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  • Thomas Schönemann

BioInject

Sandoz eröffnet hochmoderne Biopharmazeutika-Produktion in Schaftenau

Bei der Führung durch das neue BioInject Gebäude in Schaftenau konnten sich die Ehrengäste ein Bild von der modernen Produktionsanlage machen. © Foto: Christoph Ascher/Novartis Austria GmbH
Bei der Führung durch das neue BioInject Gebäude in Schaftenau konnten sich die Ehrengäste ein Bild von der modernen Produktionsanlage machen. © Foto: Christoph Ascher/Novartis Austria GmbH

Sandoz eröffnete heute offiziell die neue, wegweisende Biopharmazeutika-Produktion - BioInject in Schaftenau in Tirol, Österreich. Durch das Investitionsvolumen in Höhe von 150 Mio. Euro entstehen 100 neue, hochqualifizierte Arbeitsplätze. Bei der Eröffnung waren Vizekanzler und Bundesminister Dr. Reinhold Mitterlehner sowie Landeshauptmann Günther Platter und weitere geladene Gäste aus der Landespolitik und der regionalen Wirtschaft anwesend.

BioInject ist eine hochmoderne Produktionsanlage, in der künftig Fertigspritzen und Autoinjektoren sowohl für die Biosimilars von Sandoz als auch für die innovativen Biopharmazeutika von Novartis Pharma hergestellt werden. 18.000 Spritzen können pro Stunde befüllt und 100 Spritzen in der Minute verpackt werden. Dank BioInject wird Schaftenau zur voll-integrierten Biotech-Site: Alle Prozesse der Wirkstoffentwicklung und -produktion bis zur Abfüllung, Verpackung und Logistik finden an einem Standort statt. Das neue Gebäude wird einen entscheidenden Beitrag leisten, um das weitere Wachstum von Sandoz und Novartis durch die neue Welle an Biosimilars sowie weiterer innovativer Biopharmazeutika voranzutreiben. Es wird Sandoz außerdem helfen, dem Anspruch gerecht zu werden, einen breiteren Zugang zu wichtigen biopharmazeutischen Arzneimitteln zu ermöglichen.

"Mit BioInject beweist Sandoz sowohl die technologische Führungsposition im Bereich der Biopharmazeutika als auch das klare Bekenntnis zur weiteren weltweiten Vorreiterrolle bei den Biosimilars", sagte Carol Lynch, Global Head of Biopharmaceuticals and Oncology Injectables, bei der Begrüßung der Gäste. BioInject wird ein zentraler Bestandteil von Sandoz‘ weltweitem Biopharmazeutika-Netzwerk, das auch Standorte in Slowenien, Singapur und Frankreich einschließt.

Die Bedeutung dieser Investition für Österreich zeigte Vizekanzler und Bundesminister Dr. Reinhold Mitterlehner auf: "Eine starke pharmazeutische Industrie ist für Österreich nicht nur in wirtschaftlicher Hinsicht ein wesentlicher Faktor. Sie hat auch gesellschaftspolitisch Bedeutung, gehen von ihr doch wichtige innovative Impulse für das gesamte Gesundheitssystem aus. Biopharmazeutika revolutionieren derzeit die Medizin. Sie ermöglichen die Behandlung komplexer Krankheiten wie Krebs oder Autoimmunerkrankungen und bilden in vielen Therapiefeldern die einzige therapeutische Option. Deshalb ist die Etablierung innovativer Zukunftstechnologien wie Biopharmazeutika für Österreich international ein Wettbewerbsvorteil und ein Schlüssel für Wohlstand und Wachstum."

Landeshauptmann Günther Platter erklärte: "Der Standort Tirol hat sich bei dieser bedeutenden Investition gegen die internationale Konkurrenz durchgesetzt. Ich freue mich, dass die politischen Rahmenbedingungen Novartis und Sandoz überzeugen konnten, ein weiteres großes und nachhaltiges Engagement in unserem Bundesland zu tätigen. Dies ist ein herausragendes Beispiel für eine gelungene Partnerschaft in den letzten Jahren und ein hervorragendes Zeugnis für die hohe Qualifikation der Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter am Standort."

George Zarkalis, Country President von Novartis in Österreich, stellte fest: "Mit der Eröffnung des neuen BioInject Gebäudes verstärkt die Novartis Gruppe ihr außer-ordentliches Engagement in Österreich weiter. Seit der Gründung von Novartis im Jahr 1996 wurden über 2,2 Milliarden Euro hierzulande investiert. Derzeit beschäftigt die Gruppe an vier Standorten rund 5.000 Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter und ist damit ein wichtiger Wirtschaftsfaktor besonders in den Bundesländern Tirol, Oberösterreich und Wien. Die Produkte, die in Österreich erzeugt werden, helfen Patientinnen und Patienten in der ganzen Welt. Die Wertschöpfung in der Höhe von rund 1,22 Milliarden Euro oder 0,4 Prozent des Bruttoinlandprodukts bleibt dabei in Österreich. Ein Wert, der zeigt, wie stark Novartis als globales Unternehmen auf den Standort Österreich setzt."

Ard van der Meij, Geschäftsführer der Sandoz GmbH, sieht als Basis für den Erfolg die jahrzehntelange Expertise von Sandoz Österreich auf dem Gebiet der Biotechnologie. Wissenschaftler aus Kundl waren bereits in den 1980er Jahren in die Entwicklung der ersten biopharmazeutischen Arzneimittel involviert. Heute sind Kundl und Schaftenau biopharmazeutische Kompetenzzentren und von großer Bedeutung für die gesamte Novartis-Gruppe. Auch die wirtschaftliche Bedeutung des Standortes ist beachtlich: Das Unternehmen leistet rund 3,4 Prozent der regionalen Wertschöpfung in Tirol.

Sandoz ist Pionier und weltweiter Marktführer im Bereich der Biosimilars und vermarktet derzeit drei Biosimilars in mehr als 60 Ländern weltweit. Das Unternehmen erhielt kürzlich die erste Zulassung für ein Biosimilar in den USA. Sandoz verfügt über die größte Pipeline mit mehreren Biosimilars in verschiedenen Entwicklungsstadien, darunter sind fünf Projekte in Phase III des klinischen Studienprogramms bzw. in der Vorbereitung der Zulassungseinreichung.

Über Biopharmazeutika
Biopharmazeutika sind komplexe Protein-Moleküle, die in lebenden Organismen hergestellt werden. Biopharmazeutika haben die moderne Medizin revolutioniert, weil sie die die Behandlung von schweren Erkrankungen wie Krebs und Autoimmun-Erkrankungen ermöglichen. Biosimilars (similar biological medicinal products) sind zugelassene Folgeprodukte von Biopharmazeutika nach deren Patentablauf. Biosimilars besitzen eine zum Referenz-produkt vergleichbare Qualität, Sicherheit und Wirksamkeit und stärken den Wett¬bewerb. Sie ermöglichen deutliche Einsparungen für das Gesundheitssystem und leisten einen Beitrag zur anhaltenden Innovation und zum breiteren Zugang für die Patienten zu diesen Therapien.

Zu Novartis Austria
Die österreichische Novartis Gruppe ist das größte Pharmaunternehmen des Landes und gliedert sich in die Geschäftsbereiche innovative Medikamente (Pharmaceuticals), Generika (Sandoz) und Augenheilkunde (Alcon). Mit rund 60 laufenden klinischen Studien investiert Novartis stark in den Wissenschaftsstandort Österreich. Etwa 800 Mitarbeiter im Bereich Forschung & Entwicklung arbeiten täglich daran, mit wissenschaftlich fundierten Innovationen Krankheiten zu lindern und zu heilen. Unsere therapeutischen Schwerpunkte liegen unter anderem auf den Bereichen Kardiologie, Onkologie, Neurologie, Dermatologie und Pulmologie. Novartis ist an vier Standorten in Österreich vertreten. In Wien, Kundl, Schaftenau und Unterach am Attersee sind rund 5.000 Mitarbeiter tätig und setzen sich dafür ein, die Gesundheit und Lebensqualität von Patienten zu verbessern. Jeder 400ste Arbeitnehmer in Österreich arbeitet damit direkt oder indirekt für Novartis, was unser Unternehmen zu einem wichtigen Arbeitgeber in der Gesundheitsbranche macht. Am Tiroler Standort Kundl befindet sich der größte Entwicklungs- und Produktionsstandort der globalen Sandoz-Gruppe für Antibiotika und Biopharmazeutika. Am zweiten Tiroler Standort Schaftenau (Gemeinde Langkampfen) werden mittels Zellkultur-Technologie moderne Biosimilars und Hormone hergestellt. Auch der oberösterreichische Standort Unterach am Attersee ist als Kompetenzzentrum für injizierbare generische Onkologiemedikamente von globaler Bedeutung.Weitere Informationen zum Unternehmen in Österreich finden Sie unter www.novartis.at

Zur Sandoz GmbH
Die Sandoz GmbH mit Sitz in Kundl/Tirol ist Österreichs größter Pharmaproduzent und -exporteur und beschäftigt an den drei Standorten Kundl, Schaftenau und Wien rund 4.000 Mitarbeiter. Der Standort Kundl zählt zu den führenden Herstellern von Antibiotika weltweit und ist ein Pionier auf dem Gebiet moderner Biosimilars. Schaftenau gilt als Kompetenzzentrum für Zellkultur- und Mikropartikeltechnologie. Seit 2009 verfügt Sandoz durch die Akquisition der ehemaligen EBEWE in Unterach am Attersee nun über einen vierten Standort in Österreich und ein neues globales Kompetenzzentrum für injizierbare generische Onkologiemedikamente. Weitere Informationen unter www.sandoz.at

Zu Sandoz
Sandoz, eine Division von Novartis, ist eines der weltweit führenden Generikaunternehmen, das sich nachhaltig für einen breiteren Zugang zu einer qualitativ hoch wertigen Gesundheitsversorgung einsetzt. Sandoz beschäftigt weltweit mehr als 26.000 Mitarbeiter und bietet eine breite Palette von bezahlbaren, in erster Linie patentfreien Arzneimitteln für Patienten und Kunden auf der ganzen Welt. Das weltweite Portfolio von Sandoz umfasst 1.100 Moleküle, die im Jahr 2014 einen Umsatz von 9,6 Milliarden US-Dollar erzielten. Sandoz ist weltweit führend sowohl bei Biosimilars als auch bei generischen Antibiotika, Augenheilmitteln und in der Transplantation-Medizin. Fast die Hälfte des Sandoz-Portfolios besteht aus differenzierten Produkten, die schwieriger zu entwickeln und herzustellen sind als Standard-Generika.

2003 konsolidierte Novartis das Generika-Geschäft unter der Marke Sandoz und konnte seither ein starkes organisches Wachstum verbuchen. Darüber hinaus ist das Unternehmen beständig gewachsen sowohl in bestimmten geografischen Regionen als auch durch gezielte Akquisitionen in den Bereichen der differenzierten Produkte.

Ergänzende Informationen zum Titelbild:
Im Bild v.l.n.r. sind Günther Platter (Landeshauptmann Tirol), Carol Lynch (Global Head of Biopharmaceuticals and Oncology Injectables, Sandoz), Dr. Jens Scheibner (Geschäftsführer Sandoz Biopharmaceuticals Kundl/Schaftenau), Dr. Reinhold Mitterlehner (Vizekanzler und Bundesminister) und Ard van der Meij (Geschäftsführer Sandoz GmbH Österreich).

Pressemitteilung Sandoz GmbH
Kathrin Puelacher, Leiterin Kommunikation, Sandoz GmbH, Tel.: +43 5338 200 2202, eMail: kathrin.puelacher@sandoz.com
17.09.2015
22.06.2017, 11:21 | tsc
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