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  • Thomas Schönemann

Arzneimittelkandidat Tasquinimod

Orale Therapie verbessert in Studie das Überleben von Männern mit metastasierendem Prostatakrebs

Älterer Mann. © Foto: Paul-Georg Meister / pixelio.de
Älterer Mann. © Foto: Paul-Georg Meister / pixelio.de

Ein Arzneimittelkandidat für die Behandlung von Prostatakrebs verlangsamt die Krankheitsprogression und könnte das Überleben verlängern, insbesondere bei Männern deren Krebs schon in die Knochen gestreut hat, wie eine Analyse von Studiendaten durch das Duke Cancer Institute in Durham, North Carolina, ergeben hat.

Die Phase-II-Studie, die am 19 November im Journal „Clinical Cancer Research“ veröffentlicht wurde, präsentiert Daten zum langfristigem Überleben und zur Sicherheit für das Arzneimittel Tasquinimod, einem neuen Kandidaten für die Behandlung fortgeschrittener und rezidivierender Prostatakrebs-Erkrankungen.

„Auch wenn alle Untergruppen in der klinischen Studie von Tasquinimod profitierten, so war der Vorteil für jene, deren Krebs bereits in die Knochen metastasiert war, am größten, in Bezug auf die Zeitspanne zwischen Start der Behandlung und dem Zeitpunkt zu dem die Krebserkrankung weiter voran schreitet., sagte der Hauptverfasser der Studie Andrew J. Armstrong, M.D., ScM, Associate Professor für Medizin am Duke Cancer Institute. Diese Gruppe von Männern scheint auch einen längeren Überlebensvorteil zu haben wenn wir sie über mehrere Jahre begleiten.

Tasquinimod, ein Arzneimittelkandidat von Active Biotech in Zusammenarbeit mit Ipsen, ist eine orale Therapie, die das Immunsystem des Körpers aktiviert, gegen den Krebs zu kämpfen. Sein Wirkmechanismus ist noch nicht vollständig verstanden, aber es scheint die Funktion der so genannten "myeloid derived suppressor cells", kurz MDSC-Zellen, des Immunsystems zu beeinflussen, die in einer erhöhten Anzahl bei Krebspatienten gefunden wurden. Tasquinimod ist auch dafür bekannt, die Entwicklung von Blutgefäßen des Tumors zu blockieren, ein Prozess der auch als Angiogenese bekannt ist.

Neue Behandlungen, die in den letzten Jahren zugelassen wurden, gaben Ärzten und Patienten zusätzliche Optionen, den Prostatakrebs zu bekämpfen, konnten aber typischerweise das Leben der Patienten nur um 3-5 Monate verlängern. Neue Medikamente, die das Überleben verlängern – ohne schwerwiegende Nebenwirkungen – werden immer noch gebraucht.

Link zur Originalmeldung des Duke Cancer Institute auf DukeHealth.org

Pressemitteilung Duke Medicine News
Media Relations Officer, Sarah Avery, Tel.: (919) 660-1306, eMail: sarah.avery@duke.edu
19.11.2013
22.06.2017, 11:21 | tsc
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