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Prof. Dr. Michael Heuser

MHH-Forscher erhält Heisenberg-Professur

Professor Dr. Michael Heuser. © Foto: Klöpper-Fotodesign
Professor Dr. Michael Heuser. © Foto: Klöpper-Fotodesign

Professor Dr. Michael Heuser hat von der Deutschen Forschungsgemeinschaft (DFG) eine Heisenberg-Professur zuerkannt bekommen und an der Medizinischen Hochschule Hannover (MHH) in der Klinik für Hämatologie, Hämostaseologie, Onkologie und Stammzelltransplantation angetreten. Er erforscht Mechanismen, die zur sogenannten akuten myeloischen Leukämie führen, einer besonders aggressiven Form des Blutkrebses. Sein Ziel ist es, neue Therapien zu finden.

„Ich beglückwünsche Professor Heuser zur Bewilligung dieser Professur für Molekulare Therapien in der Hämatologie. Er erhält für sich und sein Team sehr wertvolle Ressourcen, um durch exzellente Forschung die Heilungschancen für Blutkrebspatienten zu erhöhen. Darüber hinaus freue ich mich für die MHH, da das hohe Renommee des Heisenberg-Programms unsere Hochschule national und international noch sichtbarer macht“, sagt MHH-Präsident Professor Dr. Christopher Baum.

Professor Heuser ist begeistert von den Synergien, die sich durch die Heisenberg-Professur ergeben: „Wir durchleuchten Blutkrebs in allen Aspekten. Wir diagnostizieren und behandeln die Patienten, führen klinische Studien mit innovativen Medikamenten durch und betreiben Grundlagenforschung, um Krankheitsprozesse genau zu verstehen und neue Therapiestrategien entwickeln zu können“, sagt der 40-jährige Arzt und Wissenschaftler, Oberarzt an der Klinik. „Wir kennen inzwischen viele Hebel, die die Erkrankung in Gang setzen. Nun müssen wir effektive Medikamente entwickeln, um sie ausschalten zu können“, führt er aus. Dazu hat er ein internationales Team von Wissenschaftlern und Studenten zusammengestellt und kooperiert weltweit mit anderen Forschern. So konnte er bereits eine Substanz entwickeln, die im Mausmodell ein Enzym hemmt, das für die Entstehung von Leukämiezellen wichtig ist. Zudem entwickelt er derzeit Therapien, die auf Nanopartikeln basieren: Mit bestimmten kleinen Ribonukleinsäure-Molekülen sollen gezielt Gene ausgeschaltet werden, die zu Blutkrebs führen. Ebenso erarbeitet sein Team neue Verfahren, mit denen der Krankheitsverlauf und die minimale Resterkrankung im Therapieverlauf besser überwacht werden können.

Pro Jahr vergibt die DFG deutschlandweit – über alle Fachdisziplinen hinweg – rund 19 Heisenberg-Professuren. Damit finanziert sie exzellente Wissenschaftler als Hochschullehrer für einen Zeitraum von bis zu fünf Jahren. Anschließend übernimmt die jeweilige Hochschule diese Finanzierung.

Weitere Informationen erhalten Sie bei Professor Dr. Michael Heuser, Telefon (0511) 532-3720, heuser.michael@mh-hannover.de

Stefan Zorn Presse- und Öffentlichkeitsarbeit, Medizinische Hochschule Hannover
Professor Dr. Michael Heuser, Tel.: (0511) 532-3720, eMail: heuser.michael@mh-hannover.de.
17.09.2015
22.06.2017, 11:21 | dre
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