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Praxis-Workshop

Workshop des Nationalen Krebsplans zur Stärkung der Bürger- und Patientenorientierung

Porträtfoto Parlamentarische Staatssekretärin Annette Widmann-Mauz. © Foto: Bundesregierung/Steffen Kugler
Porträtfoto Parlamentarische Staatssekretärin Annette Widmann-Mauz. © Foto: Bundesregierung/Steffen Kugler

Wie können Krebspatienten und die Allgemeinbevölkerung besser über medizinische Entscheidungen informiert werden? Wie können sie besser in diese Entscheidungsprozesse einbezogen werden? Über diese Fragen diskutieren Akteure des Nationalen Krebsplans sowie führende nationale und internationale Expertinnen und Experten aus dem Bereich der Gesundheitsinformation im Rahmen eines zweitägigen praxisbezogenen Workshops "Informierte Entscheidung – Quo vadis?" vom 26. bis 27. Februar 2015 in Berlin.

Dazu erklärt die Parlamentarische Staatssekretärin Annette Widmann-Mauz: "Die Diagnose 'Krebs' ist für Betroffene und ihre Angehörigen ein Schock. Während gerade noch versucht wird zu begreifen, was die Krebsdiagnose für das eigene Leben bedeutet, stehen schon die ersten Entscheidungen an. Viele Krebskranke fühlen sich dadurch überfordert. Gerade in dieser Situation geht es darum, einfühlsam auf Krebskranke und ihre Angehörigen einzugehen, sie durch verständliche Informationen mitzunehmen und in anstehende Entscheidungen einzubinden. Ärztliches und pflegerisches Personal spielen dabei eine ganz zentrale Rolle. Der Workshop kann wichtige Impulse geben, um die Patientenorientierung von der Früherkennung bis zur onkologischen Versorgung weiter zu stärken."

Die Stärkung der Patientenorientierung und bedarfsgerechte Informationen sind neben der Weiterentwicklung der Krebsfrüherkennung und der onkologischen Versorgung Schwerpunktthemen im Nationalen Krebsplan. Expertenarbeitsgruppen haben inzwischen zielgerichtete Empfehlungen, die für eine informierte und partizipative Entscheidungsfindung relevant sind, erarbeitet. Zur Umsetzung dieser Empfehlungen in die onkologische Versorgungspraxis und Früherkennung sollen in dem von der Arbeitsgemeinschaft Dermatologische Prävention (ADP) e.V. organisierten und vom Bundesministerium für Gesundheit (BMG) geförderten Workshop konkrete Vorschläge und weiterführende Schritte im Sinne einer "Roadmap – informierte und partizipative Entscheidungsfindung bis 2020" entwickelt werden.

Herr Prof. Dr. Eckhard Breitbart, 2. Vorsitzender der Arbeitsgemeinschaft Dermatologische Prävention e.V. und Organisator der Veranstaltung, erklärt hierzu: "Gemeinsam wollen wir die informierte und partizipative Entscheidungsfindung aus den Perspektiven der verschiedenen Akteure sowie unter Berücksichtigung der Arbeitsfelder Gesundheitsinformation, kommunikative Kompetenzen der Leistungserbringer und Gesundheitskompetenz in der Allgemeinbevölkerung bzw. bei Krebskranken betrachten. Ziel ist es, die Voraussetzungen für eine höhere Zufriedenheit unserer Patientinnen und Patienten, der Allgemeinbevölkerung und der Leistungserbringer mit den Prozessen und Ergebnissen der onkologischen Versorgung und Krebsfrüherkennung zu schaffen."

Um die Krebsbekämpfung in Deutschland weiter voranzubringen, wurde vom BMG gemeinsam mit der Deutschen Krebshilfe, der Deutschen Krebsgesellschaft und der Arbeitsgemeinschaft Deutscher Tumorzentren im Juni 2008 der Nationale Krebsplan initiiert. Ausgehend von dem in Deutschland bereits bestehenden hohen Versorgungsniveau werden im Krebsplan zahlreiche Maßnahmen auf den Weg gebracht, um die Krebsfrüherkennung weiter voranzubringen, überall in Deutschland eine qualitativ hochwertige Krebsbehandlung anzubieten und die Patientenorientierung zu stärken. Insgesamt beteiligen sich über 20 Organisationen und Akteure des Gesundheitswesens am Krebsplan, darunter Selbstverwaltung, Länder, Wissenschaft und Patientenverbände.

Ansprechpartner für nähere Informationen zum Workshop und seinen Ergebnissen ist Herr Prof. Dr. Eckhard Breitbart, Arbeitsgemeinschaft Dermatologische Prävention e.V. (info@professor-breitbart.de, www.unserehaut.de).

Mehr zum Thema
Link zum Nationalen Krebsplan

Pressemitteilung BMG - Bundesministerium für Gesundheit
Pressesprecherin Katja Angeli, BMG, Tel.: 030 / 18441-2442 oder -2225 (bundesweiter Ortstarif), eMail: pressestelle@bmg.bund.de
26.02.2015
22.06.2017, 11:21 | tsc
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