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Dr. Matthias Christgen

Claudia von Schilling Stiftung ehrt MHH-Forscher

Privatdozent Dr. Matthias Christgen, PhD, und Maike Holz, Stiftungsmanagerin der Claudia von Schilling Stiftung. © Foto: MHH/Kaiser
Privatdozent Dr. Matthias Christgen, PhD, und Maike Holz, Stiftungsmanagerin der Claudia von Schilling Stiftung. © Foto: MHH/Kaiser

Privatdozent Dr. Matthias Christgen aus dem Institut für Pathologie der Medizinischen Hochschule Hannover (MHH) hat jetzt den mit 10.000 Euro dotierten „Breast Cancer Research Junior Award 2015”.erhalten. Damit ehrt die Claudia von Schilling Stiftung, die ihren Sitz in Hannover und Zürich hat, seine herausragende Arbeit im Bereich der Diagnostik von Brustkrebs.

Der Wissenschaftler hat eine Methode weiterentwickelt, die hilft, aggressive Formen des Brustkrebes von weniger aggressiven unterscheiden zu können. Diese Differenzierung ist wichtig, um nachfolgende Therapien der Tumorbiologie optimal anzupassen, etwa Chemo- und Hormontherapien.

Ob es sich bei Brustkrebs um eine aggressive oder weniger aggressive Form handelt, hängt von zahlreichen Faktoren ab und ist unter anderem an der mikroskopischen Struktur des Gewebes oder anhand bestimmter angeschalteter Gene ablesbar. PD Dr. Christgens Arbeit drehte sich um Ki67 – einen Faktor, der die Wachstumsrate von Brustkrebszellen mikroskopisch sichtbar macht. Seine Arbeit trägt dazu bei, die Auswertung der Ki67-Färbung mit Computer-gestützter Bildanalyse besser standardisierbar zu machen. „Wir haben über Experimente Rahmenbedingungen für diese Auswertung definiert“, erläutert er. An der MHH werde diese Methode bereits angewendet. Sie eignet sich nicht nur für Brustkrebs, sondern auch für bestimmte Tumore des Verdauungstrakts.

Mit dem Preisgeld wird Dr. Christgen am sogenannten lobulären Mammakarzinom forschen. Diese Tumore sind ein Forschungsschwerpunkt am Institut für Pathologie. „Lobuläre Mammakarzinome unterscheiden sich in ihrer Morphologie und Biologie von anderen Formen des Brustkrebses. Wir gehen davon aus, dass diese Tumore auch einer speziellen Therapie bedürfen“, sagt er. Aktuell erforscht er sogenannte Transkriptionsfaktoren, die den Tumor steuern und eventuell erhellen können, aus welchen Ursprungszellen sich das lobuläre Mammakarzinom entwickelt.

Darüber hinaus erhielten Professorin Dr. Doris Steinemann und Professorin Dr. Brigitte Schlegelberger, Institut für Humangenetik, 75.000 Euro von der Stiftung für ihre Arbeit zur Genetik des familiären Brust- und Eierstockkrebs. Dr. Thilo Dörk-Bousset, Klinik für Frauenheilkunde und Geburtshilfe, erhielt rund 25.000 Euro für das Forschungsprojekt zu genetischen Markern für die individualisierte Therapie beim triple-negativen Mammakarzinom. Dieses Projekt wird zusätzlich von der Niedersächsischen Krebsgesellschaft unterstützt.

Den mit 20.000 Euro dotierten Claudia von Schilling-Preis 2015, der im Januar 2016 vergeben wurde, erhielten je zur Hälfte Professorin Dr. Sibylle Loibl von der „German Breast Group“ in Neu-Isenburg und Professorin Dr. Karen Steindorf vom Deutschen Krebsforschungszentrum Heidelberg.

Weitere Informationen erhalten Sie bei Maike Holz, Stiftungsmanagerin der Claudia von Schilling Foundation for Breast Cancer Research, info@cvs-foundation.org, Telefon (0511) 544 45 69-0.

Die Claudia von Schilling Stiftung hat ihren Sitz in Hannover und Zürich. Sie fördert seit Jahren die Brustkrebsforschung und vergibt jährlich den „Breast Cancer Research Junior Award“ sowie den mit 20.000 Euro dotierten Claudia von Schilling-Preis für herausragende Forschungen.

 

Stefan Zorn, Presse- und Öffentlichkeitsarbeit, Medizinische Hochschule Hannover
Stefan Zorn, Tel.: 0511 / 532-6773, Fax: 0511 / 532-3852, eMail: zorn.stefan@mh-hannover.de
19.02.2016
22.06.2017, 11:21 | tsc
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