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Universitätsklinikum Leipzig

Patiententag zum Risiko von Kopf-Hals-Tumoren

Am 23.9. lädt Prof. Andreas Dietz (re.) zum Patiententag. Thema ist das Risiko von Kopf-Hals-Tumoren. © Foto: Stefan Straube / UKL
Am 23.9. lädt Prof. Andreas Dietz (re.) zum Patiententag. Thema ist das Risiko von Kopf-Hals-Tumoren. © Foto: Stefan Straube / UKL

Heiserkeit, Kratzen im Halsbereich oder der ständige Drang zum Hüsteln – das können Symptome für einen gefährlichen Kopf-Hals-Tumor sein. „Da die Beschwerden aber meist nicht deutlich sind, gehen die Betroffenen oft zu spät zum Arzt“, sagt Prof. Dr. Andreas Dietz, Direktor der Klinik und Poliklinik für Hals-, Nasen-, Ohrenheilkunde am Universitätsklinikum Leipzig.

„Mit einer Woche der Aufmerksamkeit will die Europäische Kopf-Hals-Gesellschaft auf das Thema aufmerksam machen. Als spezialisiertes Zentrum in Leipzig bieten wir deshalb allen Interessierten einen Patiententag, um über Krebs in Mundhöhle, Rachen und Kehlkopf aufzuklären. Experten der verschiedenen medizinischen Fachbereiche des Universitätsklinikums, die bei Diagnose, Behandlung und Nachsorge von Kopf-Hals-Tumor-Patienten interdisziplinär zusammenarbeiten, werden umfassend Auskunft geben.“

Jahrzehntelang galten vor allem Rauchen, übermäßiger Alkoholkonsum und Schadstoffe als die Risikofaktoren für Kehlkopfkrebs. „Inzwischen wissen wir, dass Kopf-Hals-Tumoren auch auf eine Infektion mit Viren zurückgeführt werden kann“, so Prof. Dietz. „Das eröffnet natürlich die Diskussion um eine Vorbeugung, die mit einer Schutzimpfung möglich ist.“ Hintergrund ist: Fast jeder Mensch infiziert sich im Laufe seines Lebens mit humanen Papillomviren (HPV). Diese Viren können ganz unterschiedliche Zellveränderungen auslösen – von der harmlosen Warze bis zum tödlichen Krebs. Eine sogenannte HPV-Impfung kann schützen, aber nur, wenn sie im Kindesalter vorgenommen wird.

Prof. Dietz, der bundesweit die Veranstaltungen zur Woche der Aufmerksamkeit organisiert, macht zudem auf die Möglichkeiten der Früherkennung von Krebserkrankungen am Zahnfleisch und in der Mundhöhle aufmerksam, die in den Universitäts-Zahnkliniken angesiedelt sind. Dabei werden Abstriche aus dem Mund auf Zellmuster untersucht, um Vorläufer von Tumorzellen oder die eigentlichen Krebszellen zu finden.

Info:
Patiententag „Risiko Kopf-Hals-Tumoren – Sind Sie betroffen?
Am Mittwoch, 23.09.2015, von 15 bis 18 Uhr
Hörsaal im Haus 1 des Universitätsklinikums
Liebigstr. 12, 04103 Leipzig

Universitätsklinikum Leipzig

Das Universitätsklinikum Leipzig (UKL) blickt gemeinsam mit der Medizinischen Fakultät als zweitältester deutscher Universitätsmedizin auf eine reiche Tradition zurück. Heute verfügt das Klinikum mit 1450 Betten über eine der modernsten baulichen und technischen Infrastrukturen in Europa. Zusammen mit der Medizinischen Fakultät ist es mit über 6000 Beschäftigten einer der größten Arbeitgeber der Stadt Leipzig und der Region. Jährlich werden hier über 350.000 stationäre und ambulante Patienten auf höchstem medizinischen Niveau behandelt. Diese profitieren von der innovativen Forschungskraft der Wissenschaftler, indem hier neueste Erkenntnisse aus der Medizinforschung schnell und gesichert in die medizinische Praxis überführt werden.

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Kathrin Winkler, Pressestelle / Unternehmenskommunikation, Tel.: 0341 / 97-15905, Fax: +49 (0)341 97-15906, eMail: presse@uniklinik-leipzig.de
16.09.2015
22.06.2017, 11:21 | tsc
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