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Universitätsklinikum Leipzig

Leipziger Expertenrunde beantwortet am UKL Fragen zu Lebererkrankungen

Professor Thomas Berg, Leiter der Hepatologie am UKL, im Gespräch mit einem Patienten. © Foto: Stefan Straube/UKL
Professor Thomas Berg, Leiter der Hepatologie am UKL, im Gespräch mit einem Patienten. © Foto: Stefan Straube/UKL

Die Leberexperten von Universitätsklinikum, Klinikum St. Georg, St.-Elisabeth-Krankenhaus und Park-Krankenhaus laden alle Betroffene und Interessierte am 18. November zum 5. Leipziger Arzt-Patienten-Seminar ein. Moderiert von Prof. Dr. Thomas Berg, Leiter der Sektion Hepatologie am Universitätsklinikum, werden sich die führenden Hepatologen der Stadt anlässlich des Deutschen Lebertages 2014 den Fragen des Publikums stellen.

Zuvor wird in kurzen Vorträgen erläutert, wie eine Fettleber-Erkrankung erkannt werden kann, wie Erkrankungen der Gallenwege mit der Leber zusammenhängen, welche neuen Heilungschancen sich für Patienten mit Hepatitis B und C andeuten oder welche neue Entwicklungen es in der Leberchirurgie gibt.

„Mit Beginn des nächsten Jahres werden wir über insgesamt sieben neue Medikamente zur Behandlung der Hepatitis C verfügen, mit welchen Heilungsraten von über 90 Prozent zu erreichen sind“, so Prof. Berg. „Das ist ein fantastischer pharmazeutisch-medizinischer Fortschritt, der vielen Patienten helfen wird. Dies soll beim 5. Leipziger Arzt-Patienten-Seminar genauso erläutert werden wie modernste operative Methoden, wie zum Beispiel die Schlüssellochtechnik bei Leberoperationen. Ganz neue operative Ansätze stehen hinter dem Begriff „Augmentation“ (Vergrößern). Durch Stimulation des Wachstums bestimmter Regionen der Leber, wird es möglich, auch einen ausgedehnten Tumorbefall der Leber operativ zu entfernen, weil dann dennoch genügend funktionierendes Lebergewebe im Körper verbleibt.“

In einer weiteren Patienten-Veranstaltung, die PD Dr. Bartels und Prof. Berg gemeinsam leiten, steht am 22. November das Thema „Lebertransplantation heute“ im Mittelpunkt. Hier sind nicht nur Patienten, die eine Transplantation bereits hinter sich haben, sondern auch Betroffene und Angehörige eingeladen, bei denen eine Operation bevorsteht. „Auch beim 2. Leipziger Lebertransplantationstag stehen die Fragen der Besucher im Mittelpunkt“, so Prof. Berg. „In kurzen Informationsvorträgen wird zudem erläutert, welche Voraussetzungen für eine Operation bestehen, wie die Vorbereitung zur Transplantation aussieht und welche Langzeiterfolge erreicht werden. Natürlich werden wir auch erläutern, dass beispielsweise ein Hautscreening zu den wichtigen Maßnahmen im Langzeitverlauf nach Transplantation gehört. Hintergrund ist ja: Das Immunsystem muss nach der Transplantation medikamentös herunter geregelt werden, um eine Abstoßungsreaktion des Körpers gegen das fremde Gewebe zu verhindern. Das hat den Nebeneffekt, dass sich das Risiko für die Entwicklung von Tumoren, insbesondere der Haut, aber auch für die Entstehung kardiovaskulärer Erkrankungen erhöht.“

Kurzinformation:

Arzt-Patienten-Seminar zum Deutschen Lebertag 2014
am 18.11.2014 von 17.30 bis 20 Uhr
Hörsaal im Haus 4
Liebigstr. 20
04103 Leipzig

2. Leipziger Lebertransplantationstag
am 22.11.2014 von 10 bis 13 Uhr
Hörsaal im Haus 4
Liebigstr. 20
04103 Leipzig

Universitätsklinikum Leipzig

Das Universitätsklinikum Leipzig (UKL) blickt gemeinsam mit der Medizinischen Fakultät als zweitältester deutscher Universitätsmedizin auf eine reiche Tradition zurück. Heute verfügt das Klinikum mit 1450 Betten über eine der modernsten baulichen und technischen Infrastrukturen in Europa. Zusammen mit der Medizinischen Fakultät ist es mit über 6000 Beschäftigten einer der größten Arbeitgeber der Stadt Leipzig und der Region. Jährlich werden hier über 350.000 stationäre und ambulante Patienten auf höchstem medizinischen Niveau behandelt. Diese profitieren von der innovativen Forschungskraft der Wissenschaftler, indem hier neueste Erkenntnisse aus der Medizinforschung schnell und gesichert in die medizinische Praxis überführt werden.

Pressemitteilung UKL
Sandra Hasse, Tel.: 0341 /97 36755, Fax: 0341 / 97 35029, eMail: sandra.hasse@medizin.uni-leipzig.de
17.11.2014
22.06.2017, 11:21 | tsc
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