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Rezidivierende Ovarial-Karzinome: Längere progressionsfreie und Gesamt-Überlebensdauer bei Kombi-Therapie

PharmaMar Logo. © Foto: PharmaMar, SA/PR Newswire
PharmaMar Logo. © Foto: PharmaMar, SA/PR Newswire

Patientinnen mit Mutationen des BRCA1-Gens, das an der DNA-Reparatur beteiligt ist, wiesen bei einer kombinierten Behandlung mit sowohl YONDELIS(R) als auch pegyliertem liposomalem Doxorubicin (PLD) im Vergleich zu jenen, die ausschliesslich mit PLD behandelt wurden, eine längere progressionsfreie und Gesamt-Überlebensdauer auf.

PharmaMar gab die Veröffentlichung einer explorativen Analyse der offenen, randomisierten Phase-III-Studie ET-743-OVA-301 in der "Annals of Oncology" bekannt, die die Grundlage für die Zulassung von Trabectedin plus pegyliertes liposomales Doxorubicin (PLD) für Patienten mit platinsensitivem Ovarialkarzinom darstellte[i]. Anhand der Analyse von 59 BRCA1-Varianten basierend auf dem "Breast Cancer Information Core" (Datenbank mit Informationen über Brustkrebs) für BRCA-Mutationen (Mutation, die bei 10 bis 15 % aller Frauen mit Ovarialkarzinom nachgewiesen werden kann[ii]) bei 264 mit YONDELIS(R) und PLD im Vergleich zu ausschliesslich mit PLD behandelten Patientinnen ermittelten die Autoren einen Zusammenhang zwischen BRCA1-Mutationen (eine Mutation, die bei 10 bis 15 % aller Frauen mit Ovarialkarzinom auftritt) und den Ergebnissen bzw. der Wirksamkeit. Patientinnen mit BRCA1-Mutationen, die einer kombinierten Therapie unterzogen wurden, zeigten eine mittlere progressionsfreie Überlebensdauer von 13,5 Monaten und eine mittlere Gesamtüberlebensdauer von 23,8 Monaten im Vergleich zu den ausschliesslich mit PLD behandelten Patientinnen, die eine progressionsfreie Überlebensdauer von 5,5 Monaten und eine Gesamtüberlebensdauer von 12,5 Monaten aufwiesen. Es wurde Trabectedin vorgeschlagen, da es durch verschiedene Wirkmechanismen wirkt, einschliesslich durch die Wechselwirkung mit Transkriptionsfaktoren und DNA-Reparaturproteinen bei der DNA-Bindung von Medikamenten sowie die Modulation der Tumor-Mikroumgebung[iii]. Als die Patientenproben genotypisiert wurden, um eine Mutation im XPG-Gen (welches Teil des für das Einfangen des Trabectedin im Erbgutmolekül der DNA verantwortlichen DNA-Reparaturkomplexes ist) und einen Zusammenhang mit dem Ergebnis zu finden, wiesen Patientinnen mit dieser Mutation im Vergleich zu jenen ohne Mutation tendenziell eine kürzere Gesamtlebensdauer auf. Bei den Patientinnen, die nur PLD erhielten, war jedoch sowohl die progressive als auch die Gesamtüberlebensdauer trotz des XPG-Status weiterhin niedrig.

"Diese Ergebnisse sind interessant, da sie die Wichtigkeit des BRCA1-Status als Marker im Hinblick auf die Optimierung der Behandlung mit Trabectedin und anderer DNA-schädigender Substanzen unterstreichen", so der Untersuchungsleiter der klinischen Studie, Brad Monk, MD, Abteilung Gynäkologische Onkologie, St. Joseph's Hospital und Medical Center, Phoenix, Arizona, USA. "Die Identifizierung potenziell genetischer und molekularer Biomarker bei diesen Patienten kann wertvolle Informationen für forschende Kliniker liefern, die somit ein besseres Verständnis über die Wirkung von Trabectedin bei Ovarialkarzinomen erlangen können."

Über Eierstockkrebs

Schätzungen zufolge werden weltweit 240.000 Fälle diagnostiziert, von denen etwa 150.000 für Frauen tödlich verlaufen werden. Unter den gynäkologischen Malignomen ist es die zweithäufigste Krebsart, die für die meisten Todesfälle verantwortlich ist[iv]. Der Grossteil der Patientinnen mit Eierstockkrebs befindet sich zum Zeitpunkt der Diagnose im Spätstadium der Krankheit, in der der Krebs bereits gestreut hat[v]. Nach einer Debulking-Operation zur Verkleinerung des Tumorvolumens erfolgt normalerweise die Chemotherapie; bei 80 % der Patientinnen tritt jedoch nach einer platin- oder taxanhaltigen Therapie ein Rezidiv auf. Diese Patientinnen profitieren möglicherweise von sonstigen therapeutischen Alternativen[vi].

Informationen zu PharmaMar und YONDELIS(R) (Trabectedin)

PharmaMar ist ein weltweit führendes Unternehmen, das sich mit der Erforschung und Entwicklung von Medikamenten aus Meeressubstanzen gegen Krebs beschäftigt. Das Unternehmen hat eine reichhaltige Pipeline von Arzneimitteln, die auf ihre Zulassung warten, und ein starkes Forschungs- und Entwicklungsprogramm. PharmaMar hat seinen Hauptsitz in Madrid und ist eine Tochtergesellschaft von Zeltia, S.A., einem Unternehmen, das seit 1963 an der spanischen Börse (MSE: ZEL) und seit 1998 am spanischen Markt für Elektronikgeräte gehandelt wird. YONDELIS(R) (Trabectedin) ist ein neuer, multimodaler, synthetisch hergestellter Wirkstoff gegen Krebs, der ursprünglich aus der Seescheide gewonnen wurde. Das Medikament verhindert durch verschiedene Handlungsmechanismen das weitere Fortschreiten von Tumoren. Zu diesen Mechanismen gehören unter anderem das Binden der DNA, wodurch ihre Reproduktion verhindert wird, die Hemmung der aktivierten Transkription und der Eiweisse, die an der Reparatur der DNA beteiligt sind, und die Modulation des Mikroumfelds des Tumors. PharmaMar entwickelt und vermarktet YONDELIS(R) (Trabectedin) in Europa. Das Unternehmen hat Janssen Products LP eine Lizenz für die weltweite Entwicklung und den Vertrieb des Medikaments und Taiho Pharmaceutical für Entwicklung und Vertrieb in Japan erteilt.

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i. Monk BJ et al. Annals of Oncology. http://annonc.oxfordjournals.org/content/early/2015/02/26/annonc.mdv071.abstract
ii. http://www.cancer.gov/cancertopics/pdq/genetics/breast-and-ovarian/HealthProfessional/page2
iii. M'Incalci M. and Galmarini C. Molecular Cancer Therapeutics. http://mct.aacrjournals.org/content/9/8/2157.long
iv. Ferlay J, Soerjomataram I, Ervik M, Dikshit R, Eser S, Mathers C, Rebelo M, Parkin DM, Forman D, Bray, F. GLOBOCAN 2012 v1.0, Cancer Incidence and Mortality Worldwide: IARC CancerBase No. 11 [Internet]. Lyon, Frankreich: International Agency for Research on Cancer; 2013. Verfügbar unter: http://globocan.iarc.fr , zugegriffen am 26. Februar 2015.
v. http://www.cancer.org/cancer/ovariancancer/index
vi. Lopez J. et al. Annals of Oncology. http://annonc.oxfordjournals.org/content/24/suppl_10/x69.abstract

Website: http://www.pharmamar.com

Pressemitteilung PharmaMar, SA
PharmaMar, Carolina Pola, Tel.: +34-91-846-6108, Mobil: +34-608-93-36-77
02.03.2015
22.06.2017, 11:21 | tsc
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