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  • Thomas Schönemann

VfA

Kampf gegen Krebs - Forschende Pharma-Unternehmen in Deutschland stark engagiert

Pharmaforscherin am Mikroskop. © Foto: vfa / Martin Joppen
Pharmaforscherin am Mikroskop. © Foto: vfa / Martin Joppen

Immer mehr Krebspatienten können heute besser behandelt werden: Große Therapiefortschritte gab es in den letzten Jahren bei bestimmten Formen von Blut- und Lungenkrebs sowie bei Hautkrebs. Ziel der Neuentwicklungen ist stets, Lebensqualität, Heilungschance und Überlebensdauer der Patienten zu verbessern. Forscher und Ärzte in Deutschland haben daran einen großen Anteil.

"Der Kampf gegen Krebs ist ein Top-Anliegen der Medizin und Gesellschaft im 21. Jahrhunderts und damit auch eine Top-Aufgabe der Pharmaforschung. Für kein Therapiegebiet werden mehr Projekte vorangetrieben als für eine bessere Krebsbehandlung. Das gilt international, aber gerade auch für den Standort Deutschland", sagt Birgit Fischer, Hauptgeschäftsführerin des Verbands der forschenden Pharma-Unternehmen (vfa), mit Blick auf den Weltkrebstag am 04. Februar.

Allein zehn Mitgliedsunternehmen des vfa arbeiten in ihren deutschen Labors an neuen Krebsmedikamenten. Dafür erfinden sie Wirkstoffe unterschiedlicher Art - chemische Stoffe, gentechnisch hergestellte Antikörper, Gen-/Zelltherapeutika und DNA/RNA-basierte Substanzen. Zu den deutschen Pionierleistungen gehören immunonkologische Wirkstoffe, die Krebszellen direkt mit Immunzellen verbinden, die sie daraufhin zerstören, sowie gentechnisch veränderte Zellen, mit denen nachhaltig verschiedene Krebsarten bekämpft werden sollen. Auch zur Steigerung der Wirksamkeit von Antikörpern durch gezielte Veränderungen ihrer Struktur haben deutsche Labors entscheidend beigetragen.

Nicht nur Kliniken und Praxen zählen in der Krebsforschung zu den Partnern der Industrie. "Um der Komplexität der Aufgabe gerecht zu werden, arbeiten Pharma- und Biotech-Unternehmen heute meist nicht mehr im Alleingang, sondern kooperieren mit anderen Firmen und öffentlichen Forschungseinrichtungen," so Fischer weiter. So arbeiten Unternehmen für die Wirkstofferfindung beispielsweise mit dem Deutschen Krebsforschungszentrum (DKFZ) in Heidelberg oder mit dem von der Max Planck Gesellschaft gegründeten Lead Discovery Center zusammen.

Wesentlich ist auch die Rolle Deutschlands, wenn es um die Erprobung neuer Krebsmedikamente in klinischen Studien mit Patienten geht. Deutsche Kliniken und Arztpraxen sind derzeit an rund 1.000 solcher Krebsstudien beteiligt, die von Pharma- und Biotech-Unternehmen initiiert wurden (Quelle: www.clinicaltrials.gov). Das sind rund 42 % aller industrie-initiierten Patientenstudien in Deutschland insgesamt.

Hintergrund

Im 20. Jahrhundert war die Pharmaforschung in Deutschland vor allem für neue Blutdrucksenker, Diabetesmittel, Antibiotika und Antibabypillen bekannt. Krebsmedikamente hingegen kamen meist aus den USA, Großbritannien oder Frankreich. Erst ab den späten 1990er Jahren baute eine wachsende Zahl von Pharma- und Biotech-Unternehmen in Deutschland eine eigene Krebsforschung auf. Seither haben sich deutsche Pharma-Labors gleich auf mehreren neuen Feldern der Krebsmedizin wie der Signalhemmung und der Immunonkologie einen Namen gemacht.

Wo vfa-Mitgliedsunternehmen Laborforschung gegen Krebs betreiben, zeigt die interaktive Standortkarte des vfa: www.vfa.de/standortkarte/?fid=K

Der vfa ist der Verband der forschenden Pharma-Unternehmen in Deutschland. Er vertritt die Interessen von 45 weltweit führenden Herstellern und ihren über 100 Tochter- und Schwesterfirmen in der Gesundheits-, Forschungs- und Wirtschaftspolitik. Die Mitglieder des vfa repräsentieren rund zwei Drittel des gesamten deutschen Arzneimittelmarktes und beschäftigen in Deutschland mehr als 76.000 Mitarbeiter. Mehr als 16.000 davon arbeiten in Forschung und Entwicklung.

Presseinformation des vfa
Dr. Rolf Hömke, vfa, Tel.: 030 / 20604-204, Fax: 030 / 20604-209, eMail: r.hoemke@vfa.de
03.02.2016
22.06.2017, 11:21 | tsc
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