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Caris Life Sciences

Nutzen von multitechnologischer molekularer Profilierung bei der Therapiesteuerung

Im Labor. © Foto: Michael Bührke / pixelio.de
Im Labor. © Foto: Michael Bührke / pixelio.de

Caris Life Sciences präsentiert klinische Daten aus Studien an, welche den potenziellen Nutzen umfassender molekularer Profilierung bei der Therapiesteuerung von Patienten mit gynäkologischen Karzinomen, einschließlich Brust- und Eierstockkrebs aufzeigen. Der Ansatz bei der Profilierung geht über die DNA-Analyse hinaus und verwendet alle relevanten Technologien, um Onkologen und Patienten spezifische, personalisierte Biomarker und entsprechende Arzneimittelassoziationen bereitzustellen.

Die Daten von Caris, die auf der 50. Jahrestagung der American Society of Clinical Oncology (ASCO) präsentiert wurden, schließen Forschung über die molekulare Profilierung von serösem Eierstockkrebs ein, bei der multitechnologische Profilierung zur Identifizierung von Extreme Response Phänotypen und diagnostischen Abweichungen verwendet wurde. Die Forschung erleichtert die Identifizierung sowohl konventioneller als auch experimenteller Therapien, die für diese Patienten möglicherweise nützlich sind. Darüber hinaus wird Caris eine Studie über metaplastischen Brustkrebs (MpBC) präsentieren, in der MpBC mit triple-negativem Brustkrebs (TNBC) verglichen wurde, um wichtige klinische Erkenntnisse zu erhalten.

„Die Präsentationen von Caris über gynäkologische Karzinome auf der diesjährigen ASCO-Tagung zeigen, wie multitechnologische molekulare Profilierung dem Onkologen das genaueste molekulare Verständnis des Karzinoms eines Patienten vermitteln kann, und sie liefert wichtige klinische Erkenntnisse für die Personalisierung der Krebsbehandlung", sagte Dr. Sandeep K. Reddy, Chief Medical Officer von Caris Life Sciences. „Diese Forschungsarbeiten unterstützen in ihrer Gesamtheit den umfassenden Ansatz des Unternehmens bei der Zusammenstellung der informativsten Profilierungsdaten von Tumoren, und sie geben ebenfalls den Weg für künftige Forschung vor."

„Identification of Extreme Response Phenotypes and Diagnostic Discrepancies in Serous Ovarian Cancer" [Identifizierung von Extreme Response Phänotypen und diagnostischen Abweichungen in serösem Eierstockkrebs], vorgetragen von Dr. Douglas A. Levine, FACOG, FACS, Memorial Sloan-Kettering Cancer Center in New York, NY. Montag, 2. Juni, 11:30-12:45 Uhr, E354a.

In dieser Studie über serösen Eierstockkrebs (SOC), eine besonders tödliche histologische Untergruppe des Eierstockkrebses, profilierte Caris mit Forschern des Memorial Sloan-Kettering Cancer Center, welche die Datenanalyse durchführten, 1.248 SOC-Patienten. Die Erkenntnisse zeigten, dass hier durch die Identifizierung von Extreme Response Phänotypen und von diagnostischen Abweichungen die Möglichkeit für die Auswahl von Chemotherapien durch multitechnologische Profilierung bestehen könnte. Mithilfe von Mutationsanalyse und Immunhistochemie (IHC) identifizierten diese Untersuchungen Extreme Response Phänotypen durch eine Kombination von vermutlichen Resistenzmarkern. Diagnostische Abweichungen wurden identifiziert, wenn die Mutationsprofile nicht mit der im Eierstockkrebsprojekt des Cancer Genome Atlas definierten Bezugsfrequenz übereinstimmten.

Ausgewählte Highlights aus den aktualisierten Daten dieser klinischen Studie sind:

Ein extrem arzneimittelresistenter Phänotyp wurde bei 39 (3,7 Prozent) von 1048 Patienten durch eine Kombination der Überexpression von ABCB1 mit entweder einer hohen Expression von TUBB3 oder niedrigen Expression von Topoisomerase 2A (TOPA2A) festgestellt; dies deutet auf eine Resistenz gegenüber Taxanen und Anthracyclinen hin.

PTEN-Verlust wurde bei 110 (16,8 Prozent) von 653 Patienten mit pathogenen TP53-Mutationen festgestellt; dies deutet auf den potenziellen Nutzen von Inhibitoren der AKT und mTOR Signalwege hin, die normalerweise Patienten mit Eierstockkrebs nicht verabreicht werden.

KRAS-, NRAS- oder BRAF-Mutationen wurden bei 66 (6,1 Prozent) von 1090 Patienten festgestellt, die der Sequenzierung unterzogen wurden; die meisten (79,4 Prozent) dieser Mutationen fanden sich in Patienten ohne TP53-Mutationen; dies deutet auf eine diagnostische Abweichung hin, wenn man bedenkt, dass SOCs üblicherweise universelle somatische TP53-Mutationen und keine RAS/RAF-Mutationen aufweisen.

Während der ASCO-Tagung fanden weitere Präsentationen statt, bei denen der Nutzen der molekularen Profilierung bei der Charakterisierung gynäkologischer Karzinome dargestellt wurde, darunter eine Poster-Highlightsession-Studie von metaplastischem Brustkrebs (MpBC), eine seltene Untergruppe (weniger als 1 Prozent) von Brustkrebs, die bei einem niedrigen Claudin Genexpressionsprofil im Allgemeinen ER-, PR- und HER2-negativ ist. In Partnerschaft mit Texas Oncology – Baylor Charles A. Sammons Cancer Center, wurden bei diesen Untersuchungen Genom- und Proteinexpressionen von MpBC Tumoren mit triple-negativen Brustkrebstumoren (TNBC) verglichen, einer aggressiven Form des Brustkrebses, bei der den Krebszellen Östrogenrezeptoren (ER), Progesteronrezeptoren (PR) und große Mengen an HER2/neu Protein fehlen. Von den seit 2009 aus allen 50 Bundesstaaten und 59 Ländern an Caris verwiesenen 2.000 TNBCs waren 126 Fälle triple-negative MpBCs.

Unter Verwendung eines multitechnologischen Ansatzes, einschließlich Sequenzierung (Sanger oder NGS), Proteinexpression (IHC) und/oder Genamplifikation (chromogene oder Fluoreszenz-in-situ-Hybridisierung [CISH/FISH]), wurde in dieser Studie festgestellt, dass 97 Prozent der MpBC-Fälle klinisch relevante Genveränderungen aufwiesen, von denen 84 Prozent auf Veränderungen der Proteinexpression oder nur einer Zunahme der Anzahl von Genen basierten, ohne dass Genmutationen identifiziert wurden. Des Weiteren wurden bei mehr als der Hälfte der MpBC-Fälle Genveränderungen und/oder der Verlust von PTEN im PI3K Signalpfad festgestellt, ein Bereich, in dem bereits mehrere experimentelle Therapien in klinischen Studien geprüft werden. In einer kleinen Untergruppe von Fällen, bei der das PD-1/PD-L1-Proteinniveau evaluiert wurde, wies die gesamte Gruppe Überexpressionen auf; dies deutet darauf hin, dass PD-1/PD-L1 immunmodulatorische Medikamente wirksam sein könnten. In der Studie wurden ebenfalls nennenswerte molekulare Unterschiede zwischen MpBC- und TNBC-Patienten festgestellt.

Über Caris Molecular Intelligence™

Caris Molecular Intelligence™, der Branchen führende Molekularprofilierungsdienst für Krebs, unterstützt Onkologen bei der besseren Behandlung von Krebs, da er die höchstmögliche Anzahl von potenziellen Behandlungsoptionen für Patienten aufzeigt. Die Dienstleistung wird von mehr als 6.000 Onkologen in Anspruch genommen und half, individualisierte und umsetzbare Behandlungspläne für über 60.000 Patienten in 59 Ländern weltweit zu entwickeln. Caris Molecular Intelligence verwendet die neuesten, relevanten Panomics-Daten - die Kombination aus Genen, Proteinen, molekularen Signalwegen und den eindeutigen Patientencharakteristika - aus klinischen Krebs- und Krebsbiologiestudien, um die klinisch verwertbarsten, von der U.S. Food & Drug Administration genehmigten oder in den Vereinigten Staaten in klinischen Studien befindlichen Arzneimittelassoziationen zu identifizieren. Zusätzlich zur üblichen DNA-Analyse beurteilt Caris Molecular Intelligence alle relevanten biologischen Komponenten, wie RNA, Proteinexpression und Genamplifikationsniveaus, um Onkologen die höchstmögliche Anzahl an Behandlungsoptionen für ihre Patienten aufzuzeigen. Derzeit ist Caris in der Lage, therapeutische Anleitungen für bis zu 51 Arzneimittelassoziationen zu identifizieren, d. h., erheblich mehr als jene 19, die nur mit der Next-Generation Sequenzierung identifiziert werden können. Diese therapeutischen Anleitungen werden dem bestellenden Arzt in der Form eines leicht zu lesenden Berichts elektronisch übermittelt, der die Entwicklung von maßgeschneiderten Behandlungsplänen möglich macht. Weitere Informationen über Caris Molecular Intelligence finden Sie auf www.carismolecularintelligence.com.

Über Caris Life Sciences

Caris Life Sciences ist ein führendes biowissenschaftliches Unternehmen, das sich der Umsetzung von Präzisionsmedizin verschrieben hat. Caris Molecular Intelligence™, der erste und größte Tumorprofilierungsdienst der Branche, bietet Onkologen die potenziell besten, klinisch verwertbaren Behandlungsoptionen, die derzeit für die Personalisierung der Patientenbetreuung verfügbar sind. Mithilfe einer Reihe fortschrittlicher und klinisch relevanter Technologien, mit denen die biologischen Krebskomponenten eines Patienten beurteilt werden, stimmt Caris Molecular Intelligence die molekularen Daten eines Tumors mit den Biomarker/Arzneimittelassoziationen aus der klinischen Krebsliteratur ab. Das Unternehmen entwickelt ebenfalls eine Reihe von Bluttests, die auf seiner proprietären Carisome® TOP™ Plattform aufbauen - eine revolutionäre blutbasierte Prüftechnik für die Diagnose, Prognose und Theranose von Krebs und anderen komplexen Erkrankungen. Caris Life Sciences hat seinen Unternehmenssitz in Irving, Texas, und bietet seine Dienste in den gesamten USA, Europa, Australien und in anderen internationalen Märkten an. Weitere Informationen finden Sie auf www.carislifesciences.com

Pressemitteilung Caris Life Sciences
David Patti, JFK Communications, Tel.: +1-609-456-0822 X103, eMail: dpatti@jfkhealth.com
31.05.2014
22.06.2017, 11:21 | dre
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