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Symposium für Ärzte und Pflegekräfte

Wenn Fatigue die Lebensqualität beeinträchtigt

Wenn Fatigue die Lebensqualität beeinträchtigt. © Foto: D. Braun / pixelio.de
Wenn Fatigue die Lebensqualität beeinträchtigt. © Foto: D. Braun / pixelio.de

Erschöpfung, Energiemangel, Konzentrationsschwäche: Nahezu jeder Krebspatient ist irgendwann im Laufe seiner Erkrankung von einer Tumor-Fatigue betroffen. Meistens vergeht die Fatigue wieder von selbst. Es gibt aber auch Patienten, die jahrelang darunter leiden, sogar dann, wenn sie ihre Krebserkrankung schon lange überwunden haben. Experten informieren bei einem Symposium in Berlin am 24. Februar 2015 über tumorbedingte Fatigue.

Je nachdem, wie ausgeprägt die Tumor-Fatigue ist und wie lange der Zustand anhält, können Alltag und Lebensqualität der Patienten stark beeinträchtigt sein. Weil Fatigue für viele Betroffene eine zermürbende Begleiterscheinung ist, hat die Berliner Krebsgesellschaft zwei Fatigue-Spezialisten zu einem Vortragsabend für praktisch tätige Ärzte und Pflegekräfte eingeladen.

Am 24. Februar werden Dr. Irene Fischer vom Institut für Tumor-Fatigue-Forschung in Emskirchen und Prof. Dr. Hans-Hennig Flechtner von der Universitätsklinik für Psychotherapie und Psychosomatik in Magdeburg das Syndrom aus verschiedenen Blickwinkeln beleuchten. Professor Hans-Hennig Flechtner wird über die Ursachen und Grundlagen der Tumor-Fatigue sprechen und wichtige Hintergrundinformationen vermitteln. Dr. Irene Fischer wird das Konzept der Tumor-Fatigue-Sprechstunde vorstellen, das sie derzeit in Nürnberg gemeinsam mit der Bayerischen Krebsgesellschaft umsetzt. Dort erhalten Ratsuchende eine ausführliche Diagnostik und eine individuelle Beratung über mögliche Therapien. „Ziel der Diagnostik ist, nach Möglichkeit (Mit-) Ursachen für die Fatigue zu finden, die dann behandelt werden können“, sagt Dr. Fischer. „Gelingt es nicht, konkrete Ursachen aufzuzeigen, stehen symptomatische Therapien zur Verfügung. Dabei wird nicht die mögliche Ursache für die Müdigkeit behandelt, sondern die Müdigkeit an sich.“

Die beiden Vorsitzenden der Berliner Krebsgesellschaft, Prof. Dr. Dr. Peter M. Schlag und Prof. Dr. Petra Feyer, werden durch das Symposium führen. In der abschließenden Diskussion haben die Zuhörer die Möglichkeit, den Experten persönliche Fragen zu stellen.

Der Vortrag findet am Dienstag, 24. Februar 2015 von 17 bis 19 Uhr im Seminarraum des Kaiserin Friedrich-Hauses statt: Robert-Koch-Platz 7, 10115 Berlin. Der Eintritt ist frei!

Newsletter der Berliner Krebsgesellschaft e.V.
Berliner Krebsgesellschaft e.V., Pressestelle, Maren Müller, Robert-Koch-Platz 7, 10115 Berlin, Tel.: 030 / 280 41 955, Fax: 030 / 282 41 36, eMail: presse@berliner-krebsgesellschaft.de
12.12.2014
22.06.2017, 11:21 | tsc
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