breast cancer survivors? Medicine and Science in Sports and Exercise, 46 (5), 538
  2. American College of Sports Medicine. (2014). 61st Annual Meeting. 5th World Congress on Exercise is Medicine and World Congress on the Role of Inflammation in Exercise, Health and Disease. Advance Program, Indianapolis. Zugriff am 11.06.2014. Verfügbar unter http://www.acsm.org/docs/meetings-documents/14am-advance-program_web.pdf
Pressemitteilung Deutsche Hochschule für Prävention und Gesundheitsmanagement
Deutsche Hochschule für Prävention und Gesundheitsmanagement, Zentrale, Hermann Neuberger Sportschule 3, 66123 Saarbrücken, Tel.: 0681 / 68 55 150, Fax: 0681 / 68 55 190, eMail: info@dhfpg.de
03.07.2014
22.06.2017, 11:21 | tsc
Zurück