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Universitätsklinikum Jena

Leukämien im Fokus: UKJ-Abendvorlesung am 25. Februar

Prof. Dr. Paul La Rosée von der Klinik für Innere Medizin II am UKJ untersucht am Mikroskop ein Ausstrichpräparat des Knochenmarks, um eine Leukämie zu diagnostizieren. © Foto: UKJ
Prof. Dr. Paul La Rosée von der Klinik für Innere Medizin II am UKJ untersucht am Mikroskop ein Ausstrichpräparat des Knochenmarks, um eine Leukämie zu diagnostizieren. © Foto: UKJ

Wenn das blutbildende System erkrankt: Jedes Jahr erhalten in Thüringen rund 250 Menschen die Diagnose Leukämie. Deshalb ist es für Betroffene sehr wichtig, die Krankheit frühzeitig diagnostizieren und kompetent behandeln zu lassen. Um über die verschiedenen Formen der Erkrankung zu informieren, stellt die Jenaer Abendvorlesung der GesundheitsUni am 25. Februar das Thema Leukämien in den Mittelpunkt. Prof. Dr. Paul La Rosée von der Klinik für Innere Medizin II am Universitätsklinikum Jena (UKJ) beginnt seinen Vortrag um 19.00 Uhr im Hörsaal 1 des Klinikums am Standort Lobeda.

„Die verschiedene Erkrankungen des blutbildenden Systems hängen vom genauen Ursprungsort im Körper und von einem akuten oder chronischen Verlauf der Krankheit ab“, erklärt Prof. La Rosée. Während akute Leukämien plötzlich auftretende Erkrankungen sind, weisen chronische Leukämien einen langsameren, eher schleichenden Erkrankungsverlauf auf. So vielfältig wie die Erscheinungsformen sind auch die Diagnosemöglichkeiten von Blutkrebs. „Neben speziellen Laboruntersuchungen von Knochenmark und Blut setzen wir auch bildgebende Untersuchungen wie Röntgenaufnahmen, Magnetresonanztherapie oder Ultraschall ein, um Leukämien zu diagnostizieren“, beschreibt der Onkologe die große Bedeutung der Zusammenarbeit aller Disziplinen der Medizin für eine Leitliniengerechte Diagnosestellung und Therapie.

Außerdem informiert Prof. La Rosée in der Abendvorlesung über die unterschiedlichen Therapiemöglichkeiten am Jenaer Uniklinikum. Prof La Rosée: „Je nach Risiko-Profil sind Leukämie-Patienten auch auf eine Stammzelltherapie angewiesen. Das gilt vor allem bei Patienten mit akuten Erkrankungsformen.“ Bei dieser Therapie erhalten die Erkrankten auf Krankheitsbild und Patienten zugeschnittene Stammzellen, die körpereigen sind oder von einem passenden Spender stammen. Etwa 100 Patienten werden allein am UKJ jährlich auf diese Weise behandelt. „Da sich die medikamentöse Behandlung der chronischen Verlaufsformen deutlich verbessert hat, kann hierbei oftmals auf eine Stammzelltherapie verzichtet werden“, verdeutlicht der Onkologe die Entwicklungen der letzten 15 Jahre im Bereich der chronischen Blutkrebserkrankungen. Da diese Verbesserungen ohne klinische Studien nicht denkbar wären, zeigt La Rosée auch die Möglichkeiten einer Therapie innerhalb moderner klinischer Studien auf.

Auf einen Blick:

25. Februar 2015
Leukämie: Krankheitsbild und moderne Therapieverfahren
Prof. Dr. Paul La Rosée, Klinik für Innere Medizin II, Universitätsklinikum Jena
Abendvorlesung der GesundheitsUni und des Fördervereins des UKJ
Zeit: 19.00 Uhr
Ort: Hörsaal 1, Universitätsklinikum Jena-Lobeda, Erlanger Allee 101

Pressemitteilung, Universitätsklinikum Jena
Universitätsklinikum Jena, Bachstraße 18, 07743 Jena, Stefan Dreising Leiter, Unternehmenskommunikation, Pressesprecher, Tel.: 03641 / 9-34382, Fax: 03641 / 9-33322, eMail: stefan.dreising@med.uni-jena.de
18.02.2015
22.06.2017, 11:21 | dre
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