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  • Thomas Schönemann

Sequana Medical

Neue alfapump-Technologie verbessert die Behandlung von Patienten mit refraktärem Aszites

Sequana Medical’s neue alfapump Technologie. © Foto: Sequana Medical
Sequana Medical’s neue alfapump Technologie. © Foto: Sequana Medical

Technologische Fortschritte bei Sequana Medical’s alfapump System ermöglichen Patienten und ihren Ärzten einen besseren Umgang mit den belastenden Symptomen der behandlungsresistenten Bauchwassersucht (sog. refraktärem Aszites), einer exzessiven Flüssigkeitsansammlung in der freien Bauchhöhle als Folge von Leberkrankheiten oder Krebs im Spätstadium. Kliniker können die Pumpenfunktion dank der neuen DirectLink Technologie, einer verbesserten Kommunikationsfunktion, nun fernüberwachen.

Patienten mit Leberkrankheiten oder Krebs im Spätstadium bedürfen einer intensiven Therapie. Die Behandlung wichtiger Symptome wie Aszites ist für die Patienten, von denen viele auf eine Lebertransplantation warten, von ausschlaggebender Bedeutung. Die Ansammlung von Aszites- Flüssigkeit in der Bauchhöhle kann Schmerzen und Atemschwierigkeiten verursachen, eine gute Ernährung und körperliche Aktivitäten erschweren und oft schmerzhafte Bauchwand-Hernien verursachen.

Das Schweizer Medizintechnikunternehmen Sequana Medical hat mit der Entwicklung der alfapump, der ersten und einzigen internen Pumpe zur selbsttätigen und kontinuierlichen Entfernung von Aszites, Pionierarbeit geleistet. Jetzt wird die Patientenbehandlung durch die neue DirectLink Technologie zusätzlich verbessert.

Bevor das alfapump System zur Verfügung stand, war die großvolumige Parazentese für die meisten Patienten mit refraktärer Bauchwassersucht die einzige mögliche Therapie. Diese langwierige, invasive Prozedur zur abdominalen Drainage der Aszites-Flüssigkeit erfordert regelmäßige Klinikbesuche. Der Eingriff, bei dem eine Kanüle in den Bauchraum eingeführt wird, um die Flüssigkeit abzulassen, ist für Patienten oft sehr belastend.

Michael Beckett, 50, aus Portsmouth in Großbritannien, hatte schwerwiegende Leberprobleme. Er erklärte: „Bevor mir die alfapump eingesetzt wurde, hatte ich einen riesigen Bauch und dünne Arme und Beine. Ich konnte nicht mehr richtig essen und fühlte mich ständig müde. Regelmäßig musste ich mich ins Queen Alexandra Spital in Portsmouth begeben um die Flüssigkeit abzuleiten – manchmal hatten sich 14 Liter angesammelt, das waren also 14 Kilo zusätzliches Gewicht um meinen Bauch.“

Heute ist Herr Beckett erstaunlich fit. Seine Leberfunktion hat sich dank der medizinischen Versorgung durch seine Ärzte und der Behandlung mit der alfapump, die es ihm ermöglicht, gesund zu essen und sich zu bewegen, deutlich verbessert.

Er ist überzeugt, dass das neue alfapump System einen großen Vorteil bietet für Menschen, die in derselben Lage sind, wie er selbst vor zwei Jahren. Für seine spezielle Leberbehandlung musste er jeweils einen langen Weg zurücklegen, um sich ins Royal Free Hospital in London zu begeben. Er glaubt, dass mit den Systemverbesserungen der DirectLink Technologie weniger Fahrten und Spitalbesuche notwendig sein werden. Er schätzt auch die zusätzliche Sicherheit, welche die neue Entwicklung den Patienten bietet: „Jede Änderung beim Pumpenbetrieb wird rasch und proaktiv entdeckt. Das ist eine gute Neuerung.“

Prof. Andreas Geier, Leiter des Schwerpunkts Hepatologie der Medizinischen Klinik und Poliklinik II des Universitätsklinikums Würzburg (UKW), hat alfapump mit der DirectLink Technologie im Rahmen eines Limited Market Release als erster Anwender in Deutschland eingesetzt. Er erklärt: „Die Patienten berichten über einen deutlichen Gewinn an Lebensqualität, vor allem durch die neu erlangte Unabhängigkeit von einer engmaschigen ambulanten und teils stationären Wiedervorstellung. Wie die anderen sechs von uns versorgten Patienten mit dem herkömmlichen Pumpensystem sind auch diese Pilotpatienten mit der Performance der Aszites-Pumpe und der damit gewonnenen Lebensqualität hoch zufrieden.“

In der Schweiz hat das Inselspital Bern an der limitierten Marktfreigabe teilgenommen. PD Dr. med. Andrea De Gottardi, Hepatologe an der Universitätsklinik für Viszerale Chirurgie und Medizin, hat schon über 25 Patienten mit dem alfapump System behandelt, und ist von der neuen Technologie begeistert. Er sagt: „Wir sind sehr zufrieden mit dem neuen System. Die Fernübertragung von Daten erleichtert das Patientenmanagement erheblich, und wir haben festgestellt, dass Patienten mit der neuen Technologie in der Regel weniger zu Nachkontrollen aufgeboten werden müssen, was natürlich für sie von großem Vorteil bezüglich der Lebensqualität ist.“

Noel Johnson, CEO von Sequana Medical, erläutert: „Wir sind sehr zufrieden mit der Verbesserung der klinischen Ergebnisse und der Lebensqualität der Patienten, die mit alfapump behandelt werden. Dank alfapump können Bauchwassersuchtpatienten ohne wiederholte, großvolumige Parazentesen auskommen und werden somit auch nicht den Risiken der herkömmlichen Behandlungsmethoden ausgesetzt. Dank der Fernüberwachungsfunktion der DirectLink Technologie erwarten wir einen Effizienzgewinn für medizinische Fachkräfte und ein verbessertes Sicherheitsempfinden für Patienten.“

Die breite Markteinführung des neuen alfapump Systems wird in den wichtigsten europäischen Märkten (Deutschland, Österreich, Schweiz, Frankreich, Großbritannien, Dänemark, Schweden und Norwegen) im Dezember 2014 erfolgen. Weitere Länder werden 2015 folgen, mit gewissen Einschränkungen hinsichtlich der SIM-Kartenaktivierung. Die vollständige Pressemitteilung ist verfügbar unter www.sequanamedical.com

Über Sequana Medical

Sequana Medical AG, ein 2006 gegründetes Schweizer Medizintechnikunternehmen, entwickelt mit innovativen Technologien Lösungen, um bei Patienten mit Lebererkrankungen, Krebs oder kongestiver Herzinsuffizienz überschüssige Flüssigkeitsansammlungen zu managen und dadurch die Lebensqualität zu verbessern. Ihre Gesellschafter setzen sich aus NeoMed Management, VI Partners, Biomed Invest, Capricorn Health Tech, Entrepreneur’s Fund und Life Science Partners zusammen. Weitere Information sind verfügbar unter www.sequanamedical.com.

Über alfapump und die DirectLink Technologie

Das alfapump Gerät, welches unter die Haut implantiert wird und kleiner als zwei Streichholzschachteln ist, pumpt die Aszites-Flüssigkeit von der Bauchhöhle in die Blase, von wo sie zusammen mit dem Urin auf natürliche Weise aus dem Körper ausgeschieden wird. Ab Dezember 2014 wird das alfapump System in Europa mit neuartigen Funktionalitäten verfügbar sein. Eine wichtige neue Eigenschaft, die DirectLink Technologie, erlaubt die Fernüberwachung der Pumpenaktivität. Täglich werden die Pumpendaten durch den Smart Charger gesammelt und über das Mobilfunknetz an Sequana Medical‘s Sicherheitsserver übertragen, wo sie gespeichert und analysiert werden. So kann das Unternehmen Ärzten regelmäßig eine Übersicht über den Betrieb des alfapump Systems zur Verfügung stellen. Für den Fall, dass ein Wert des alfapump Systems, zum Beispiel der Ladezustand der Batterie, außerhalb der definierten Bandbreite liegen sollte, kann Sequana Medical den Arzt benachrichtigen, der die erforderlichen Maßnahmen einleiten kann. Eine rasche Erfassung von Veränderungen der Pumpenfunktion oder der Patientenbedürfnisse erhöht die Sicherheit der Pumpe. Ein frühes Eingreifen bei allfälligen Problemen bedeutet auch eine Zeitersparnis für Ärzte, schont Krankenhausressourcen und steigert die Effizienz der Gesundheitsfachleute.

Die Patientenverwaltung wird für Ärzte und medizinische Betreuungsteams deutlich erleichtert, denn sie erhalten ausgewertete Daten in ihrer Posteingangsbox und das Herunterladen von Log-Dateien mit anschließendem manuellem Versand an Sequana Medical zu Analysezwecken wird überflüssig. Das Wissen, dass das alfapump System automatisch und kontinuierlich überwacht wird, dürfte zudem das Vertrauen der Patienten in ihre Behandlung stärken. Diese bedeutende neue Funktion automatisiert einen großen Teil des Datenanalyseprozesses der Pumpe und unterstützt somit auch die Skalierbarkeit für Sequana Medical. Zusätzlich zur DirectLink Technologie Eigenschaft wurden auch die Leistungsfähigkeit der alfapump und das Design des Smart Chargers verbessert. 

Die neue Generation des alfapump Systems mit der DirectLink Technologie ist eine fortschrittliche Technologie, die es Aszites-Patienten ermöglicht, auf großvolumige Parazentese Behandlungen, deren Risiken und häufige Spitalbesuche zu verzichten. Dadurch verbessert sich die Lebensqualität der Patienten. Für weitere Information besuchen Sie bitte die Webseite von alfapump unter www.alfapump.com

Über refraktären Aszites

Bei behandlungsresistentem Aszites können sich bis zu 15 Litern Flüssigkeit rund um die inneren Organe des Patienten ansammeln und das Überschusswasser kann nicht mehr medikamentös aus dem Körper entfernt werden. Aszites kann Patienten schwanger aussehen lassen, Schmerzen und Appetitlosigkeit verursachen, was sie zusätzlich schwächt und Mangelernährung verursacht. Unter Umständen wird für solche Patienten wöchentlich oder monatlich ein Krankenhausbesuch notwendig, um die Flüssigkeit mittels invasiver Großvolumen-Parazentese (LVP, large volume paracentesis) aus dem Bauchraum abzuleiten. Die alfapump ist eine einfache Lösung für Aszites und Experten hoffen, dass diese Methode auch zur Regeneration der Leber beitragen kann.

Pressemitteilung Sequana Medical
Sequana Medical, Emily Woodward, Director of Marketing, Tel.: +41 44 403 55 21, eMail: emily.woodward@sequanamedical.com
01.12.2014
22.06.2017, 11:21 | tsc
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