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Welthirntumortag 2014

Themenabend zu Gedächtnisstörungen am 11. Juni 2014

Gehirnjogging. © Foto: Dorothea Jacob / pixelio.de
Gehirnjogging. © Foto: Dorothea Jacob / pixelio.de

Am 08. Juni ist Welthirntumortag. Dies nimmt die Neurochirurgische Klinik und Poliklinik der Universitätsmedizin Mainz zum Anlass, Betroffene, Angehörige, Interessierte und Ärzte in einer Reihe von Themenabenden über Auswirkungen und Begleiterscheinungen von Hirntumorerkrankungen zu informieren.

Den Auftakt bildet der Themenabend „Gedächtnisstörungen – Gehirnjogging für Hirntumorpatienten“ am 11.06.2014 um 17 Uhr im Seminarraum 1 der Frauenklinik, Gebäude 102, Universitätsmedizin, Langenbeckstr.1, 55131 Mainz. Der Eintritt ist frei.

Nach Hirntumoren und deren Operationen treten oft Gedächtnisstörungen auf, die zu erheblichen Beeinträchtigungen in der Bewältigung des Alltags führen können. Auch die anschließende Therapie, häufig mit Bestrahlung und Chemotherapie können die Gedächtnisleistung verschlechtern: Die Lern- und Merkfähigkeit kann stark reduziert sein und weicht deutlich von dem ab, wozu Menschen gleichen Alters ohne Beeinträchtigung in der Lage sind. Konkret haben Patienten mit Gedächtnisstörungen zum Beispiel Schwierigkeiten, sich Namen, Personen, Termine, Verabredungen zu merken oder ihr Orientierungssinn kann beeinträchtigt sein mit entsprechenden Folgen im Alltag.

Beim Themenabend „Gedächtnisstörungen – „Gehirnjogging für Hirntumorpatienten“ erfahren Betroffene unter anderem, welcher Hilfstechniken sie sich bedienen können, um Gedächtnisstörungen auszugleichen. Darüber hinaus demonstrieren die Mitarbeiter der Neurochirurgischen Klinik und Dr. Scheurich, Neuropsychologe aus der Klinik für Psychiatrie wie ein Gedächtnistest funktioniert.

Informieren können sich die Teilnehmer zudem über die seit rund einem Jahr angebotene neuropsychologische Therapie. Einerseits wirkt sich die neuropsychologische Therapie positiv auf die Verbesserung der Aufmerksamkeitsspanne sowie die Konzentrationsleistung und andererseits auf die Stabilisierung von Gedächtnisleistungen aus. Sie zeigt aber auch Wege zur Stabilisierung der Psyche auf und wie man lernen kann, mit diesem Handycap zu leben – ja auch neue Lebensqualität zu erleben.

Des Weiteren ist es das Ziel dieses Themenabends, Patienten untereinander und deren Angehörige miteinander in Kontakt zu bringen und Erfahrungen austauschen.

Weitere Themenabende sind in der zweiten Jahreshälfte zu den Themen „Epilepsie“ sowie „Rehabilitation und sozialrechtliche Beratung“ geplant. Die genauen Termine werden auf der Homepage der Neurochirurgischen Klinik unter „Veranstaltungen“ bekannt gegeben.

Über die Universitätsmedizin der Johannes Gutenberg-Universität Mainz

Die Universitätsmedizin der Johannes Gutenberg-Universität Mainz ist die einzige Einrichtung dieser Art in Rheinland-Pfalz. Mehr als 60 Kliniken, Institute und Abteilungen gehören dazu. Mit der Krankenversorgung untrennbar verbunden sind Forschung und Lehre. Rund 3.500 Studierende der Medizin und Zahnmedizin werden in Mainz kontinuierlich ausgebildet. Weitere Informationen im Internet unter www.unimedizin-mainz.de

Universitätsmedizin der Johannes Gutenberg-Universität
Dr. med. Mirjam Renovanz, Ärztin an der Neurochirurgischen Klinik und Poliklinik der Universitätsmedizin Mainz, eMail: mirjam.renovanz@unimedizin-mainz.de
05.06.2014
22.06.2017, 11:21 | dre
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