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Prof. Dietrich W. Beelen

Karl-Heinrich-Bauer-Medaille für besondere Verdienste auf dem Gebiet der Knochenmarktransplantation

Prof. Wolff Schmiegel, Präsident der Deutschen Krebsgesellschaft (rechts) verleiht die Karl-Heinrich-Bauer-Medaille an Prof. Dietrich W. Beelen (links). © Renate Babnik/Universitätsklinikum Essen
Prof. Wolff Schmiegel, Präsident der Deutschen Krebsgesellschaft (rechts) verleiht die Karl-Heinrich-Bauer-Medaille an Prof. Dietrich W. Beelen (links). © Renate Babnik/Universitätsklinikum Essen

Eine besondere Ehrung erhielt der Hämatologe und Onkologe Prof. Dr. Dietrich W. Beelen vom Universitätsklinikum Essen (UK Essen) auf der Mitgliederversammlung der Deutschen Krebsgesellschaft e.V. (DKG) am Samstag, dem 14. Juni 2014, in Berlin: Die Fachgesellschaft zeichnete ihn für seine Verdienste auf dem Gebiet der Knochenmarktransplantation mit der Karl-Heinrich-Bauer-Medaille 2014 aus.

Seit 1994 überreicht die DKG diese an Ärzte und Wissenschaftler als Anerkennung für besondere Leistungen in der Krebsforschung.

Prof. Beelen erhielt die Karl-Heinrich-Bauer-Medaille für seine Arbeit auf dem Gebiet der allogenen Stammzelltransplantation. Hier entnehmen die Ärzte blut-bildende Stammzellen aus dem Knochenmark oder peripheren Blut – also Stammzellen, die sich vorübergehend im Blutkreislauf befinden – eines gewebsverträglichen Spenders und übertragen es auf den jeweiligen Empfänger. Eine solche Transplantation ist für viele Patienten mit bösartigen Erkrankungen der Blutbildung und des lymphatischen Systems oft die einzige Behandlungsmöglichkeit, wenn andere Therapien nicht angeschlagen haben oder allein nicht ausreichend wirksam sind.

„Professor Beelen hat maßgeblich dazu beigetragen, die Situation schwerkranker Leukämiepatienten zu verbessern und das Ansehen der Onkologie in Deutschland durch erfolgreiche Studien auf dem Gebiet der Stammzelltransplantation zu stärken“, hob Prof. Wolff Schmiegel, Präsident der Deutschen Krebsgesellschaft, anlässlich der Preisvergabe hervor. Pro Jahr profitieren alleine an der Klinik für Knochenmarktransplantation am Westdeutschen Tumorzentrum (WTZ) des UK Essen über 200 Patienten von einer solchen Behandlung. Die Klinik, die Prof. Beelen seit 2002 leitet, ist damit das Zentrum mit der größten Transplantationsaktivität in Europa und mit fast 4.000 allogenen Stammzelltransplantationen auch eines der erfahrensten Zentren weltweit. Im Jahr 2002 war bereits Herr Prof. Carl-Gottfried Schmidt, der ehemalige Direktor und Begründer des WTZ, für seine Verdienste um die Onkologie mit der Karl-Heinrich-Bauer-Medaille ausgezeichnet worden.

Bei der Weiterentwicklung der allogenen Stammzelltransplantation legt Prof. Beelen einen besonderen Schwerpunkt auf neue, schonende Verfahren für ältere Patienten, da diese besonders häufig von bösartigen Krebserkrankungen der Blutbildung und des lymphatischen Systems betroffen sind. Darüber hinaus entwickelt und prüft Prof. Beelen modifizierte allogene Stammzellpräparate für Patienten ohne gewebsverträgliche Spender sowie innovative zelltherapeutische Präparate. Darüber hinaus ist er Vorsitzender des Deutschen Registers für Stammzelltransplantationen.

Hintergrund-Informationen
Die Karl-Heinrich-Bauer Medaille
Mit der Auszeichnung hält die Deutsche Krebsgesellschaft die Erinnerung an den bedeutenden Chirurgen Karl Heinrich Bauer, Ordinarius der Chirurgischen Klinik in Heidelberg und Gründer des Deutschen Krebsforschungszentrums, als großen Arzt und erfolgreichen Forscher auf dem Gebiet der Onkologie lebendig. Der Preis wird seit 1994 jährlich vergeben.

Die Deutsche Krebsgesellschaft
Die Deutsche Krebsgesellschaft e.V. (DKG) ist mit mehr als 7.200 Mitgliedern das größte onkologische Experten-Netzwerk im deutschsprachigen Raum. Ziel der fachübergreifenden Arbeit der DKG ist eine flächendeckende, qualitätsgesicherte Versorgung und die Sicherstellung von Innovation in der modernen Krebsmedizin. Wichtige Säulen sind dabei die Organkrebszentren und Onkologischen Zentren, die die beteiligten Fachdisziplinen zu einer engen Kooperation verpflichten. Die DKG hat es sich außerdem zur Aufgabe gemacht, durch Zertifizierung die Qualität der Krebsversorgung zu überprüfen, damit die Betroffenen sicher sein können, nach bestem Kenntnisstand behandelt zu werden.
http://www.krebsgesellschaft.de/

Nähere Informationen:
Prof. Dr. Dietrich W. Beelen
Direktor der Klinik für Knochenmarktransplantation
Telefon 0201/723–3136
http://www.uk-essen.de/?id=2378

Über das Universitätsklinikum Essen (UK Essen)
Als Krankenhaus der Maximalversorgung ist das Universitätsklinikum Essen (UK Essen) heute das größte an einem Standort zentrierte Universitätsklinikum des Ruhrgebiets und damit das „Klinikum der Metropole Ruhr“. Jedes Jahr werden rund 50.000 Patientinnen und Patienten in den 1.300 Betten stationär und 165.000 ambulant behandelt. 5.800 Experten der unterschiedlichsten Disziplinen in 27 Kliniken und 22 Instituten sind der Garant für eine exzellente und interdisziplinär angelegte Diagnostik und Therapie auf dem neuesten Stand der Forschung. Der Dreiklang aus Forschen, Lehren und Krankenversorgung bildet die übergreifende Klammer sämtlichen Wirkens am UK Essen – im Mittelpunkt steht dabei stets der Mensch. Neben den Forschungsgebieten Genetische Medizin, Immunologie und Infektiologie konzentriert sich das UK Essen seit Jahren erfolgreich auf die drei Schwerpunkte Onkologie, Herz-Kreislauf und Transplantation. Mit dem Westdeutschen Tumorzentrum Essen, Deutschlands größtem Tumorzentrum und onkologischem Spitzenzentrum der Deutschen Krebshilfe, dem Westdeutschen Herzzentrum Essen, in dem jährlich mehr als 2.000 Operationen durchgeführt werden, und dem international führenden Zentrum für Transplantation, in welchem mit Leber, Niere, Bauchspeicheldrüse, Herz und Lunge alle lebenswichtigen Organe transplantiert werden, verfügt das UK Essen über eine herausragende Aufstellung.

Pressemitteilung Universitätsklinikum Essen
Burkhard Büscher, Pressesprecher, Stabsstelle Marketing und Kommunikation, Tel.: 0201/723 2115, eMail: burkhard.buescher@uk-essen.de
24.06.2014
22.06.2017, 11:21 | dre
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