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Sächsische Krebsgesellschaft

Projektworkshop "Sporttherapie für Patienten mit Krebs"

Impressionen vom Workshop "Sport und Krebs" in Chemnitz (5). © Foto: Krebs-Nachrichten
Impressionen vom Workshop "Sport und Krebs" in Chemnitz (5). © Foto: Krebs-Nachrichten

Am 28. Januar 2015 fand im Neuen Hörsaalgebäude der TU Chemnitz an der Reichenhainer Straße der Projektworkshop "Sporttherapie für Patienten mit Krebs" statt. Der Einladung von Sächsischer Krebsgesellschaft und TU Chemnitz waren über 170 Interessierte, darunter Studenten, Betroffene, Mediziner und Vertreter von Sportverbänden und -einrichtungen, gefolgt.

Eröffnet wurde die Veranstaltung durch Prof. Dr. Schulz von der Professur Sportmedizin/-biologie, dem Prorektor Prof. Dr. Fasbender und vom Geschäftsführer der Sächsischen Krebsgesellschaft, Dr. Porzig. In ihrer Einleitung erläuterten sie den Anwesenden die Motivation zu einem solchen Workshop: In der Vergangenheit haben behandelnde Ärzte ihren Krebspatienten oft geraten, sich während bzw. nach ihrer Krebsbehandlung körperlich zu schonen. Dies hat sich in den letzten Jahren jedoch grundlegend geändert.

Studien haben gezeigt, dass onkologische Patienten in nahezu jeder Krankheitssituation davon profitieren, sich sportlich zu betätigen. Wer körperlich aktiv ist, kann messbar die Nebenwirkungen einer Chemo- oder antihormonellen Therapie reduzieren. Er fühlt sich so seltener erschöpft und bleibt meist auch leistungsfähiger, sofern einer der individuellen Krankheitssituation und Therapie angemessenen körperlichen Aktivität nachgegangen wird. Neben der positiven Wirkung auf die Leistungsfähigkeit haben Sport und Bewegung auch einen positiven Einfluss auf das Selbstbewusstsein und die Lebensqualität. Trotz dieser positiven Einflüsse auf den Krankheitsverlauf sind Krebssport-Angebote im Freistaat Sachsen leider noch nicht flächendeckend verfügbar. Um dies zukünftig zu ändern, wollen die TU Chemnitz und die Sächsische Krebsgesellschaft nun hier aktiv werden, wie Dr. Peter Wright und Dr. Porzig bei der anschließenden Kurz-Präsentation der „Step On“ Projektidee verdeutlichten.

Es schloss sich ein Fachvortrag von Dr. Freerk Baumann von der Deutschen Sporthochschule in Köln an. Er legte den Anwesenden anhand konkreter Studien, Zahlen und Fakten dar, welchen Mehrwert sportliche Betätigung für Krebspatienten haben kann und welche konkreten unterstützenden Effekte der Therapie und welche Beeinflussung des Krankheitsverlaufs möglich sind. Darüber hinaus stellte er verschiedene Bewegungsprojekte vor und beantwortete in der anschließenden angeregten Diskussion die Fragen der Workshop-Teilnehmer.

Nach einer kurzen Pause folgten kurze Präsentationen verschiedener onkologischer Sport- und Bewegungsprojekte aus dem gesamten Bundesgebiet. Dabei gab es Einblicke in die Arbeit des Netzwerks Active-Onco-Kids, in aktuelle Projekte an der Universität in Münster sowie konkrete Praxisbeispiele aus Leipzig.

Zum Abschluss des Workshops stellten Sächsische Krebsgesellschaft und TU Chemnitz noch einmal Details zu den geplanten zukünftigen Projekten zu Bewegung und Sport bei Krebs vor und luden die Teilnehmer zur Mitarbeit ein, um gemeinsam an der Verbesserung der Versorgung von Krebspatienten im Raum Chemnitz und ganz Sachsen zu arbeiten.

Pressemitteilung Sächsische Krebsgesellschaft e.V.
Daniel Westphal, SKG e.V., eMail: d.westphal@skg-ev.de
30.01.2015
22.06.2017, 11:21 | tsc
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