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DGHO e.V.

Onkologie und Ökonomie: Wann ist wirtschaftlicher Druck sinnvoll?

Straßenschild Friedrichstraße. © Peter von Bechen / pixelio.de
Straßenschild Friedrichstraße. © Peter von Bechen / pixelio.de

Können Ärztinnen und Ärzte im Behandlungsalltag stets ausschließlich entlang medizinischer Maximen agieren und entsprechend dem Patientenwohl entscheiden? Inwieweit wird die ärztliche Entscheidung von ökonomischen Faktoren beeinflusst? Diese Fragen werden unter dem Schlagwort „Ökonomisierung der Medizin“ zunehmend intensiv und emotional diskutiert.

Dabei wird unter Ökonomisierung in der Medizin ein vielschichtiges Phänomen verstanden, das gleichsam Ursache, Symptom und Folge problematischer Fehlentwicklungen im Gesundheitssystem der Bundesrepublik Deutschland ist. Gerade bei der Behandlung von Patienten mit Blut- und Krebserkrankungen stehen Ärztinnen und Ärzte zunehmend im Spannungsfeld zwischen medizinischer und wirtschaftlicher Verantwortung.

Alljährlich widmet sich die Frühjahrstagung der DGHO Deutsche Gesellschaft 
für Hämatologie und Medizinische Onkologie e. V. in Form von Vorträgen und Podiumsdiskussionen gesundheitspolitischen Themen und inhaltlichen Schwerpunkten des Fachgebiets. Damit ist die Tagung ein wichtiges und etabliertes Forum für den Austausch der in der Hämatologie und Onkologie Tätigen.

Am Donnerstag, 2. März 2017, steht der Themenkomplex Wirtschaftlichkeit in der Hämatologie/Onkologie mit folgenden Aspekten im Mittelpunkt:

Einfluss der Ökonomisierung auf die ärztliche Tätigkeit
o Thesen der Leopoldina zum Verhältnis von Medizin und Ökonomie
o Ist wirtschaftlicher Druck sinnvoll?
o Situation in der Hämatologie/Onkologie

Was muss sich ändern?
o DRG-System
o Vernetzung ambulanter und stationärer Bereich
o Arzneimittel: Modelle der Finanzierung

Ein wichtiger medizinischer Schwerpunkt am Donnerstag, 2. März 2017, ist das Thema „Liquid Biopsies zur Therapiesteuerung“. Durch die Identifizierung und molekulargenetische Untersuchung von im Blut nachweisbaren freien Tumor-DNA oder einzelnen Tumorzellen besteht die Möglichkeit, die zur Verfügung stehenden innovativen Arzneimittel sehr gezielt einzusetzen. Der aktuelle 
Stand wird am Beispiel des Prostata-, des Brust- und des Lungenkarzinoms verdeutlicht.

Am Freitag, 3. März 2017, diskutieren Expertinnen und Experten unter dem Titel „Biosimilars“ u. a. die Fragestellung, ob biologisch ähnliche Substanzen wirkungsgleiche Effekte erzielen. Darüber hinaus stehen Fragen zur Zulassung von Biosimilars in Deutschland und Europa sowie zur Akzeptanz von Biosimilars im Mittelpunkt.

Weitere Informationen und das vollständige Programm unter: https://www.dgho-service.de/tagungen_seminare_weiterbildungen/dgho_fruehjahrstag...

Die DGHO Deutsche Gesellschaft für Hämatologie und Medizinische Onkologie e.V. besteht seit über 75 Jahren und hat heute mehr als 3.000 Mitglieder, die in der Erforschung und Behandlung hämatologischer und onkologischer Erkrankungen tätig sind. Mit der Ausarbeitung von Aus-, Fort- und Weiterbildungscurricula, der Erstellung von Behandlungsleitlinien und Behandlungsempfehlungen sowie mit der Durchführung von Fachtagungen und Fortbildungsseminaren fördert die Fachgesellschaft die hochwertige Versorgung von Patientinnen und Patienten mit hämatologischen und onkologischen Erkrankungen.

Michael Oldenburg, Presse- und Öffentlichkeitsarbeit, DGHO Deutsche Gesellschaft für Hämatologie und Medizinische Onkologie e.V.
Michael Oldenburg, Tel.: 030 / 2787608927, Fax: 030 / 2787608918, E-Mail-Adresse: oldenburg@dgho.de
31.01.2017
22.06.2017, 11:21 | tsc
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