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Ernährungsmedizinisches Forum

Krebs und Ernährung – wo stehen wir heute?

Obst auf dem Wiener Naschmarkt. © Foto: Wolfgang Dirscherl / pixelio.de
Obst auf dem Wiener Naschmarkt. © Foto: Wolfgang Dirscherl / pixelio.de

Auf dem heutigen 12. Bremer Ernährungsmedizinischen Forum im Veranstaltungszentrum der Ärztekammer Bremen diskutieren Expertinnen und Experten aus Medizin, Ernährung, Pflege, Prävention und Gesundheitsberatung den aktuellen Stand zum Themenfeld Krebs und Ernährung. Veranstalter sind das Leibniz-Institut für Präventionsforschung und Epidemiologie – BIPS, die Ärztekammer Bremen sowie die Bremer Krebsgesellschaft.

In Deutschland erkranken pro Jahr über 475.000 Personen neu an bösartigen Tumoren. Vielen Menschen stellt sich die Frage, ob sie durch Ernährung und Lebensstil einer Krebserkrankung vorbeugen können; und auch von Krebs Betroffene suchen nach Möglichkeiten, den Krankheitsverlauf positiv zu beeinflussen. Auf dem 12. Bremer Ernährungsmedizinischen Forum stellen Medizinerinnen und Mediziner aktuelle Aspekte aus Prävention und Therapie vor und informieren über den aktuellen Stand der Forschung.

Auf Grundlage aktueller Daten referiert Dr. Elke Bruns-Philipps vom Niedersächsischen Landesgesundheitsamt über den Zusammenhang von Krebserkrankungen und Lebensstil. Dass eine angepasste Ernährung den Verlauf häufiger Krebserkrankungen günstig beeinflussen kann, erklärt Prof. Dr. Ulrich Massing, Klinik für Tumorbiologie in Freiburg, in seinem Vortrag „Krebszellen mögen keinen Fisch – zum Einfluss der Ernährung auf Krebsentstehung und Krankheitsverlauf“. Prof. Dr. Christian Löser vom Rotes Kreuz Krankenhaus in Kassel spricht über Ernährungstherapien bei Krebspatienten und über Strategien, einer Mangelernährung vorzubeugen. Er erläutert, dass die meisten Tumorpatienten – bereits bevor die Diagnose gestellt wurde – häufig deutlich an Gewicht verloren haben und somit die individuell gezielte Behandlung von Mangelernährung ein integraler Bestandteil der medizinischen Therapie sein muss.

Prof. Dr. Hajo Zeeb, Leiter der Abteilung „Prävention und Evaluation“ am BIPS, erklärt: „Die Ernährung ist fraglos ein bedeutsamer Faktor in der Entstehung wie auch der Behandlung von Krebs. Wir brauchen jedoch sehr differenzierte wissenschaftliche Informationen, um die Krebsprävention und bestmögliche Versorgung von Patienten zu gestalten; und dazu trägt unsere Veranstaltung bei.“

Das Programm des 12. Ernährungsmedizinischen Forums ist abrufbar unter
https://www.bips-institut.de/fileadmin/bips/downloads/veranstaltungen/Programm_A...

Kontakt:
Leibniz-Institut für Präventionsforschung und Epidemiologie – BIPS
Abteilung Prävention und Evaluation / Fachgruppe Angewandte Interventionsforschung
Helga Strube, E-Mail strube@bips.uni-bremen.de

Anja Wirsing, Presse- und Öffentlichkeitsarbeit, Leibniz-Institut für Präventionsforschung und Epidemiologie - BIPS
Anja Wirsing, Tel.: 0421 / 218-56780, Fax: 0421 / 218-56761, eMail: wirsing@bips.uni-bremen.de
03.06.2015
22.06.2017, 11:21 | tsc
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