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30. Deutscher Krebskongress 2012

Qualität sichern – Forschung fo(e)rdern

Brandenburger Tor Berlin. © Foto: Carl-Ernst Stahnke / pixelio.de
Brandenburger Tor Berlin. © Foto: Carl-Ernst Stahnke / pixelio.de

Der Deutsche Krebskongress öffnet seine Pforten vom 22. bis zum 25. Februar 2012 in Berlin.

Jährlich erkranken 450.000 Menschen in Deutschland neu an Krebs; bis 2020, so schätzen Experten, wird diese Zahl auf 600.000 anwachsen. Die steigende Zahl der Neuerkrankungen ist alarmierend, schon jetzt führen sie zu erheblichen Kostensteigerungen und Diskussionen über die Finanzierbarkeit von Krebstherapien in einem solidarisch organisierten Gesundheitswesen. Nur bessere Versorgungsstrukturen und optimierte Therapien können in dieser Situation weiterhelfen. „Dazu brauchen wir eine exzellente Forschung, dies betrifft nicht nur den Grundlagenbereich, sondern auch die klinische Forschung. Außerdem müssen wir eine hohe Qualität in der Patientenversorgung sicherstellen“, sagt Professor Peter Albers, Direktor der Urologischen Klinik am Universitätsklinikum Düsseldorf und Kongresspräsident des Deutschen Krebskongresses (DKK) 2012. „Um diesen Erfordernissen Nachdruck zu verleihen, haben wir den kommenden Deutschen Krebskongress unter das Motto ‚Qualität sichern – Forschung fo(e)rdern’ gestellt. Forschungsförderung sollte an wesentlichen Punkten durchaus auch politisch eingefordert werden.“

Neben der Präsentation herausragender wissenschaftlicher Beiträge konzentriert sich das Programm des kommenden DKK auf gesundheitspolitische Themen. Seit 2007 arbeitet die Deutsche Krebsgesellschaft gemeinsam mit der Deutschen Krebshilfe und anderen Beteiligten aus Politik und Wissenschaft an der Umsetzung des Nationalen Krebsplans. „Im Rahmen der geplanten DKK-Veranstaltungen zum Nationalen Krebsplan werden wir uns mit den Themen Krebsfrüherkennung, Qualitätssicherung, Arzneimittelbewertung und Patienteninformation auseinandersetzen“, sagt Professor Albers. „Darüber hinaus freuen wir uns sehr auf ein Symposium zur Qualität in der Patientenversorgung, das erstmalig in der Geschichte des DKK gemeinsam mit der renommierten amerikanischen Gesellschaft für klinische Onkologie ASCO durchgeführt wird.“ Besonders erfreulich ist, dass der Präsident der ASCO 2009-2010, Douglas W. Blayney (Stanford), der Einladung zum DKK gefolgt ist und den Vorsitz dieser Sitzung übernehmen wird.

Symposien zur Forschungsförderung, zur Betreuung Langzeitüberlebender mit Krebs und zu Krebs bei älteren Patienten runden das breite Spektrum der gesundheitspolitischen Veranstaltungen des DKK 2012 ab.

Im wissenschaftlichen Bereich zeichnet sich der DKK vor allem durch seine interdisziplinäre Ausrichtung aus – die klinische Onkologie ist dort ebenso vertreten wie die Radiotherapie, die onkologische Chirurgie, die Palliativmedizin und die onkologische Pflege. Um die Diskussion der vorgestellten Ergebnisse mit renommierten Kollegen aus dem In- und Ausland zu fördern, wurden außerdem neue Formate wie thematisch zusammenhängende Plenarsitzungen mit international besetzten „Keynote Lectures“, „Best-of“-Sitzungen und moderierte Diskussionsrunden ins Programm aufgenommen. „Wir freuen uns sehr auf ein spannendes und wissenschaftlich hochkarätiges Programm, für das wir zum Teil auch anerkannte Experten aus dem Ausland gewinnen konnten. Für alle, die sich aus erster Hand über die neuesten medizinischen Entwicklungen in der Krebsforschung und über politische Strukturveränderungen informieren wollen, ist dieser Kongress ein Muss“, sagt Dr. Johannes Bruns, Generalsekretär der Deutschen Krebsgesellschaft.

Der DKK 2012
Der Deutsche Krebskongress findet vom 22. bis zum 25. Februar 2012 im Berliner ICC statt; er ist der größte und älteste onkologische Fachkongress im deutschsprachigen Raum. Wie schon bei früheren Kongressen werden auch dieses Mal wieder mehrere Tausend Besucher aus dem In- und Ausland erwartet.

Pressemitteilung der Deutschen Krebsgesellschaft e.V.
Dr. Katrin Mugele, Pressestelle der Deutschen Krebsgesellschaft e. V., Straße des 17. Juni 106-108, 10623 Berlin, Tel.: 030 / 810 316 160, Fax: 030 / 810 316 111, eMail: presse@krebsgesellschaft.de
14.10.2011
22.06.2017, 11:21 | tsc
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