• Pharma [+]
  • Thomas Schönemann

Pharmazeutische Industrie Österreichs

Krebs kennt kein Alter

Fernsicht. © Foto: Hannelore Louis / pixelio.de
Fernsicht. © Foto: Hannelore Louis / pixelio.de

Moderne Therapien haben die Überlebenschancen krebskranker Kinder auf über 80 Prozent steigen lassen. Das österreichische Studiennetzwerk für Arzneimittel und Therapien OKIDS fördert die Erforschung von Kinderarzneimitteln auch bei Krebs.

Nach einer aktuellen, europaweiten Studie erreicht Österreich Spitzenwerte bei den Fünf-Jahres-Überlebensraten von Kindern und Jugendlichen nach einer Krebsdiagnose. Danach überleben 85 Prozent der erkrankten Kinder und Jugendlichen eine Krebserkrankung zumindest fünf Jahre. Bei akuter lymphatischer Leukämie (ALL), der häufigsten Krebsform, an der Kinder erkranken, beträgt dieser Wert sogar 90 Prozent. "Ob bei Erwachsenen oder Kindern, durch moderne Therapien, also die Kombination aus innovativen Arzneimitteln und ärztlicher Expertise, senken wir die Sterblichkeit und tragen zu mehr Lebensjahren bei", betont Dr. Robin Rumler, Präsident der Pharmig anlässlich des Kinderkrebstages am 15. Februar.

Der in Österreich verantwortliche Leiter der europaweit durchgeführten ALL-Studien, Dr. Georg Mann vom St. Anna Kinderspital in Wien, betont: "Die Spitzenwerte der Überlebensraten sind darauf zurückzuführen, dass wir in Österreich über eine exzellente medizinische Versorgung auf dem letzten Stand von Wissenschaft und Forschung verfügen und die innerösterreichischen kinderonkologischen Zentren exzellent kooperieren."

"Damit die erfreuliche Tendenz der Krebs-Heilungsraten anhält und insbesondere auch Patienten mit prognostisch ungünstigeren Krebsformen künftig eine verbesserte Chance auf Überleben bekommen, haben wir, gemeinsam mit dem Gesundheitsministerium, das Forschungsnetzwerk OKIDS gegründet", sagt Dr. Rumler. Dessen Ziel ist es, die Verfügbarkeit von speziell für Kinder entwickelten Arzneimitteln zu fördern. Von der pharmazeutischen Industrie und dem Bundesministerium für Gesundheit erhielt OKIDS eine Anschubfinanzierung von 1,5 Millionen Euro. Dazu Rumler: "Dies ist ein klares Commitment der pharmazeutischen Industrie zu einer hochwertigen Gesundheitsversorgung. Selbst in wirtschaftlich schwierigen Zeiten setzen wir wesentliche Impulse in der Arzneimittelforschung."

Univ. Prof. Dr. Ruth Ladenstein, pädiatrische Hämato-Onkologin an der St. Anna Kinderkrebsforschung und Geschäftsführerin von OKIDS, ergänzt: "Wenn wir das Ziel von OKIDS erreichen und die Anzahl an Kinderarzneimittelstudien erhöhen, trägt das positiv zur Versorgung von Kindern mit notwendigen, neuen und verbesserten Therapien bei. Das gilt natürlich auch für Kinder, die an Krebs leiden und für die wir ein qualitativ hochwertiges Langzeitüberleben erreichen wollen." Seit Aufnahme der operativen Tätigkeit im Mai 2013 konnte OKIDS bereits erste Erfolge verzeichnen: 13 Studienanfragen von 9 Pharmafirmen wurden bearbeitet und erste Initiierungen ermöglicht.

Über die Pharmig:
Die Pharmig ist die freiwillige Interessenvertretung der österreichischen Pharmaindustrie. Derzeit hat der Verband 120 Mitglieder (Stand Februar 2014), die den Medikamenten-Markt zu fast 100 Prozent abdecken. Die Mitgliedsunternehmen der Pharmig bieten Arbeitsplätze für ca. 12.000 Beschäftigte.

Quellennachweis:
Studie Gemma Gatta et al; The Lancet Oncology, Volume 15, Issue 1, Pages 35 - 47, January 2014

Pressemitteilung Pharmig - Verband der pharmazeutischen Industrie Österreichs
Pharmig - Verband der pharmazeutischen Industrie Österreichs, Communication & PR, Mag. Barbara Grohs, Tel.: 01/40 60 290-20, eMail: barbara.grohs@pharmig.at
14.02.2014
22.06.2017, 11:21 | tsc
Zurück