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  • Thomas Schönemann

Dr. Claudia Waskow

Dresdner Wissenschaftlerin ist Mitglied der neuen DFG-Forschergruppe für Stammzellforschung

Menschliche embryonale Stammzellen. A: undifferenzierte Kolonien (links). B: Neuron-Tochterzelle (rechts). © Foto: Nissim Benvenisty [CC-BY-2.5 (http://creativecommons.org/licenses/by/2.5)], via Wikimedia Commons
Menschliche embryonale Stammzellen. A: undifferenzierte Kolonien (links). B: Neuron-Tochterzelle (rechts). © Foto: Nissim Benvenisty [CC-BY-2.5 (http://creativecommons.org/licenses/by/2.5)], via Wikimedia Commons

Eine von der Deutschen Forschungsgemeinschaft (DFG) geförderte Forschergruppe mit Wissenschaftlern aus München, Freiburg, Heidelberg und Dresden wird künftig die Untersuchung der Umgebung von blutbildenden Stammzellen vorantreiben. Ziel ist es, die unmittelbare Umgebung der Blutstammzellen im Knochenmark besser zu verstehen, um mit diesem Wissen die Behandlung von Krankheiten des Blut- und Lymphsystems optimieren zu können.

An diesem Forschungsverbund ist Dr. Claudia Waskow vom DFG-Forschungszentrum für Regenerative Therapien Dresden – Exzellenzcluster an der TU Dresden (CRTD) beteiligt. Die DFG fördert die Gruppe mit 2,5 Millionen Euro zunächst für drei Jahre.

Dass Stammzellen, die für die Blutbildung verantwortlich sind, im Knochenmark vorkommen, ist bekannt. Wie wichtig auch ihre unmittelbare Umgebung ist, die so genannte hämatopoetische Nische, wird jedoch erst seit Kurzem genauer untersucht. Die Forscher vermuten, dass die Nische zwei wichtige Funktionen erfüllt: Blutstammzellen werden in der Nische in einem ruhenden Zustand gehalten, können aber in durch Infektionen, Bestrahlungen oder Chemotherapie induzierten Stresssituationen von diesen Nischen freigesetzt werden um neues Blut zu bilden.

Während inzwischen die meisten zellulären Bestandteile der Nische im Tiermodell bekannt sind, ist das Zusammenwirken der einzelnen Komponenten größtenteils noch unbekannt. Um diese Komponenten zu erforschen, haben sich auf diesem Gebiet führende Forscher aus München, Freiburg, Dresden und Heidelberg zusammengeschlossen. Die in der Forschergruppe gebündelte Expertise ermöglicht Untersuchungen, wie Blutstammzellen freigesetzt oder in der Nische verankert werden und welche Bestandteile der Nische dabei eine zentrale Rolle spielen.

Die Arbeitsgruppe von Dr. Claudia Waskow am DFG-Forschungszentrum für Regenerative Therapien Dresden – Exzellenzcluster an der TU Dresden (CRTD) wird sich auf die Fragestellung konzentrieren, welche zellulären und molekularen Komponenten einer solchen Nische humane blutbildende Stammzellen unterstützen können. Dazu werden genetische und molekulare Technologien sowie bildgebende Verfahren kombiniert. Die Forscher hoffen, dass Bluterkrankungen so langfristig besser behandelt werden können. Weiterhin soll das Verständnis der Physiologie auch anderer adulter Stammzellen verbessert werden.

Dr. Claudia Waskow, Forschungsgruppenleiterin am CRTD, ist Mitglied der von der DFG geförderten Forschergruppe für Stammzellforschung. © Foto: CRTD
Dr. Claudia Waskow, Forschungsgruppenleiterin am CRTD, ist Mitglied der von der DFG geförderten Forschergruppe für Stammzellforschung. © Foto: CRTD

Beteiligte Projekte werden von folgenden Partnern geleitet: 
• Dr. Christine Dierks und Prof. Dr. Justus Duyster (I. Medizinische Klinik, Universitätsklinik, Freiburg)
• Dr. Marieke Essers (Institut Für Stammzellforschung, DKFZ, Heidelberg)
• Dr. Florian Gärtner und Prof. Dr. Steffen Massberg (I. Medizinische Klinik, Klinikum Großhadern, LMU, München)
• Dr. Matthias Kieslinger, Co-Sprecher (Helmholtzzentrum München)
• PD Dr. Robert Oostendorp, Sprecher und PD Dr. Katharina Götze (III. Medizinische Klinik, Klinikum rechts der Isar der TU München)
• PD Dr. Ingo Ringshausen (III. Medizinische Klinik, Klinikum rechts der Isar der TU München)
• Prof. Dr. Andreas Trumpp (Institut für Stammzellforschung, DKFZ, Heidelberg)
• Dr. Claudia Waskow (DFG-Zentrum für Regenerative Therapien – Exzellenzcluster an der TU Dresden (CRTD), TU Dresden)

Das 2006 gegründete Zentrum für Regenerative Therapien Dresden (CRTD) der Technischen Universität konnte sich in der dritten Runde der Exzellenzinitiative erneut als Exzellenzcluster und DFG-Forschungszentrum durchsetzen. Es wird von dem Entwicklungs- und Neurobiologen Prof. Dr. Michael Brand geleitet. Ziel des CRTD ist es, das Selbstheilungspotential des Körpers zu erforschen und völlig neuartige, regenerative Therapien für bisher unheilbare Krankheiten zu entwickeln. Die Forschungsschwerpunkte des Zentrums konzentrieren sich auf Hämatologie und Immunologie, Diabetes, neurodegenerative Erkrankungen sowie Knochendegeneration. Zurzeit arbeiten fünf Professoren und neun Forschungsgruppenleiter am CRTD, die in einem interdisziplinären Netzwerk von über 90 Mitgliedern sieben verschiedener Institutionen Dresdens eingebunden sind. Zusätzlich unterstützen 18 Partner aus der Wirtschaft das Netzwerk. Dabei erlauben die Synergien im Netzwerk eine schnelle Übertragung von Ergebnissen aus der Grundlagenforschung in klinische Anwendungen. www.crt-dresden.de

Birte Urban-Eicheler, Presse- und Öffentlichkeitsarbeit, DFG-Forschungszentrum für Regenerative Therapien Dresden
Birte Urban-Eicheler, Pressesprecherin, Tel.: 0351 / 463 40347, Fax: 0351 / 463 40348, eMail: birte.urban-eicheler@crt-dresden.de
11.12.2013
22.06.2017, 11:21 | tsc
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