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Julius-Maximilians-Universität Würzburg

Strategien gegen gefälschte Medikamente

Verschiedene Medikamente. Tim Reckmann / pixelio.de
Verschiedene Medikamente. Tim Reckmann / pixelio.de

Arzneimittelfälschungen stehen im Mittelpunkt einer wissenschaftlichen Tagung, die Ende Mai in Würzburg stattfindet. Veranstalter sind die European Compliance Conference, die Deutsche Pharmazeutische Gesellschaft und das Institut für Pharmazie und Lebensmittelchemie der Universität Würzburg.

Schmerzmittel, Antibiotika, Mittel gegen Impotenz und Haarausfall, Muskelaufbaupräparate: Im Internet sind heutzutage zahlreiche Medikamente frei erhältlich – ohne Rezept und Beratung durch Arzt oder Apotheker. Wer sich auf diesem Weg seine Arznei besorgt, geht allerdings ein hohes Risiko ein: Viele der dort angepriesenen Mittel sind nach Aussagen der Weltgesundheitsorganisation WHO gefälscht. Nicht nur im Internet stellen die Fälschungen ein Problem dar: Laut WHO sind bis zu einem Drittel der in Asien, Afrika und Lateinamerika verkauften Arzneimittel gefälscht.

Sie enthalten die versprochenen Wirkstoffe entweder gar nicht oder in einer zu geringen Dosis und stellen häufig durch gefährliche Beimischungen ein Gesundheitsrisiko für die Patienten dar, die sie einnehmen.

Die Tagung in Würzburg

Arzneimittelfälschungen stehen im Mittelpunkt einer internationalen Tagung, die am 26. und 27. Mai in Würzburg stattfindet: “The 4th University of Würzburg Anitcounterfeit Conference - Strategies against Falsified / Counterfeit Medicines”. Veranstalter sind die Deutsche Pharmazeutische Gesellschaft, die European Qualified Person (QP) Association sowie die Universität Würzburg, vertreten durch die Professorin Ulrike Holzgrabe, Inhaberin des Lehrstuhls für Pharmazeutische und Medizinische Chemie.

Hauptgegenstand des Treffens sind effektive und bezahlbare Strategien für den globalen Kampf gegen Arzneimittelfälschungen. Dafür soll beispielsweise die Zusammenarbeit von Genehmigungsbehörden und Pharmazeutischer Industrie verbessert werden, um so ein wirksames Schutzsystem aufbauen zu können. Wie ein System aussehen muss, dass den sicheren Transport und die Verteilung von Arzneimitteln gewährleistet – auch und gerade in Entwicklungsländern; wie ein Unternehmen reagieren sollte, wenn es von Fälschungen erfährt und welche Anstrengungen in anderen Ländern unternommen werden, um Fälscher zu enttarnen, sind weitere Themen der Tagung.

Gunnar Bartsch Presse- und Öffentlichkeitsarbeit, Julius-Maximilians-Universität Würzburg
Prof. Dr. Ulrike Holzgrabe, Tel.: (0931) 31-85461
20.05.2014
22.06.2017, 11:21 | dre
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