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Patientenforum Urologie in der Messe Dresden

Neues aus der Urologie auch für Laien verständlich

Logo des 65. DGU-Kongresses in Dresden. © Foto: DGU
Logo des 65. DGU-Kongresses in Dresden. © Foto: DGU

Es ist bereits Tradition: Auf dem Jahreskongress der deutschen Urologen hat die breite Öffentlichkeit Gelegenheit, sich auf einem Patientenforum über wichtige Entwicklungen zu häufigen urologischen Erkrankungen zu informieren – und Experten direkt zu befragen. So auch auf dem 65. Kongress der Deutschen Gesellschaft für Urologie e. V. (DGU), der vom 25. bis 28. September 2013 in Dresden stattfindet.

„Mit dem Patientenforum wollen wir in verständlicher Weise Betroffenen und ihren Nächsten, aber auch interessierten Besuchern aktuellste Erkenntnisse aus unserem Fachgebiet vermitteln“, so DGU- und Kongresspräsident Prof. Dr. Michael Stöckle. Diesmal stehen moderne Nierensteintherapien, Symptome und Früherkennung urologischer Tumorerkrankungen, die Nierentransplantation, die „Knopflochchirurgie“ in der Urologie sowie Inkontinenz und Impotenz auf der Agenda des Patientenforums am 26. September 2013 von 19.00 bis 21.00 Uhr im Saal 6 der Messe Dresden. Der Eintritt ist frei.

Nierensteintherapie

Organisator des Forums ist der Direktor der Urologischen Universitätsklinik Dresden, Prof. Dr. Dr. Manfred Wirth. Er wird die Besucher vor Ort begrüßen und durch das Programm begleiten. Heute erkrankt fast jeder 20. Bundesbürger einmal oder mehrfach im Leben an Nieren-, Harnleiter- oder Blasensteinen – Männer häufiger als Frauen. Ungünstige Ernährungs- und Trinkgewohnheiten, Infektionen der Harnwege oder Stoffwechselstörungen können ursächlich sein. Über den neuesten Stand der modernen Nierensteintherapie wird Prof. Dr. Frank Steinbach, Chefarzt der Urologischen Klinik am Krankenhaus Dresden-Friedrichstadt, Rede und Antwort stehen.

Urologische Krebserkrankungen

Ärzte in Deutschland haben 2012 bei über 486.000 ihrer Patienten eine Krebserkrankung neu festgestellt. In mehr als jedem fünften Fall trifft ein Urologe diese Diagnose. Bei Männern ist das Prostatakarzinom laut Robert-Koch-Institut seit Jahren die häufigste Krebsform (2012: geschätzt 67.600 Neuerkrankungen). Tumoren der Blase und der Nieren sind die zweit- bzw. dritthäufigsten urologischen Krebserkrankungen. Über Symptome und Früherkennung urologischer Tumorerkrankungen wird Dr. Veit Przybilla vom Diakonissenkrankenhaus Dresden berichten.

Urologische Aspekte Nierentransplantation

2012 wurden in Deutschland fast 2600 Nieren transplantiert. Dank der Entwicklung neuer Operationstechniken und wirksamerer Medikamente, die eine Abstoßung des transplantierten Organs verhindern, ist die Nierentransplantation heute eine erfolgreiche Therapie für chronisch Nierenkranke. Dr. Juliane Putz, Urologin in der Universitätsklinik Dresden, wird auf dem Patientenforum über die urologischen Aspekte der Nierentransplantation informieren.

Knopflochchirurgie

Die „Knopflochchirurgie“ ist längst in der Urologie etabliert. Statt durch einen großen Schnitt das Operationsfeld komplett freizulegen, werden dabei durch kleinste Schnitte Kamera, Beleuchtung und Instrumente zum Beispiel an die Prostata oder an die Niere geführt. Solche minimal-invasiven Eingriffe haben für Patienten Vorteile – angefangen von weniger Blutverlust, geringeren postoperativen Schmerzen und schnellerer Erholung bis hin zu kleineren Narben. Über die zunehmenden Einsatzmöglichkeiten der Laparoskopie in der Urologie wird MUDr. Vladimir Novotny PhD, Urologe an der Universitätsklinik Dresden, referieren.

Inkontinenz und Impotenz

Inkontinenz und Impotenz sind nach wie vor Erkrankungen, die viele Menschen aus falscher Scham verschweigen. "Rund acht Millionen Menschen sind von einer Blasenschwäche betroffen, und immer häufiger leiden auch jüngere Männer unter Impotenz", sagt DGU-Pressesprecherin Prof. Dr. Sabine Kliesch. Über wirkungsvolle Hilfen wird Dr. Ina Baumann vom Beckenbodennetzwerk Dresden aufklären, bevor die zweite Stunde des Forums dem Motto „Patienten fragen, Experten antworten“ gewidmet ist.

Die Teilnahme am Patientenforum ist wie immer kostenfrei und ohne Voranmeldung möglich.

Bettina-Cathrin Wahlers, Pressestelle der DGU, Deutsche Gesellschaft für Urologie e.V.
17.09.2013
22.06.2017, 11:21 | tsc
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